Das Restaurant Belmondo an der Jakobstraße ist zu, hier will die Stadt eine Zentralküche unterbringen. Foto: Redaktion

Nichts wird in Bergisch Gladbach so hart gesucht wie gut erschlossene Grundstücke – für den Bau von Kitas, Schulen, OGS oder Flüchtlingsheimen. Eine solche Fläche in sehr zentraler Lage hat die Stadt jetzt an der Ecke Jakobstraße / Am Stadion gekauft. Bislang war es Standort des Gastronomiebetriebs Belmondo, künftig soll dort die Großküche der Stadt untergebracht werden, die viele Schulen versorgt.

Die Lage ist unauffällig, aber sehr zentral und für viele Zwecke gut geeignet. Zwischen Obi, Feuerwache und Stadion, unterhalb des ehemaligen Ascheplatzes, liegt eine knapp 4000 Quadratmeter große Fläche, die jetzt von der Stadt angekauft worden ist. Das hatte zunächst Dezernent Stephan Dekker im Sozialausschuss beiläufig bestätigt. Dort solle nicht „die Konzernzentrale“ der städtischen GL Service gGmbH gebaut werden, sondern die Zentralküche der gemeinnützigen Service-Gesellschaft, antwortete Dekker auf eine Spitze von Fabian Schütz (Bergische Mitte).

Bislang befand sich in dem Flachbau auf dem großzügigen Gelände das „Belmondo“: Ein italienisches Restaurant mit großer Außenterasse mit Blick in die Sportanlagen und großen Sälen für Hochzeiten und andere Events. Drumherum viele Parkplätze. Das Restaurant ist vor einigen Wochen sang- und klanglos geschlossen worden.

Die Zentralküche der GL Service ist in der IGP untergebracht und versorgt von dort aus nicht nur die 1000 Schüler:innen der Gesamtschule, sondern eine ganze Reihe weiterer Schulen und OGS im Stadtgebiet. Daher benötigt sie erstens mehr Platz – und zweitens womöglich einen ganz neuen Standort, wenn die IGP saniert oder gar abgerissen wird.

Grundstück in guter Lage. Foto: Screenshot Google Maps

Die Lage des flachen Grundstücks unterhalb des Hangs mit den RTB-Gebäuden, zentral und verkehrlich gut erschlossen, sei „für eine Küche, die für die Versorgung von Schulen mit Mittagessen zuständig sein soll, optimal“, teilt die Stadtverwaltung nach mehrmaliger Nachfrage knapp mit. Mehr Details könnten noch nicht genannt werden.

Allerdings wäre das Grundstück womöglich auch für andere, intensivere Nutzungen geeignet. Zum Beispiel für eine dauerhafte Flüchtlingsunterkunft, wie sie gerade auf dem ehemaligen Ascheplatz in unmittelbarer Nähe von der Stadt geplant wird.

Als Standort für ein Flüchtlingsheime scheide das Belmondo-Grundstück jedoch aus, so die Auskunft der Stadtverwaltung. Weil es bereits für die Zentralküche verplant sei.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Ich verstehe in keinster Weise warum nicht die Küche vom ehemaligen Zanders für solche Zwecke genutzt werden kann. Warum man sich erneut für den Kauf des Restaurants verschuldet wo andere Gebäude vorhanden sind.
    Diese liegt auch Zentral in der Stadt und hat von der Größe bestimmt nicht weniger Möglichkeiten zur Umsetzung.

    1. Das Grundstück mit dem “Belmondo” befand sich bereits im Eigentum der Stadt, und dessen Verwaltung wäre nach Beendigung des zuvor bestehenden Erbpachtvertrags ohnehin an die Stadt zurückgefallen. Es geht also nicht um hohe Beträge, die die Verschuldung der Stadt in die Höhe getrieben hätten.

    2. Ich vermute mal, die Antwort ist relativ einfach: Weil auf Zanders weder Strom noch Frischwasser noch Abwasser noch sonst irgendwas vorhanden ist? Oder war die Küche in einem der wenigen vorderen Gebäude untergebracht, die aktuell genutzt werden können?
      Die Umgestaltung und Nutzbarmachung des Zandersgeländes ist ein Riesenprojekt, bis auf wenige relativ “anspruchslose” Zwischennutzungsprojekte wird da erstmal nicht viel gehen.