Die historischen Gebäude sind entkernt, alle jüngeren Gebäude abgerissen worden - doch seit zwei Jahren ist nichts mehr auf dem Wachendorff-Areal geschehen. Foto: Redaktion

Im Rahmen der Aktivitäten des ForumGronau und unter Leitung von HD Haun hat der zweite Spaziergang durch das historische Gronau stattgefunden. Beide Male hatten sich mehr als 20 Teilnehmende aus dem Stadtteil selbst und auch aus umliegenden Stadtteilen eingefunden, Sonntag sogar bei reichlich Regen – ein deutliches Anzeichen für das bestehende Interesse, auch unter Nicht-Gronauern.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Forum Gronau. Text: Elvi Reudenbach

Sonntagvormittag trafen sich circa 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger, um an einem Spaziergang durch das alte Gronau teilzunehmen. Organisiert von HD Haun, der uns auf humorvolle Art und Weise die geschichtsträchtigen Gebäude und nun nicht mehr existenten Mühlen durch Fotos und geschichtliche Erläuterungen näher brachte. 

Wir trafen uns bei der Gaststätte Krein, heute bekannt als der „Alte Lindenhof” am Schlodderdicher Weg. Richtig eingestimmt wurden wir durch einen alten Brauch: Das „Pfingstsingen“, bei dem die „Pengsjonge” Pfingstsamstag durch die Straßen zogen (und hier und da auch noch ziehen), ihr Lied sangen und sich über Eier, Speck und Schnäppschen freuten, was dann am Abend zusammen verzehrt wurde.  

Ein Highlight war der Gang auf das Wachendorff-Gelände. Dort wurde der (vorhandene und nicht mehr vorhandene) Gebäudebestand bestaunt, hier wurden wir dann auch als Gehilfen für die Mühle „verpflichtet”. 

Heinz-D. Haun mit Teilnehmer:innen des Spaziergangs. Foto: E. Reudenbach

Ein Raunen ging durch die Gruppe, als Fotos und Zeichnungen der „Gaststätte am Kradepohl” gezeigt wurden, jetzt aber statt dessen der krasse Gegensatz in Gestalt der Auto-Waschanlage hier zu sehen ist.

Weiter ging’s vorbei am Wohnpark Gronau, an dessen Stelle früher der Schlachthof stand. Das stilvolle Gebäude stand schräg gegenüber der ehemaligen Gaststätte Klever (Sporthotel), die heute – frisch renoviert – als Mehrfamilienhaus genutzt wird. Als sportlicher Höhepunkt folgte der Aufstieg zum Bahndamm und dem still gelegten Gleis am „Hauptbahnhof Gronau”. 

Nachdem es noch Erläuterungen zu den prachtvollen Villen am Kopfende der Richard Zander Straße gab, kehrte ein Teil der Gruppe noch auf ein kühles Getränk bei Pascalina, Gaststätte Bützler, ein. Ein gelungener Ausflug, der das alte Gronau, schön bebildert, wieder nahe brachte.

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