Die Sonnenblume ist das Symbol für unsichtbare Behinderungen. Foto: Hidden Disabilities Sunflower

Unter dem Motto „Ich habe was, was du nicht hast“ findet am kommenden Wochenende ein Aktionstag auf dem Trotzenburg Platz statt. Dabei geht es darum, die Kluft zwischen dem Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden. Mit einem besondern Fokus auf Menschen mit einer Behinderung, die nicht sichtbar ist.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des einfach gemeinsam e.V.

Seit 30 Jahren veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen. Dabei geht es darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden.

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In Bergisch Gladbach gibt es dazu am Samstag, den 3. Mai, einen großen Aktionstag in der Innenstadt (Programm siehe unten).

In den vergangenen drei Jahren wurde auf die Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten behindertenpolitischen Maßnahmen hingearbeitet. Durch das Ende der Ampelkoalition besteht die Gefahr, das mehrere dieser geplanten Maßnahmen nicht mehr realisiert werden, wie die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungs- und des Behindertengleichstellungsgesetzes.

Damit verzögern sich längst überfällige Veränderungen für das Leben mit einer Behinderung nun noch weiter. Wie geht es jetzt weiter?

„einfach gemeinsam e.V.” und „Aspies mitten im Leben“ wollen hierzu einen kleinen Beitrag leisten und auf besondere, sehr stark vertretende Behinderungen aufmerksam machen und eine kleine Lösungsmöglichkeit, die sehr wirksam sein kann, vorstellen:

Ich habe was, was Du nicht siehst … und das schränkt mich in meinem täglichen Leben ein.

Rollstuhl, Rollator, Blindenstock oder auch Menschen mit Down-Syndrom erkennt man sofort. Man kann ausweichen, Rücksicht nehmen oder helfen.

Die meisten Behinderungsarten sind jedoch nicht sichtbar. Unsichtbare Behinderungen können von Geburt an bestehen oder im Laufe des Lebens durch Erkrankungen entstehen. Dazu gehören z.B. chronische Erkrankungen wie Epilepsie, Allergien, Schwerhörigkeit, Muskelerkrankungen,Diabetes, Folgeerkrankungen durch Krebs und vor allem psychische und seelische Erkrankungen, sowie eine Reihe Entwicklungsstörungen wie Autismus, ADHS oder Legasthenie.

Bei nicht sichtbaren Symptomen mangelt es häufig an Verständnis und es kommt zu Vorurteilen und Fehleinschätzungen durch andere. Diese Umstände können für die betroffenen Personen selbst eine ziemliche Herausforderung darstellen.

Unverständnis, Vorurteile, Fehleinschätzungen

Betroffene leiden häufig weniger an ihren Einschränkungen als viel mehr an Unverständnis, durch das es zu Vorurteilen und Fehleinschätzungen kommt. Denn was nicht sichtbar ist, wird schnell auch in seiner Existenz angezweifelt. Betroffene können schlecht erklären wann, warum und wie sie Hilfe brauchen und werden nicht ernst genommen oder sogar angefeindet. Dies zeigt sich in allen Aspekten des Alltags. 

Mit der Veranstaltung am 3.5.2025 von 10 – 13 Uhr auf dem Trotzenburg Platz und vor dem Löwen Center in Bergisch Gladbach stellen “einfach gemeinsam e.V.“ und die Selbsthilfegruppe „Aspies mitten im Leben“ eine Möglichkeit eines besseren und verständnisvolleren Miteinanders vor. 

Aktionstag Samstag
3. Mai 2025 – 10 – 13 Uhr

Trotzenburg Platz (an der Post) und Vorplatz Löwen Center

Moderation Pastor Wilhelm Darscheid

10 Uhr Begrüßung durch “einfach gemeinsam”

Sonnenblume im Garten” Alexander Rosskopf

10.15 Uhr “Bensberger Saxophonquartett” -“Städt. Max-Bruch-Musikschule

10.30 Uhr Bürgermeister Frank Stein

10.40 Uhr “Bensberger Saxophonquartett” -“Städt. Max-Bruch-Musikschule”

11 Uhr Landesbehindertenbeauftragte Frau Middendorf

11.20 Uhr Gehörlosenchor Köln, St. Georg

11.35 Uhr Interview: – Aspies mitten im Leben

11.40 Uhr Gehörlosenchor Köln, St. Georg

12. Uhr Interview:Helene Hammelrath

12.05 Uhr Senioren-Orchester „Bergische Ohrwürmer“

12.20 Uhr Bharatanatyam (Klassischer Indischer Tanz)

12.35 Uhr Senioren-Orchester „Bergische Ohrwürmer“

Informiert wird über die Sonnenblume, die als internationales Symbol für nicht sichtbare Behinderungen dient. Sie ist ein einfaches, freundliches Zeichen, um zu zeigen, dass eine Beeinträchtigung vorliegt, dass Rücksichtnahme gewünscht ist und eventuell Hilfe benötigt wird. 

Das Symbol der Sonnenblume wurde von „Hidden Disabilities“ mit Sitz in Großbritannien entwickelt und wurde erstmals 2016 am Flughafen Gatwick vorgestellt. Die Sonnenblume als Erkennungszeichen wird in verschiedenen Formen getragen, z.B. als Umhängeband, als Anstecknadel oder als Armband mit dem Sonnenblumen-Design. Diese werden mittlerweile in zahlreichen Ländern an Personen mit einer unsichtbaren Einschränkung ausgegeben.

Denn:

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen überall mitmachen können.

Kein Mensch soll ausgeschlossen werden.

Inklusion ist ein Menschen-Recht.

Wir alle profitieren von etwas mehr Geduld und Verständnis im Umgang miteinander.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Finden wir sehr wichtig ! Großen Dank an die Veranstalter.
    Leider den Anlass verpasst, da erst jetzt darauf aufmerksam geworden. Hoffentlich findet nächstes Jahr etwas Ähnliches in der näheren Umgebung statt.