Von schwebenden Skulpturen bis zu sinnlichen Materialexperimenten – vier neue facettenreiche Ausstellungen, kreative Workshops und neue Vermittlungsformateladen in diesem Jahr dazu ein, im Kunstmuseum Villa Zanders Kunst in all ihren Dimensionen zu entdecken.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung des Kunstmuseums Villa Zanders.

Im Jahr 2025 erwartet die Besucherinnen und Besucher des Kunstmuseums Villa Zanders ein abwechslungsreiches Programm. Vier vielfältige Ausstellungen, das beliebte KinderKünstlerFest und neue Kunstvermittlungsformate laden Familien, Kunstfreunde und Neugierige zu spannenden Erlebnissen ein.

Ausstellungen

Kunst ohne Grund
Hängende Skulpturen und Installationen aus Papier
24.5.–26.10.2025

Waren dreidimensionale Objekte aus Papier früher Modelle oder Experimente, hat die
Skulptur aus Papier inzwischen längst ihren festen Platz in der zeitgenössischen Kunst. Was das Papier dabei so besonders macht, hat der Bauhaus-Künstler Josef Albers beschrieben: Durch einen einzigen Knick wird ein flaches, zweidimensionales Objekt dreidimensional.

Die Ausstellung Kunst ohne Grund zeigt zeitgenössische Installationen, Skulpturen und Reliefs aus und mit Papier. Doch diese Kunst kommt „ohne Grund“ aus. Gezeigt werden Werke, die an der Wand oder von der Decke hängen und oft die Leichtigkeit des Mediums Papier aufgreifen. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die Grenzen zwischen Zwei- und Dreidimensionalität, zwischen Beständigkeit und Fragilität zu entdecken. Die Werke aus der Sammlung „Kunst aus Papier“ werden durch einige Leihgaben ergänzt.

Kabinett-Ausstellung – Walter Lindgens
Ab Juni 2025

Ab Mitte Juni 2025 werden in den Kabinetträumen Arbeiten des Malers Walter Lindgens (1893-1978) gezeigt. Der Fokus der Ausstellung liegt auf den Reisen des Künstlers. Lindgens, der in Paris, München und Berlin lebte und arbeitete, unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa, Nordafrika und den Nahen Osten. Diese Reisen haben seine Kunst entscheidend geprägt. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Werken aus verschiedenen Schaffensperioden. Begleitet wird sie von einem Vermittlungskonzept, das die Besucherinnen und Besucher in die Welt des Künstlers eintauchen lässt.

Eckart Hahn – Papiertiger
11.7.2025–1.2.2026

Der Stil des Malers Eckart Hahn (*1971) lässt sich am besten als „gebrochener Realismus“ beschreiben. Humorvoll und farbenreich bringt er die Abgründe der menschlichen Psyche, die Fehlstellen und Risse in der Welt zum Vorschein. Sein Blick richtet sich aber auch auf ein mögliches Arrangieren mit dem Paradoxen. Seine oft bühnenartigen Szenerien bereiten den Boden für Transformationen. Ob Gorilla, Elefant, Katze, Vogel, Wolf oder Tiger – Tiere spielen in Eckart Hahns Bildwelten mitunter die wichtigste Rolle.

Die Ausstellung widmet sich erstmals Eckart Hahns Gemälden seit den 2000er Jahren bis heute, die sich explizit mit dem Material Papier auseinandersetzen. Papier wird in Acryl auf Leinwand in seinen vielfältigen Formen gezeigt, sei es gerissen, gefaltet, umhüllend, in Form von Buch, Tapete, Kartenhaus, Pappaufsteller, Origami oder Décollage. Auf diese Weise wird der Sammlungsschwerpunkt des Museums aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachtet.

Veronika Moos
7.12.2025–12.4.2026

Die Künstlerin Veronika Moos versteht sich in erster Linie als Bildhauerin. Ihre Arbeiten geben individuelle Einblicke in die sinnliche Welt natürlicher Materialien. Mit Neugier und Experimentierfreude erforscht sie verschiedene Naturmaterialien, setzt Land Art-Projekte um und beschäftigt sich mit Themen wie Körperlichkeit und der Wechselwirkung zwischen Raum und Leben. Die Ausstellung wird in der Reihe „Ortstermin“ gezeigt.

Schul-Kooperationen

In der ersten Jahreshälfte werden in den Kabinetträumen des Museums Ausstellungen von Schülerinnen und Schülern der Bergisch Gladbacher Schulen zu sehen sein. „Diese
wunderbaren Kooperationen mit Schulen möchte ich auf jeden Fall fortsetzen.

Eine
Ausstellung zu planen und zu kuratieren und die eigenen Werke dann selbst in einem
Museum ausstellen zu dürfen, ist eine ganz besondere Erfahrung, die man so schnell nicht vergisst“, ist sich Museumsdirektorin Dr. Ina Dinter sicher.

Veranstaltungen und Vermittlungsformate

Am Sonntag, 4. Mai 2025, lädt das Museum alle Kinder und ihre Familien herzlich zum
KinderKünstlerFest mit kreativen Aktionen und viel Spaß ein. Im Park der Villa Zanders gibt es wieder viele Mitmachstationen mit künstlerischen Experimenten. Es wird gezeichnet, gemalt und mit Ton gearbeitet. Familienführungen bieten Einblicke in die aktuellen Ausstellungen.

Ein besonderes Highlight im Programm 2025 ist das neue Vermittlungsangebot Kunst +
Kölsch
, das das Museum weiter für ein jüngeres Publikum öffnet. Gemeinsam werden
ausgewählte Kunstwerke aus den aktuellen Ausstellungen betrachtet. Inspiriert von diesen Eindrücken geht es im Atelier weiter: Bei einem erfrischenden Kölsch haben alle die Möglichkeit, eigene Kunstwerke zu kreieren.

Das Format Yoga im Museum ist schon seit einiger Zeit sehr erfolgreich und schnell
ausgebucht. Nun wird der exklusive Tanz- und Yoga-Workshop Feel the Elements neu
angeboten. Der Workshop im prunkvollen Grünen Salon der Villa Zanders widmet sich den vier Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft.

Nach einer Führung durch die aktuelle Ausstellung Paper / Elements. Kunst aus Papier und die vier Elemente erleben die Teilnehmenden in einem zweistündigen Workshop eine harmonische Verbindung von sanftem Yoga und freiem Tanz.

„Außerdem freuen wir uns, dass wir nun auch Führungen in englischer Sprache anbieten können. Damit wollen wir das Museum weiter öffnen. Auch in Bergisch Gladbach leben viele Menschen, darunter Expats von Unternehmen und ihre Partner, denen wir damit einen Zugang zum Kunstmuseum eröffnen. Auch für Touristen könnte das ein spannendes Angebot sein“, so Dr. Ina Dinter, Museumsleiterin. Neu ist auch die Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk. In diesem Rahmen bietet das Museum erstmals eine zweieinhalbstündige Führung mit Dr. Wolfgang Stöcker durch die Ausstellung und das Außengelände der Villa Zanders an.

Das städtische Museum wurde 1992 in der Gründerzeitvilla der Fabrikantenfamilie Zanders eröffnet und feiert 2017 sein 25jähriges Bestehen. Mit seiner einzigartigen Sammlung von „Kunst aus Papier“, der Kommunalen Galerie mit Malerei der Düsseldorfer Schule aus dem 19. Jhdt. sowie einem ambitionierten...

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