Zwischen Heidkamp und Lückerath besitzt Bergisch Gladbach mit dem Gelände der ehemaligen Dolomit-Grube Cox ein ganz besonderes Naherholungsgebiet, das aber vor allem ein ökologisch wertvoller Lebensraum ist. Daher bitten Stadt und Kreis die Besucherinnen und Besucher, sich an die Regeln für den Schutz der Artenvielfalt zu halten.

Wir veröffentlichen eine gemeinsame Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach und des Rheinisch-Bergischen Kreisen

Die Grube Cox, eine ehemalige Dolomit-Abbaufläche im Süden von Bergisch Gladbach, in der von 1969 bis 1985 hochwertiger Dolomit für die Glasindustrie abgebaut wurde, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem ökologisch besonders wertvollen Lebensraum entwickelt. Diese vom Menschen geschaffenen Landschaft ist seit 1996 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und stellt ein gelungenes Beispiel für Naturschutz aus 2. Hand dar.

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Eingebettet in eine vielfältige Kulturlandschaft und in direkter Nachbarschaft zu den weitläufigen, naturnahen Waldflächen, welche von der Stadt Bergisch Gladbach im letzten Jahr erworben werden konnten, ergänzt die Grube Cox ein bedeutendes Biotopverbundsystem in der Region.

Aufgrund ihrer strukturellen Vielfalt bietet die Fläche Rückzugsräume für seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten, darunter Arten wie dem Braunen Sandlaufkäfer, verschiedene Sandbienenarten, Ringelnatter, Zauneidechse und Fledermäuse.

Das von der Biologischen Station Rhein-Berg entwickelte Pflegekonzept sieht eine gezielte Erhaltung und Entwicklung dieser ökologisch wertvollen Strukturen vor – etwa durch die Pflege von Sandmagerrasen, dem Erhalt offener Bodenstellen und dem Freihalten der Steilhänge von Baumbewuchs. 

Regeln für den Schutz der Artenvielfalt

Die Grube Cox ist für Besucherinnen und Besucher zugänglich und lädt zur Naturbeobachtung und zum Erleben besonderer Landschaften ein. Spaziergänge auf den ausgewiesenen Wegen sind ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Hier finden sich auch Informationstafeln, auf denen die Besonderheiten des Gebietes erläutert werden.

Zum Schutz der hier lebenden Tiere und heimisch gewordener Pflanzen ist es aber strengstens verboten

  • die ausgezeichneten Wege zu verlassen, an den Hängen und Abbruchkanten zu klettern,
  • Pflanzen zu pflücken oder Tiere zu fangen,
  • Hunde freilaufend mitzuführen,
  • Müll abzulagern,
  • zu Grillen, Feuer zu machen oder
  • in den Gewässern zu baden.

Die Stadt Bergisch Gladbach, die untere Naturschutzbehörde und die Biologische Station bitten alle Besucherinnen und Besucher, die Regeln einzuhalten, um die empfindlichen Lebensräume nicht zu gefährden. Nur durch gegenseitige Rücksichtnahme kann dieser besondere Ort für künftige Generationen erhalten bleiben.

Bedeutung über die Grube hinaus

Durch ihre Lage in unmittelbarer Nähe zu den großen, historisch gewachsenen Waldflächen der Hardt und des Lerbacher Waldes stellt die Grube Cox ein wichtiges Bindeglied in einem ökologischen Netzwerk dar, das sowohl Lebensräume sichert als auch Wanderkorridore für Tierarten zum Bereich der Saaler Mühle und des Gierather Waldes ermöglicht.

Dieses Zusammenspiel zwischen offenem Gelände und geschlossenen Waldstrukturen macht das Gebiet besonders wertvoll für den regionalen Artenschutz.

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