Marcel Kreutz im Gespräch. Foto: SPD

Die Sicherheit der Schulwege beschäftigt viele Eltern und verdient höchste Aufmerksamkeit in der Verkehrspolitik – so sieht das Marcel Kreutz, Bürgermeisterkandidat von Grünen und SPD. Zum Start des neuen Schuljahres stellt Kreutz seine Leitlinien vor, mit denen Kinder sich sicher und selbstständig im Alltag bewegen können.

Wir veröffentlichen einen Beitrag vom Team Marcel Kreutz (Grüne/SPD)

Die aktuelle Lage in Bergisch Gladbach ist vielerorts von Gefahrenstellen geprägt: fehlende Fußgängerüberwege, unzureichend geschützte Radwege an Hauptstraßen, schlechte Beleuchtung sowie chaotische Situationen durch hektische „Elterntaxis“ vor Schulgebäuden. Besonders kritisch sind abrupt endende Radwege oder Führungen dicht an parkenden Autos.

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„Die Selbstständigkeit unserer Kinder im Straßenverkehr ist ein wichtiger Entwicklungsschritt, den unsere Infrastruktur unterstützen muss – nicht behindern“, erklärt Marcel Kreutz, Kandidat von SPD und Grünen für die Wahl des Bürgermeisters. „Jedes Kind soll sicher mit dem Verkehrsmittel seiner Wahl zur Schule kommen: zu Fuß, mit dem Fahrrad, Roller oder E-Roller sowie mit Bus und Bahn. Die Sicherheit unserer Kinder hat für mich höchste Priorität.“

Im Mittelpunkt stehen dabei klare Schwerpunkte: Gefahrenstellen systematisch erkennen und entschärfen, sichere Querungsmöglichkeiten schaffen, durchgängige und geschützte Radwege fördern sowie Bereiche vor Schulen beruhigen. Die Förderung der Verkehrsmittel soll sich an der tatsächlichen Nutzung durch Schülerinnen und Schüler orientieren – für mehr Verkehrsgerechtigkeit.

„Davon profitieren nicht nur die Kinder“, so Kreutz weiter. „Auch Eltern werden entlastet, wenn ihre Kinder selbstständig und sicher ankommen. Gleichzeitig senken wir das Unfallrisiko und stärken eine nachhaltige, ausgewogene Mobilität in unserer Stadt.“

Als Ergänzung kündigt Kreutz an, den Dialog zu intensivieren: „Ich will regelmäßig mit Schulen und Eltern direkt vor Ort sprechen, um gemeinsam zu prüfen, wie wir auch mit kleinen Eingriffen schnell spürbare Verbesserungen erreichen – zum Beispiel durch die Umstellung von Ampelphasen wie in Moitzfeld.“

Besonders gefährliche Stellen sollen dabei zuerst in den Blick genommen und in enger Zusammenarbeit mit Schulen, Elternvertretungen und lokalen Verkehrsinitiativen priorisiert werden.

Hier werden gemeinsame Pressemitteilung von Bündnis 90 / Die Grünen und der SPD in Bergisch Gladbach veröffentlicht.

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  1. Herr Kreutz setzt grundsätzlich die richtigen Themen. Mir fehlt allerdings zur Lösung des Elterntaxiproblems vor Grundschulen ein klares Bekenntnis zu Schulstraßen.

  2. Die Sicherheit der Schulwege (… Sicherheit der Schüler…) verdient nicht nur, sondern erfordert sogar höchste Aufmerksamkeit! Von daher begrüße ich es sehr, dass sich dies Herr Marcel Kreutz als neuer Bürgermeister zur Chefsache machen möchte.

    Ich darf ein Beispiel aufzeigen: Die Schule im Kleefeld (Hauptschule und Realschule) wird Morgens und Mittags durch eine hohe Anzahl von Elterntaxis angefahren, alle in große Eile! Die Straße “Im Kleefeld” ist eine Sackgasse und endet nach ca. 150m an einem Wendehammer, was bedeutet, dass ankommende Fahrzeuge den wegfahrenden begegnen, was regelmäßig für Stau, Hupen, Schimpfen und Pöbeln sorgt. Dazwischen Schülergruppen als Fußgänger, mit dem Scooter oder Fahrrad, und nicht zu vergessen der Schulbus…

    Ich frage, ob sich diese Eltern dessen bewusst sind, ihre eigenen Kinder zu gefährden? Wie wäre es, die Schüler an der Ecke Reuterstraße/Im Kleefeld aus dem Auto zu lassen? Wären 150m Fußweg zumutbar? Wie wäre es mit einer Einbahnstraßenregegelung über den Gerstenschlag zur Alten Wipperfürther Straße? Wäre es nicht angeraten, mit einer Lösung nicht bis zum ersten schweren Unfall zu warten?

  3. Nicht zu vergessen: Straßen werden entlastet, wenn mehr Kinder/ Jugendliche zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule kommen – und zwar genau im morgendlichen Berufsverkehr. Davon profitieren auch diejenigen, die tatsächlich keine Alternative haben und aufs Auto angewiesen sind.

    Es wäre toll, wenn das Thema “sichere Schulwege” endlich zur Chefsache würde!
    Darüber geredet wird schon seit einigen Jahren – aber spürbar verbessert hat sich nichts. Die wenigen umgesetzten Maßnahmen sind halbherzig und nicht zu Ende gedacht: An der Wipperfürther Straße wurden 300 m Bürgersteig (inkl. Radweg) saniert und verbreitert – im Anschluss geht es wieder auf die alte, schmale Hoppelpiste (oder auf die Fahrbahn). Auch fehlt ein sicherer Übergang, um den neuen Weg überhaupt zu erreichen.

    Nebenbei: Wer Radfahrenden vorwirft, rote Ampeln zu missachten, sollte vielleicht dafür sorgen, dass Ampeln für Fahrräder überhaupt jemals ‘grün’ werden. Das ist bei vielen “Lichtsignalanlagen” im Stadtgebiet nicht der Fall.

  4. Meine Herren (ob “DS” auch einer ein solcher ist, egal),
    Ihre Anregungen und Beschwerden in allen Ehren, aber sie sind zu einseitig. Sie plädieren für sicher Schulwege – richtig – Sie fordern besseren Schutz für Radfahrer und Fußgänger – richtig – Sie setzen nur die Autofahrer wie üblich in die böse Ecke – falsch! Nur wer den Gesamtverkehr mit den 3 Gruppen Fußgänger, Radfahrer, MIV ganzheitlich behandelt, wird wirklich Erfolg haben. Warum ignorieren oder erwähnen nicht mal die Radfahrer, die
    – bei Rot über Ampeln fahren
    – Fußgängerüberwege fahrend nutzen statt abzusteigen, wie es das Gesetz will
    – in Fußgängerzonen rücksichtslos schnell und verboten fahren
    – Straße statt Radweg verbotenerweise nutzen
    Nein, immer druff auf die Autos. man ist sich ja mit anderen einig, auch, wenn das Problem mehrseitig ist.

    1. Selbst bei Ihrem Lieblingsthema sind Sie nicht ganz sattelfest. Bei den Rotlichtverstößen und bei der verbotenen Nutzung von Fußgängerzonen bzw. beim Rücksichtnahmegebot, wenn die Mitnutzung erlaubt ist, haben Sie zweifellos Recht.

      Jedoch trifft es nicht zu, dass Fußgängerüberwege von Radfahrern nicht fahrend genutzt werden dürfen. Sie haben dort bloß nicht denselben Vorrang wie Fußgänger, solange sie ihr Rad nicht schieben. Das ist Ihnen in der Vergangenheit aber auch schon mehrfach erklärt worden.

      Bei der Fahrbahnnutzung durch Radfahrer werden Sie in ganz GL wohl nur sehr wenige Strecken finden, wo Radwege benutzungspflichtig sind. Überall, wo kein blaues Schild mit Fahrradsymbol steht, ist die Benutzung der Radwege (soweit vorhanden) freiwillig und die Fahrbahnnutzung erlaubt. Das Problem ist also sehr gering, Verstöße dort auch ausgesprochen selten. Es kommt weit häufiger vor, dass Gehwege zum Radfahren genutzt werden – das ist eine echte Pest, wird aber von Autofahrern in aller Regel sehr großzügig toleriert, wenn nicht gar begrüßt.

      1. “setzen nur die Autofahrer wie üblich in die böse Ecke”
        Wir sollten Herrn Havermann nicht zu hart angehen.
        Sonst schließt er sich noch dem Spaziergänger-Trüppchen – angeführt durch Herrn Schoepf (AfD) mit Bananen-Flagge – an.
        Dieser hat als Begründung für sein merkwürdiges Tun immerhin auch angegeben, “wie ein Aussätziger” behandelt worden zu sein.

  5. Die Fußgänger Ampel,
    beim TÜV müsste überprüft werden.

    Immer wieder Abbieger die bei Rot abbiegen.

    Ich selber bin schon mehrfach fast angefahren worden.

    Die Abbieger warten bis der Hauptverkehr anhält und fahren dann mit Vorsatz bei Rot schnell noch um die Ecke.
    Das geschieht regelmäßig.
    An beiden Einmündungen.

  6. Mehr Sicherheit zum Nulltarif bekämen wir für unsere Kinder schon, wenn endlich die wohnortnahe Schulplatzvergabe an weiterführenden Schulen umgesetzt werden würde. Nicht einmal an Grundschulen hat es dieses Jahr geklappt. Der Dauerbrenner Fussgänger und Radfahrer besser vor Autofahrern zu schützen, würde selbstverständlich auch helfen. Dauert aber erfahrungsgemäß lange und ist teuer.

  7. Ich denke Marcel Kreutz ist sich bewusst, was “sichere Schulwege für alle” bedeuten würde, daher bin ich ein bisschen verärgert über die Worthülsen, die im Beitrag stehen. Mein Sohn geht seit vorgestern in die 5. Klasse und hat einen Schulweg von rund 5km – da ist es mit ein paar Ampelschaltungen und Dialog nicht getan. Kinder bewegen sich über weite Strecken durch die Stadt und wollen das – so wie mein Sohn und einige seiner Freunde – selbstbestimmt tun. Aus Sicherheitsbedenken nehmen sie nun einen Umweg über zum Teil unbefestigte Waldwege in Kauf, um mit dem Rad in die Schule zu kommen. Aber auch dort gibt es viele Gefahrenstellen. Wo nicht ausdrücklich die Benutzung freigegeben ist, müssten sie mit ihren Rädern auf der Straße fahren, doch an einigen Stellen ist es so gefährlich, dass sie auf den Fußweg ausweichen. Dort kommt es dann sowohl zu Konflikten mit dem Fußverkehr als auch zu gefährlichen Situationen an Ausfahrten.

    Was es bräuchte sind sichere Radwege auch an Hauptverkehrsachsen, echte Fahrradstraßen auf den Nebenstrecken und umfassende Parkverbote. (Es ist absurd, wie man mit den Kindern durch Einfamilienhaussiedlungen fährt und man ständig im Slalom um das abgestellte Blech fahren muss, während alle Häuser Garagen und Hofauffahrten haben.) Dazu natürlich eine Stärkung des ÖPNV und sichere Fußwege. Wenn man da nicht bereit, dem privilegierten motorisierten Individualverkehr an eben jene Privilegien zu gehen, sollte man sich die schönen Worte sparen.