Die Mauern der Alten Burg Bensberg beherbergen heute das moderne technische Rathaus der Stadt Bergisch Gladbach, entworfen von Böjm
Die Ausstellung findet im Bensberger Rathaus statt. Foto: Thomas Merkenich

Eine Ausstellung über Freundschaft, Diplomatie und gemeinsame Geschichte: Im Bensberger Rathaus beleuchten historische Fotos und spannende Vorträge 60 Jahre deutsch-israelische Beziehungen – mit Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach

Botschafter, Städtepartnerschaften, Staatsbesuche und Freundschaften: In den 60 Jahren der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen sind enge Bande zwischen beiden Ländern entstanden. Ab dem 15. Mai ist im Bensberger Ratssaal eine facettenreiche Ausstellung zu deren Highlights, Tiefpunkten und Zukunft zu sehen.

1965 begannen die beiden Botschafter Asher Ben Natan und Rolf Pauls ihre Tätigkeit in Bonn und Tel Aviv. Was hielt Israel und Deutschland so lange ab, diplomatische Beziehungen zueinander aufzunehmen? Und was hat sich daraus entwickelt? Zum 60. Jahrestag dieses denkwürdigen Anfangs zeigen der Ganey-Tikva-Verein Bergisch Gladbach (GTV), der Nir-Oz-Verein und die VHS Bergisch Gladbach ab dem 15.5. in einer Ausstellung im Bensberger Ratssaal historische Fotos, Meilensteine und persönliche Erinnerungen.

Zu der Ausstellung gibt es ein hochkarätiges Begleitprogramm. Während dieser Events kann man die Ausstellung besuchen.

„Heute arbeiten Israel und Deutschland auf sehr vielen Ebenen zusammen, in Sport und Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft – klingt selbstverständlich, aber es war ein langer Weg“, sagt GTV-Vorsitzende Petra Hemming. „Dass wir so weit gekommen sind, ist mutigen Pionierinnen und Pionieren zu verdanken.“

Die 60-Jahre-Ausstellung ist kombiniert mit einem Foto-Rückblick auf die zehnjährige GTV-Vereinsgeschichte. „Der GTV hat Menschen aus beiden Ländern zusammengebracht und macht sich für jüdisches Leben in Deutschland stark. Die Herausforderungen werden nicht weniger!“


Vernissage und Ausstellungsevents im Überblick – Eintritt frei

Vernissage: Do, 15.5., 19.00
Dr. Roman Salyutov (Klavier) und Anan Zen (israelische Botschaft)

Vortrag: So, 18.5., 18.00 (Achtung, neue Uhrzeit!)
Grisha Alroi-Arloser/Tel Aviv: Was kann Deutschland nach dem 7.10.2023 von Israel lernen?

Vortrag: Mo, 19.5., 18.00
Lea Hößl: 1000 Kilometer zu Fuß durch Israel

Vortrag: Do, 22.5., 19.00
Dr. Michael Borchard: „Eine unmögliche Freundschaft: David Ben-Gurion und Konrad Adenauer“

Chansons: So, 25.5., 15.00
Yael Anspach (Vocal) & Anna Sigalova (Piano): „Schmonzes“

Ort:
Rathaus Bensberg, Ratssaal
Wilhelm-Wagener-Platz
51429 Bergisch Gladbach

Eintritt frei, Spenden willkommen

Der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V. ist zu erreichen über die Vorsitzende Petra Hemming, per Mail: petra.hemming@gmail.com

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

16

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Ohne Wenn und Aber: Jeder tote Mensch auch in Gaza ist ein toter Mensch zuviel! Wo es aber um das Verstehen von Geschichte und geschichtlichen Vorgängen und Zusammenhängen geht, ist Moral leider eher eine unzuverlässige Referenz.

  2. Dies sind wahrlich lange Kommentare auf der Basis blanken Unwissens über Gaza vor dem 7.10. 2023 und über deutsche Außenpolitik nach dem 7.10. 2023. Noch nicht mal der Duden wurde konsultiert, so eilig war es dem Verfasser. Differenzierte, belastbare Aussagen entstehen anders.

  3. Scheinheilig sind Ihre Erklärungen und Entschuldigungen für Israel, wenn man bedenkt, weswegen Netanjahu so vehement den Wünschen seiner ultraorthodoxen Regierungsbeteiligten folgt. Wäre schon länger Frieden in Gaza, säße der Mann wahrscheinlich im Gefängnis als verurteilter Rechtsbrecher. Warum, muss ich sicher nicht erklären. Es ist richtig, dass die Hamas den Krieg begonnen hat. Aber wie die Israel von der Landkarte wischen will so hat Netanjahu geschworen, die Hamas zu vernichten. Wie schon geschrieben, begann das alles nicht mit dem Überfall der Hamas, für die ich hier sichertlich keine Lanze breche, im Gegenteil. Wenn aber ein Land widerrechtlich auf fremden Grund und Boden Häuser, Dörfer, landwirtschaftliche Inmstitutionen usw. errichtet, darf es sich nicht wundern, wenn sich irgendwann jemand dagegebn wehrt. Auch dies geht von den Ultras der Juden aus, wofgür es keinertlei Berechtigung gibt sondern einzig und allein aus militantreligiösen Motiven geschieht.

    1. Es ist bemerkenswert, wie ein Rückblick auf 60 Jahre deutsch-israelische Beziehungen reflexartig genutzt wird, um Israel als Täterstaat zu zeichnen und einseitig Schuld zuzuweisen. Die Kritik an Premier Netanjahu mag in Teilen berechtigt sein – sie wird übrigens in Israel selbst weitaus schärfer geäußert als von außen. Aber sie ersetzt keine historische Einordnung und rechtfertigt auch nicht die Relativierung terroristischer Gewalt.

      Wer ernsthaft behauptet, der Krieg in Gaza diene vor allem der persönlichen Agenda Netanjahus, blendet die Realität des 7. Oktober aus – den größten Massenmord an Juden seit der Shoah, verübt nicht von „militanten Gruppen“, sondern von einer antisemitischen Terrororganisation mit Vernichtungswillen.

      Die deutsch-israelischen Beziehungen gründen nicht auf der Zustimmung zu einer konkreten Regierungspolitik, sondern auf historischer Verantwortung. Diese Verantwortung verpflichtet zur Kritik, wo sie nötig ist – aber auch zur Klarheit, wo Täter und Opfer verwechselt werden.

      Wer angesichts von Massakern und Geiselnahmen auf die Siedlungspolitik verweist, setzt Ursache und Wirkung in gefährlicher Weise gleich. Frieden braucht Kritik – aber noch viel mehr braucht er intellektuelle Redlichkeit.

    2. @Rolf Havermann, ich finde es wirklich unerträglich, was sie schreiben. Der Angriff der Hamas am 7. Oktober war kein politischer Protest, sondern ein gezielter Akt grausamer Gewalt – an Kindern, Familien, Holocaustüberlebenden. Wer das relativiert, stellt Täter und Opfer auf eine Ebene. Und das verletzt nicht nur moralische Grenzen, sondern auch mein Verständnis von historischer Verantwortung.

      1. Danke ! danke Herr Eschbach für diese klaren (EIGENTLICH selbstverständlichen) Worte !
        TERROR ZU RELATIVIEREN war und ist immer perfide und ideologisch.

  4. Danke für den unermüdlichen Einsatz und die wichtige Verbindung nach Israel.

    Danke, dass der Gaza-Krieg nicht vergessen wird, der natürlich nicht erst mit dem Überfall auf Israel und dem Abschlachten unschuldiger Zivilisten, Frauen, Kindern, Babies, Kranken und Alten, begann.

    Permanenten Beschuss und ständige Angriffe gibt es schon seit der Staatsgründung. Es ist unaussprechlicher Horror, „Nachbarn“ haben zu müssen, die jede Zweistaatenlösung ablehnen und deren einziges Lebensziel der Genozid an Juden und deren völlige Auslöschung ist.

    Danke! Es ist heute wichtiger denn je, Israel zur Seite zu stehen.

  5. Ich möchte darauf hinweisen, dass genozidale Tendenzen ausschließlich auf Seiten der radikalislamistischen Terroristen zu erkennen sind. Die Hamas sagt klar und deutlich, dass ihr Ziel ist, Israel von der Landkarte zu streichen und Juden zu töten. Auch die Fatah, die sich gemäßigt gibt, hat dieses Ziel niemals aufgegeben. Israel verteidigt sich gegen mehrere Richtungen: Hamas im Gazastreifen, Hisbollah im Libanon, Houthis im Jemen und dahinter steckt immer und vor allem der Iran. Es gab einen Waffenstillstand, der am 07. Oktober 2023 gebrochen wurde. Und dafür ist allein die Hamas verantwortlich! Für Israel geht es hier tatsächlich um die Existenz! Man mag von der israelischen Regierung halten, was man will, aber genozidale Tendenzen zu unterstellen ist schon scheinheilig: Die sehe ich leider auf der Seite der islamistischen Terroristen. Ein wenig Beschäftigung mit der Geschichte Israels würde schon helfen.

  6. Es mag ja sein, dass Israel und Deutschland “heute auf vielen Gebieten zusammenarbeiten . . . ” aber den israelischen Staatschef in seinen genoziden Tendenzen mindestens einzudämmen, hat diese “Zusammenarbeit” nicht geschafft, und das wäre zugunsten Tausender Palästinenser dringend notwendig, sogar unerlässlich. Hat sich diese Zusammenarbeit je um den Gaza-Krieg gekümmert? Hat man je die ungesetzlichen Annektionen der palästinensichen Gebiete kommentiert, die Ungerechtigkeiten genen die Palästinenser erwähnt? Man tut so, als wenn das eine Zusammenarbeit in friedlichen Zeiten wäre, wie auch dieser Artikel zeigt.

    1. “Genozidalen Tendenzen” – was für eine wilde Täter-Opfer-Umkehr. Es ist die Hamas, die Hilfsgütertransporte plündert und an sich reißt. Es ist die Hamas, die Zivilisten als Schutzschilde verwendet, Krankenhäuser als Kasernen missbraucht, in Terrortunneln unter Schulen Bomben lagert. Die Hamas ermordet auch Palästinenser, wenn sie gegen die Terrorherrschaft demonstrieren. Und es ist nicht zuletzt die Hamas, die seit 19 Monaten bzw. anderthalb Jahren (!!!) 58 Menschen unter der Erde gefangen hält, aushungert, foltert. Dieser Krieg wäre sofort vorbei, wenn die Hamas abdankt und die Entführten freilässt. Wieso ist es auf einmal “in”, Islamisten zu verteidigen?

    2. Ich verstehe die Unzufriedenheit mit der Regierung Netanjahu. Und: ja, man darf Israel kritisieren. Aber hier geht es um das wichtige Jubiläum einer Freundschaft Deutschlands mit Israel, nachdem im deutschen Namen das größte Verbrechen der Menschheit begangen wurde. Diese außergewöhnliche Entwicklung zu betonen ist richtig und wichtig, weil sie alles andere als selbstverständlich war und ist. Die anwesenden Personen werden gewiss einen differenzierten Blick auf Israels Verhalten im Gaza-Krieg haben. Das sind zumindest meine Eindrücke aus derartigen Gesprächen. Angesichts der Kürze des o. a. Beitrags zu einem historischen Ereignis kann die Forderung nach einer politischen Analyse der Gegenwart hier gar nicht erfüllt werden.

    3. Man kann Ihren Kommentar ordentlich zerpflücken – so viel Unwissen und auch Ignoranz stecken dahinter. Aber da erfahrungsgemäß solche Diskussionen auf sozialen Plattformen wie hier so gut wie keine Leute bekehren können und nur Zeit rauben und von den realen Handlungen ablenken, gehen wir in der jüdisch-israelischen Szene Deutschlands vor allem mit Taten gegen Verbreitung von negativen Klischees und Lügen über den Jüdischen Staat vor und bekämpfen jeden Tag die aus dem ganzen Spektrum der Gesellschaft ertönenden besessenen Versuche, Israel zu dämonisieren, zu delegitimieren und mit doppelten Standards zu behandeln.

      1. Selbstverständlich ist an der Zusammenarbeit zwischen Israel und Deutschland wirklich nichts.
        Tolle Initiative um gerade in dieser Zeit einen Blick zurück zu werfen und gemeinsam nach vorne zu schauen.

        Israel ist ein wunderbares Land, in dem eine an Farben und Religion bunte Gesellschaft in einer Demokratie zusammen lebt und in der Mehrheit einfach in Frieden leben möchte.
        Ich hoffe sehr, dass das irgendwann möglich ist und bin froh über solche Vereine, die Israel und seinen Bewohnern das Gefühl geben, nicht alleine da zu stehen und trotz der schweren Zeiten Zuversicht vermitteln.

        Und, als Antwort auf einen Kommentar:
        Israel ist bedroht durch die genozidalen Absichten seiner Nachbarn und wurde überfallen – nicht umgekehrt – traurig, dass das immer wieder unterschlagen wird.

    4. Es ist wirklich unmöglich, so viele falsche Behauptungen hier zu widerlegen. Nur so viel: Die Araber/Palästinenser hätten ihren eigenen Staat schon lange haben können, haben seit 1947 mehrfach alle Vorschläge dazu abgelehnt. Weil sie keine 2-Staaten-“Lösung” wollen, sondern die Vernichtung Israels. Die Frage der “besetzten” Gebiete wird übrigens in den Osloer Verträgen ausführlich behandelt. Einfach mal nachlesen, was da drinsteht.

      1. “hätten ihren eigenen Staat schon lange haben können”
        Na ja, Gegner der Osloer Friedensverhandlungen gab es sowohl in Israel als auch in den Palästinensergebieten.
        Auf israelischer Seite protestierten national-religiöse Siedler und rechte Politiker, die sich nicht vorstellen konnten/wollten, den Palästinensern einen eigenen Staat zuzusprechen.
        Einige Wochen nach Unterzeichnung von “Oslo II” 1995, wurde der israelische Ministerpräsident Yitzhak Rabin in Tel Aviv von einem rechtsradikalen jüdischen Studenten erschossen. 1996 wurde Benjamin Netanjahu zum ersten Mal zum israelischen Ministerpräsidenten gewählt.
        Das der Osloer Friedensprozess ins Stocken geriet, war wohl auch dadurch begründet, dass 1996 mit dem Bau einer israelischen Siedlung in Ost-Jerusalem begonnen wurde.
        Von den Osloer Vereinbarungen (Fanatiker auf israelischer und palästinensischer Seite stellten sich gegen die Verträge) konnte nur wenig umgesetzt werden.