Robert Winkels kandidiert für die SPD für die Nachfolge von Landrat Stephan Santelmann. Foto: SPD

Der Kreisvorstand der SPD Rhein-Berg hat einstimmig Robert Winkels als Kandidaten für die Wahl des Landrats am 14. September vorgeschlagen. Der Jurist hat lange in der Führung von Zanders gearbeitet, ist in Bergisch Gladbach ehrenamtlich engagiert – und hat bereits eine detaillierte Vorstellung, was der künftige Landrat anpacken muss.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der SPD Rheinisch-Bergischer Kreis

Am Dienstag, dem 6. Mai 2025 wählt die SPD im Rheinisch-Bergischen Kreis ihren Landratskandidaten für die Kommunalwahl am 14. September 2025. Der Kreisvorstand hat in seiner Sitzung am 29.04.2025 einstimmig Robert Winkels als Kandidaten für das Landratsamt nominiert. 

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Außerdem werden auf dieser Konferenz  die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kreistagswahl am 14. September 2025 aufgestellt. 

Zur Person: Robert Winkels

 Beruflicher Weg / Berufliche Kompetenzen 

Robert Winkels ist 1993 beruflich nach Bergisch Gladbach gekommen und hat in der Rechtsabteilung von Zanders angefangen, damals noch Tochter des US Konzerns International Paper. Nach 2 Jahren hat er die Leitung der Rechtsabteilung von Zanders übernommen, ist dann in die deutsche Holding von International Paper und 2001 des Metsä Konzerns gewechselt und hat zusammen mit seinem Team neben Zanders weitere Konzerntöchter betreut. 

Vor dem Verkauf von Zanders wurde er 2015 Geschäftsführer von Zanders, um mit seinem Managementteam einen Businessplan für das Unternehmen zu entwickeln, der die Fortsetzung unter neuer Eigentümerschaft ermöglicht hätte. 

Robert Winkels heute zurückblickend: „Nach dem Verkauf war es hart, der Entwicklung von außen zusehen zu müssen, ohne selbst noch aktiv eingreifen zu können. Ich hatte zwei Jahrzehnte mit voller Kraft für den Standort gekämpft. Viel schlimmer war es natürlich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rückblickend frage ich mich natürlich, ob wir mehr Erfolg gehabt hätten, wenn ich die Chance erhalten hätte, unseren Erfolgsplan selbst umsetzen zu können. Aber das ist jetzt müßig. Das Schicksal der Gohrsmühle hat mich jedenfalls emotional sehr bewegt.“ 

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Robert Winkels war aber maßgeblich in einem aufwendigen Transformationsprozess des Zanders Werks Düren in einen Backpapierbereich unterhalb des Metsä Konzernschirms und einem Spezial-papierbereich unter fremden Eigentümern beteiligt. Anders als beim Stammwerk Gohrsmühle in Bergisch Gladbach war der Prozess bei dem Werk Düren erfreulicherweise erfolgreich. Robert Winkels: „Meine Erfahrung mit Veränderungsprozessen in der Privatwirtschaft reizen mich, dass Amt des Landrats des Rheinisch Bergischen Kreises anzustreben, um meine Erfahrungen in den eingeleiteten Transformationsprozess der Kreisverwaltung einzubringen.“ 

Ehrenamtliche Tätigkeit 

Robert Winkels ist ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreutz (DRK) für das Kreisauskunftsbüro tätig. 2015 hat er im Auftrag des DRK bei der Registrierung der Flüchtlinge mitgearbeitet. Er hat dabei die Erfahrung gemacht, dass die sogenannte Flüchtlingskrise vor allem ein Problem schlechter Verwaltungsprozesse gewesen ist. 

Robert Winkels heute zurückblickend: „Natürlich wurde und wird der ohnehin angespannten Woh-nungsmarkt zusätzlich durch mehr Menschen strapaziert. Es ist aber in meinen Augen falsch, Migranten an einzelnen Hotspots zu bündeln, weil man sie dort einfacher „verwalten“ kann. Ich verstehe Menschen, die selbst in oder in der Nähe eines solchen Hotspots leben, dass sie Angst vor dem „Fremden“ haben. Und natürlich gibt es dort auch Konflikte. Das ist ganz natürlich. Solche Probleme müssen wir erkennen, benennen und anders lösen! Sonst bilden sie den Nährboden für billige Hetze der Verführer von der AFD.“ 

Für die Verständigung mit Menschen mit Migrationshintergrund wird viel durch das Ehrenamt geleistet. 

Wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist, kann man daher gar nicht oft genug betonen. 

Robert Winkels ist selbst im Vorstand des Fußballvereins SC27 tätig und hat diesen auch in der Vergangenheit als 1. Vorsitzender geführt. Außerdem ist er, wie sich das für einen Rheinländer gehört, Mitglied in einem Karnevalsverein, der KG Schlader Botze. 

Politische Schwerpunkte 

Ich verfolge mit meiner Kandidatur die folgenden Kernpunkte: 

Transformationsprozess Kreisverwaltung voranbringen

  • Prozesse effektiver und bürgerfreundlicher gestalten 
  • Service des Kreises für die Bürger stärken 

Erhalt von Arbeitsplätzen – Bekämpfung des Fachkräftemangels

  • Wirtschaft und Unternehmen im Kreis werden Chefsache für den Landrat, 
  • Fachkräftemangel in allen Bereichen angehen, um bei der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätze aktiv zu unterstützen 

Zusammen mit Bergisch Gladbach: Volle Kraft für den Campus berufliche Bildung 

Schaffung und Erhalt preiswerten Wohnens 

Kreisverwaltung 

Robert Winkels sagt: „Die Serviceprodukte der Verwaltung sind kundenorientiert zu gestalten. Bürger und Unternehmen sind nicht „nur“ Bitt- oder Antragsteller, sondern Kunden der Verwaltung! 

Ziel muss es sein, dass Bürger und Unternehmen im Kreis die Verwaltung nicht als Belastung emp-findet, sondern als Unterstützung für Gemeinwesen und Privatwirtschaft. Die Bürger und die Wirt-schaft sind auf transparente, verlässliche und vor allem schnelle Verfahren angewiesen.“ 

Auch der Kreis leidet unter dem Fachkräftemangel und der demographischen Entwicklung. Wir können uns eine immer größer werdende Anzahl von Mitarbeitern in der Kreisverwaltung finanziell nicht 

leisten. Und wir bekommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch zunehmend nicht mehr. Verwaltungen müssen sich auf einen Mitarbeiterrückgang einstellen. Robert Winkels hierzu: „Das bedeutet, dass weniger Menschen mehr Output erbringen müssen. Eine gute Digitalisierung wird dabei unverzichtbar sein. Das ist insgesamt keine einfache Aufgabe, was ich in meinem bisherigen Be-rufsleben bereits intensiv durchleben konnte. Ich bin aber optimistisch, dass der Kreis das schaffen wird. Ich will den bereits eingeleiteten Prozess als Landrat nach besten Kräften unterstützen.“ 

Wirtschaft und Arbeitsplätze / berufliche Bildung 

Als Landrat wird Robert Winkels Wirtschaft und Unternehmen im Kreis als Chefsache behandeln, um bei der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätze aktiv zu unterstützen. Das bedeutet regelmäßige Firmen- und Unternehmenskontakte werden persönlich durch ihn als Landrat wahrgenommen. Dazu gehört auch der Austausch mit der IHK und der Kreishandwerkerschaft. 

Robert Winkels dazu: „Auch wenn der frühere Kreisdirektor Dr. Werdel, der uns leider verlassen hat, das gut gemacht hat. Um die Kontakte zur Wirtschaft, aus der ich komme, werde ich mich als Landrat selber kümmern.“ 

Der Fachkräftemangel beeinträchtigt auch massiv Handwerk, Handel und Gewerbe. 

Wir müssen dem durch eine Stärkung der beruflichen Bildung entgegenwirken. 

Robert Winkels sagt dazu klar: „Ich habe mich von Anfang an für den Campus berufliche Bildung auf dem Zanders Gelände eingesetzt. Berufsschulen und das Ausbildungszentrum des Handwerks an einem Standort sind gut für den Bildungsstandort Stadt Bergisch Gladbach und Rheinisch-Bergischer Kreis! Als Insider für das Gelände Zanders weiß ich, dass der ins Auge genommenen Standort eine schnelle Realisierung ermöglichen könnte. Zum anderen ist es mir wichtig, dass sich auf diesem Gelände wieder Positives in Richtung Handwerk, Handel und Gewerbe entwickelt. Ich bin viele Jahre Tag für Tag von der Cederstraße kommend für meinen Beruf durch das Gelände gelaufen. Mit der beruflichen Bildung kommt auch wieder Handwerk, Handel und Gewerbe und damit wieder Zukunft an den Standort. Dafür werde ich mich als Landrat mit aller Kraft einsetzen.“ 

Pflege und Gesundheit 

Der Fachkräftemangel trifft nicht nur die Kreisverwaltung, sondern nahezu jeden Bereich. Am här-testen und für uns alle am spürbarsten ist das im Bereich Pflege und Gesundheit. Wir müssen zum einen wichtige Einrichtungen wie das Krankenhaus Wermelskirchen erhalten und die ärztliche Ver-sorgung im Bergischen Land insgesamt sicherstellen. Das gilt auch für Haus- und Fachärzte. Zum anderen benötigen wir aber für eine alternden Gesellschaft Pflegekräfte, stationär wie ambulant. 

Robert Winkels konkret: „Ich begrüße ausdrücklich Initiativen wie die des DRK, bei dem ich selbst auch im Kreisauskunftsbüro ehrenamtlich mitwirke, ausländische Pflegekräfte zu gewinnen und zu schulen. Umso törichter sind dann Anträge wie der AFD, nur „kulturnahe“ Pflegekräfte anzuwerben. Wenn wir nicht auf engagierten Kräfte aus Indien oder Marokko zurückgreifen, die ich im Rahmen der Vorstellung der DRK Einrichtung in der Nähe von Immekeppel kennenlernen durfte, dann wird es eng für uns. Gott sei Dank bilden diese Länder über ihren eigenen Bedarf hinaus Kräfte aus, um jungen Menschen im Ausland eine Perspektive zu ermöglichen.“ 

Bezahlbarer Wohnraum 

Menschen mit geringerem Einkommen leiden extrem unter der Wohnungsknappheit und den hoch-schnellenden Nebenkosten. Deshalb ist es wichtig, dass der Kreis insbesondere über die RBS für bezahlbaren Wohnraum sorgt und die energetische Sanierung des Wohnungsbestands vorantreibt. 

Robert Winkels: „Genau darum habe ich mich im Arbeitskreis zur Konsolidierung der Kreisfinanzen so schwer getan, einer erhöhten Kapitalausschüttung der RBS an Stadt Bergisch Gladbach und Kreis zuzustimmen. Die RBS ist kein Finanzierungsinstrument des Kreishaushalts, sondern Instrument der Wohnungsversorgung. Und aus diesem Grund haben wir als SPD nur unter dem Vorbehalt zugestimmt, dass langfristig weder der Neubau des RBS eingeschränkt wird, noch die energetische Sanierung, die die Nebenkosten der Mieter auch in Zukunft erträglich halten wird. DIE RBS muss weitere Wohnungen bauen! Hierzu muss sie ausreichend liquide sein“! 

Kommunikation und Verhältnis zu den Kommunen 

Entscheidend für eine erfolgreiche Tätigkeit als Landrat wird eine gute Kommunikation nach innen aber auch nach außen sein. Bei den Hauptverwaltungsbeamten der Städte und Gemeinden des RBK muss durch eine gute Kommunikation das durch ein unglückliches Verhalten des derzeitigen Landrats verlorene Vertrauen zurückgewonnen werden. 

Robert Winkels: „Eine gute Kommunikation in alle Richtungen ist der Schlüssel zu jedem Erfolg. Das jedenfalls hat mich meine langjährige Berufserfahrung gelehrt. Hier muss der neue Landrat gegen-über den Kommunen im Kreis einen Neustart machen und Vertrauen für den Kreis zurückgewinnen.“ 

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  1. Würde Herr Winkels während der gesamten Wahlperiode von 5 Jahren im Amt bleiben können oder vorher in den Ruhestand gehen? Darf insofern von personeller Kontinuität und vielleicht sogar von einer zweiten (angestrebten) Amtszeit ausgegangen werden?