Bei heißem Wetter ist jede Abkühlung willkommen, große Springbrunnen sind gut geeignet, die direkte Umgebung ein wenig runter zu kühlen. Zudem sind sie – nicht nur für Kinder – ein sozialer Treffpunkt. Über einen solchen großen Brunnen verfügt Bergisch Gladbach – doch leider liegt das „Waffeleisen“ schon lange trocken. Warum eigentlich?

Im Volksmund ist es das „Waffeleisen“, das sich in einem kreisrunden Becken auf dem Konrad-Adenauer-Platz auf und ab bewegt, von einem stetigen Wasserstrom angetrieben und kühle Fontänen ausstoßend. Offiziell ist es der Papierschöpfer-Brunnen, denn der Brunnen, 1980 vom Bildhauer Albert Sous geschaffen, bildet ein Büttenschöpfersieb aus den Anfängen der Papierherstellung nach.

Diese Beschreibung gehört allerdings der Vergangenheit an. Denn schon seit dem vergangenen Jahr steht der Brunnen still, das Becken ist leer, von Abkühlung keine Spur.

Auf Nachfrage erläutert die Stadtverwaltung die Hintergründe. Die Mechanik unter dem Brunnen sei ziemlich groß, ganz schön aufwendig und dann auch noch störanfällig – und derzeit defekt.

Eine hellblaue Illusion, staubtrocken. Foto: Redaktion

Die Welle für die Schwenkmechanik sei so abgenutzt, dass sie zu schlagen anfange. Zudem seien mehrere Düsen durch Vandalismus verstopft, dadurch setze sich die Pumpe immer wieder fest. Und schließlich seien Schweißarbeiten erforderlich.

Eine ganze Weile hatte die Verwaltung nach einem spezialisierten Fachunternehmen für die Reparatur gesucht, ohne Erfolg. Jetzt soll jedoch ein lokales Unternehmen mit der Instandsetzung der Mechanik beauftragt werden.

Es besteht also noch Hoffnung auf Abkühlung. Demnächst irgendwann.

Foto: Thomas Merkenich

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    1. Das ist relativ. Kommen Sie mal nach Refrath und sehen sich den sogenannten „Stadtbrunnen“ Nähe Peter-Bürling-Platz an. Dann wünschen Sie sich auf der Stelle so etwas „unglaublich Hässliches“ an diese Stelle.

  1. Wenn man den Gedanken der Nichtwartung dieses zentralen Brunnens konsequent weiterverfolgt, kann man zu dem Schluss kommen, dass es sinnvoll sein kann, auch die eh wenig schattenspendenden Bäume auf der Hauptstraße mit ihren zu viel kleinen Baumscheiben und dem aufbrechenden Pflaster rundherum (‚Eine Stadt im Aufbruch‘) abzuholzen. Dann hat man wenigstens einen ungetrübten Blick auf die hässlichen Fassaden. Und eine Menge mehr Platz für die Autopräsentation an den Aktionstagen. Hübsch häßlich haben wir es hier.

    1. Mit dem Konkurs von Zanders könnte man sich sowieso fragen, ob das “Waffeleisen” als Symbol der “Papierstadt Bergisch Gladbach” überhaupt noch taugt. Vielleicht sollte man mit diesem Teil der Stadtgeschichte abschließen und einen modernen, wartungsarmen Brunnen hinsetzen, der wenigstens funktioniert.

  2. Wie wäre es, dort stattdessen einen großen Baum zu pflanzen? Mit Beleuchtetung könnte dieser im Winter auch den Weihnachtsbaum ersetzen.