Michael Metten, Fraktionschef der CDU Foto: Thomas Merkenich

Die CDU wertet die Entscheidung des Bürgermeisters, die Pläne für eine Flüchtlingsunterkunft auf dem Ascheplatz zurückzuziehen als Erfolg des eigenen beharrlichen Einsatzes. Anmietung vorhandener oder bereits geplanter Objekte sei die wirtschaftlichere Alternative und komme dem Sport entgegen.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der CDU

Die CDU-Fraktion hat einen wichtigen Erfolg erzielt: Bürgermeister Frank Stein hat die umstrittenen Pläne zur Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft an der Paffrather Straße (Vorlagen 0604/2025 und 0096/2025) endgültig zurückgezogen. Damit setzt sich die CDU mit ihrer Forderung durch, alternative Lösungen für die Unterbringung von Geflüchteten zu finden. 

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„Wir freuen uns, dass unser beharrlicher Einsatz und unsere konstruktiven Vorschläge zu einer guten Lösung geführt haben“, erklärt Dr. Michael Metten. „Extrem hohe Baukosten entfallen, und eine Fläche, die bereits seit 2015 mehrfach als ungeeignet für eine Bebauung eingestuft wurde, bleibt unbebaut. Zudem bleibt die Sportlandschaft der Stadt erhalten – ganz im Sinne des 2015 von allen Fraktionen unterzeichneten Pakts für den Sport.“ 

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Sie wohnen zu viert in 18-Quadratmeter-Kabinen aus dünnen Spanplatten. Die Abteile sind nach oben offen, laute Heizgebläse pusten warme Luft hinein. Der Speise- und Aufenthaltsraum ist mit nackten Bierzeltgarnituren ausgestattet – der Brandschutz bremst jeden Versuch aus, die Flüchtlingsunterkunft in den Hermann-Löns-Hallen wohnlicher zu gestalten. Und dennoch sind viele der Menschen froh, eine Zuflucht gefunden zu haben. Wie geht es ihnen dort?


Stattdessen setzt die Stadt nun auf alternative Lösungen durch die Anmietung bereits vorhandener bzw. bereits in der Planung befindlicher Objekte. Diese Alternative ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch flexibler in der Umsetzung.

Um kurz- und langfristig weitere Optionen zur Verfügung zu haben und damit weitsichtig auf sich ändernde Flüchtlingsströme reagieren zu können, hält die CDU-Fraktion ihren Prüfauftrag gegenüber der Verwaltung aufrecht, weiterhin geeignete Gewerbeimmobilien auf dem Markt auf ihre Eignung zu prüfen.

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  1. Fakt ist, dass wir auf dem Ascheplatz einen sehr schwierigen Baugrund haben, der die eine eventuelle Baumaßnahme sehr verteuern würde. Nicht umsonst senkt sich die Straße an der Feuerwache im laufe der Jahre und muss dann wieder saniert werden.

    Ein weiterer Fakt ist, dass wir in Bergisch Gladbach immer weniger Sportstätten für unsere Vereine und Schulsport haben. Diese Flächen werden immer wieder für andere wichtige Maßnahmen seitens der Verwaltung “Einverleibt“ und stehen dem Sport nicht mehr zur Verfügung. Ich lade alle Leser gerne zu Trainingseinheiten im Paffrather Stadion ein, um den „Kampf“ der Trainingszeiten mitzuerleben. Seit Jahren begleite ich das Drama zwischen den verschiedenen Leichtathletikvereinen und den Fußballvereinen. Da zerbrechen auch schon einmal Freundschaften zwischen den Beteiligten.

    Ein weiterer Punkt ist, dass es immer ein Bestreben war, den Ascheplatz für den Sport wieder zu sanieren. Dies wurde immer wieder nach hinten verschoben, da kein Geld in der Stadtkasse vorhanden war und ist. Da der Platz nun brach lag, wurde dieser dann auch als Parkplatz genutzt, da wir hier auch zu wenig Flächen haben. Wer schon einmal bei einem Sportlichen Ereignis vor Ort war, kann dies bezeugen.

    Es können nicht alle Sportler und deren Fans mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV zu den Wettbewerben kommen. Wir haben auch Teilnehmer und Besucher außerhalb unserer schönen Stadt, sogar aus dem benachbarten Ausland. Wenn der Ascheplatz wieder attraktiv für die Vereine gestaltet wird, kann sich die zentrale Lage der Sportstätte „Paffrather Straße“ wieder entzerren und uns Bürgern und Sportlern zur Verfügung stehen.

    Da wir entlang der Paffrather Straße eine Menge an Parkplätzen verloren haben, muss sich die Verwaltung mit der Parkplatz Situation um das Stadion herum Gedanken machen und Gespräche mit den anliegenden Firmen durchführen. Zwar gab es seitens der Verwaltung den Spruch „Es keinen Anspruch auf Parkfläche im öffentlichen Raum“ ohne diese geht es aber auch nicht.

    Oliver Renneberg
    CDU-Ratsmitglied und Mitglied im Ausschuss Bildung Kultur und Sport

  2. Das Thema eignet sich nicht für Schüsse aus der Hüfte. “Der Stadtsportbund soll sich endlich seiner Verantwortung stellen. Sportmöglichkeiten gibt es reichlich, sonst befände sich der Ascheplatz nicht in solch einem beklagenswerten Zustand.”

    Das ist schlicht falsch! Die Entwicklung und Vorhaltung von Sportstätten ist langfristig zu planen. Wenn eine Fläche einmal derart bebaut ist, ist sie für den Sport auf alle Ewigkeiten entfallen. Ich empfehle, den Sportentwicklungsplan der Stadt Bergisch Gladbach zu lesen. Dann stellt man fest, dass es insgesamt zu wenig Sportflächen und -Anlagen gibt.

    Flächen dafür gibt es wenige. Die Sportentwicklung ist ein Marathonlauf – kein Sprint in den Kommentarspalten der sozialen Medien. Deshalb ist es gut, diese Fläche für den Sport zu erhalten, auch wenn sie derzeit “nur” als Parkplatz genutzt wird. Das hat der Stadtsportverband auch ausgeführt, die CDU hat auch so argumentiert und der Bürgermeister sich diesem angeschlossen. Eigentlich insgesamt eine gute Entwicklung.

    1. Was Schnellschusspolitik wirklich bedeutet, erkläre ich später. Sie scheinen den komplexen Entscheidungsprozess zum Flüchtlingsheim nicht verstanden zu haben.

      Was ich in dem Zusammenhang vor allem vermisse, ist eine Darstellung der aktuelle Bedarfslage durch den Stadtsportbund. Darüber kann man reden. Merken Sie nicht, dass Sie gerade überholten Bedarfslagen aus einer vergangenen Zeit das Wort reden, welche notwendige Entscheidungen blockieren?

      Zu einer Qualitätspolitik gehört es, dass Entscheidungen, welche große Zeiträume überspannen, immer wieder auf ihre Relevanz hin überprüft werden müssen. Politik ist kein Ruhekissen! Falsch verstandener Konservatismus kann leicht zu Negativentwicklungen führen, die dann nicht mehr mit freien demokratischen Mitteln beherrschbar sind.

      Das sieht man am Besorgnis erregenden Europatrend… Schauen wir auf Ungarn, Italien, England, … Deutschland (???) Wie anders erklären sich Mehrheiten, welche simple, schnelle und damit “billige” Lösungen fordern, bei denen die humanitäre Nachhaltigkeit auf der Strecke bleibt? Wie anders ist z.B. auch Trump zu erklären?

      Weltpolitik findet vor allem in der Privinz statt, z.B. in Bergisch Gladbach.

      1. Herr Richter, nur, weil ich nicht Ihrer Meinung bin, sollten Sie nicht versuchen, mich herabzuwürdigen (“Sei scheinen … nicht verstanden zu haben.”). “Überholte Bedarfslagen”: mit Verlaub, Sie reden ohne Kenntnis der tatsächlichen Bedarfe an Sportflächen in Bergisch Gladbach. Dazu hat der Stadtsportverband (nicht “Stadtsportbund”) auch Stellung bezogen.

  3. Der Stadtsportbund soll sich endlich seiner Verantwortung stellen. Sportmöglichkeiten gibt es reichlich, sonst befände sich der Ascheplatz nicht in solch einem beklagenswerten Zustand. Warum soll dieses der Verrottung preis gegebene Gelände nicht einer echten Wertigkeit zugeführt werden?Mobilitätsansprüche waren Gestern. Klimaschutz und Migration sind die Probleme der Zeit. Dass die CDU jetzt einen politischen Erfolg für sich verbucht, weil die Stadtpolitik bewiesen hat, dass sie vor den mehr oder weniger berechtigten Anliegen anderer Interessensparteien nicht die Augen verschließt und für demokratische Prozesse offen ist, verstehe ich nicht ganz. Möglicher Weise liegt ein Mangel an politischer Reife vor. Wie auch immer – Opposition ist ja auch sowas, wie ein Trainingsgelände ;O)

  4. Ich empfinde es als beschämend das die SPD regierte Stadt Bergisch Gladbach unsere, vor unsäglichem Leid geflohenen Gäste, auf derart fremdenfeindliche Art untergebracht werden sollen. Wer die obere Hauptstraße kennt weiß wie es dort aussieht. Dreckig, vermüllt, kaputte Bürgersteige, erwähnter bekannter Drogenumschlagplatz hinter dem anzumietendem Haus. Möchten sie das 80 geflüchteten Menschen zumuten. Es gibt in Bergisch Gladbach sicher schönere Gegenden mit einem besseren Wohnumfeld wo diese Menschen in ansprecheren Kontainerbauten untergebracht werden könnten als in diesem Abrissreifen Gebäude an der Hauptstraße.

      1. Warum immer abreißen.
        Die Schule ist gut, kann sicher saniert werden.

        In Gladbach wurde nach dem Krieg und in den letzten Jahren viel abgerissen.
        Ob das immer nötig war.
        Die Spezialisten reißen heute lieber ab und bauen neu.

    1. Die Menschen sind doch nicht im Urlaub hier sondern wollen ein Dach über dem Kopf, etwas zu Essen und nicht nicht abgeschossen oder ausgebombt werden.

      Soll die Stadt noch den roten Teppich ausrollen?

      1. Achso ,das reicht also zum Leben… ?Wann fangen sie an zu verzichten?.
        Sie stell n also diese Menschen mit TIEREN gleich?. Unfassbar unsinniger
        kommentar.

      2. Wer Menschen unwürdig unterbringt ,behandelt und ausgrenzt …produziert ATTENTÄTER! habt ihr das immer noch nicht kapiert..?

      3. Wo gibt es denn bitte menschenunwürdige Unterbringung durch die Stadt?

        Aber schön, ihre Anspruchshaltung zu erfahren.

        Wo ist denn die Grenze, ab wann die Schutzsuchenden keine Attentäter werden? 3 oder 4 Sterne, Halbpension oder Vollpension? ;)

    2. Sie haben meine volle Unterstützung, Herr Baumgärtner. Jeder, der Probleme löst, in dem er sie einfach als lästig ansieht und irgendwie versucht, sie nur weg zu bekommen, dem fehlt es an echtem Problembewusstsein. Probleme dagegen auf eine Weise zu lösen – dies gilt ganz besonders für humanitäre -, welche nachhaltig sind und keine neuen Konflikte auslösen, ist die wahre Kunst hochwertiger Politik. Dies hat auch mit “SichSelbstAufDieSchulterZuKlopfen” absolust nichts zu tun. Im Sinne von Willi Brandt würde ich sagen: “Mehr Qualität wagen”. Das wirkt wie eine Virusimpfung gegen Politikverdrossenheit. Wie sehr diese Pandemie um sich greift, zeigen die Wahlerfolge der Rechtspopulisten. Es ist spät, aber noch vor 12:00 Uhr ;O)

  5. Der Aschenplatz muss meiner Meinung nach ab sofort wieder für Sport (als Bolzplatz, zum Boulen, zum Boßeln, …) zur Verfügung gestellt und als Parkplatz geschlossen werden. Das waren ja die Forderung des Stadtsportbundes und der CDU, warum er nicht für eine Flüchtlingsunterkunft genutzt werden darf.

    1. Wir sind auch der Ansicht, dass von dem Ascheplatz 30-50% der Fläche einer sportlichen Nutzung zugeführt werden sollten – auf der Seite wo es mehr Begrünung gibt (durch Bäume u. Sträucher abgeschlossene Seite) und wo die Zufahrt recht holprig ist.
      Einige Reserve-Parkplätze – zB für Tage an denen Fußballspiele usw. stattfinden – müssten auf jeden Fall verbleiben (mind. 30-40% des Platzes – nach Beobachtungen an solchen Tagen). Diese bestenfalls auf der Seite von welcher sie direkt als Reserve zu dem Parkplatzfeld oben an der Straße erreicht werden können.

      1. Warum soll eine Sportfläche als Parkplatz genutzt werden? Bzw. warum ist das seit langem der Fall und der Stadtsportbund hat das nie bemängelt?
        Die Besucher der Veranstaltungen können doch nicht erwarten, dass sie vor Ort einen Parkplatz finden.