Integrationsratsvorsitzender Redouan Tollih. Foto: Thomas Merkenich

Am 14. September wird neben Bürgermeister, Stadtrat, Landrat und Kreistag auch der Integrationsrat in Bergisch Gladbach neu gewählt. Wahlberechtigt sind Menschen mit internationaler Familiengeschichte. Der bisherige Integrationsrat zieht eine Bilanz seiner fünfjährigen Amtszeit und appelliert an alle Wahlberechtigten, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung des Integrationsrats

Am 14. September 2025 sind die Bürgerinnen und Bürger in Bergisch Gladbach und im Rheinisch-Bergischen Kreis aufgerufen, bei den Kommunalwahlen den Stadtrat und den Kreistag sowie die Bürgermeisterin oder den Bürgermeister und die Landrätin oder den Landrat zu wählen.

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Zugleich entscheiden in Bergisch Gladbach, Burscheid und Leichlingen alle Menschen mit internationaler Familiengeschichte über die Zusammensetzung des Integrationsrates – der kommunalen Vertretung für Vielfalt, Teilhabe und unser Zusammenleben.

Der Vorsitzende des Integrationsrates Bergisch Gladbach, Redouan Tollih, erklärte:

„Demokratie beginnt vor Ort. Die Kommunal- und Integrationsratswahlen sind eine wichtige Gelegenheit, die Zukunft unserer Stadt aktiv mitzugestalten. Sie betreffen Themen, die unser tägliches Leben unmittelbar berühren – von Bildung und Kinderbetreuung über Mobilität bis hin zu Fragen des sozialen Zusammenhalts. Eine starke Demokratie lebt von Beteiligung – und jede Stimme zählt.“

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Wer den Integrationsrat wählen darf

Vor der Wahl des Integrationsrats am 14. September sind verschiedene Angaben im Umlauf, wer daran teilnehmen darf. Grundsätzlich sind das alle Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die seit wenigstens einem Jahr in Deutschland leben. Dazu gehören auch Geflüchtete aus der Ukraine. Ausgenommen sind nur Asylbewerber. Wir klären die Lage – in diversen Sprachen.

Die Integrationsräte sind die politische Stimme aller Menschen mit internationaler Familiengeschichte in den Kommunen – egal ob erst vor Kurzem eingewandert oder schon seit Jahrzehnten in Deutschland. Sie stellen sicher, dass Perspektiven Gehör finden, die sonst in der Kommunalpolitik oft übersehen werden. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Integration, sondern um Chancengerechtigkeit, Potenzialentfaltung und den klaren Einsatz gegen Rassismus und Diskriminierung.

Amtszeit des Gremiums endet

Am 3. September 2025 hat der bisherige Integrationsrat Bergisch Gladbach seine letzte Sitzung in dieser Wahlperiode abgehalten. Damit endet eine fünfjährige Amtszeit, in der das Gremium kontinuierlich für mehr Teilhabe, Vielfalt und ein respektvolles Zusammenleben eingetreten ist.

Der Vorsitzende Redouan Tollih dankte allen Mitgliedern und Stellvertretungen für ihr großes ehrenamtliches Engagement. Sie hätten in den vergangenen fünf Jahren mit Herz, Kompetenz und Durchhaltevermögen wichtige Impulse für Bergisch Gladbach gesetzt.

Rückblick auf zentrale Erfolge 2020–2025

  • Erinnerungskultur stärken: Initiative NSU-Mahnmal 10+1 Bäume, Radsternfahrt nach Solingen in Erinnerung an die Opfer des Brandanschlags auf die Familie Genç.
  • Demokratie & Teilhabe fördern: Einführung von Einbürgerungsfeiern als fester Bestandteil der Stadt; politische Bildungsprojekte an Schulen („Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“, „EU on Tour“).
  • Zusammenhalt & Vielfalt ausbauen: Aufbau des Bündnisses gegen Rassismus und für Vielfalt (35 Organisationen); Koordination der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2025 mit rund 20 Veranstaltungen.
  • Öffentlichkeitsarbeit & Dialog intensivieren: Informationsstände bei Stadt- und Kulturfest sowie beim Festival für Europa und Demokratie; Film- & Diskussionsreihen; Kooperation beim Filmfestival Nahaufnahme; regelmäßige Sprechstunden und Austausch mit Migrantenorganisationen.
  • Projekte fördern: Unterstützung zahlreicher Initiativen, darunter der Friedenstag an der IGP, MiKibU, das Apfelblütenfest sowie Sprachförderprogramme an Grundschulen.

Zum Ausblick auf die bevorstehenden Wahlen am 14. September betonte der Vorsitzende: 

„Lassen Sie uns diese Erfolge fortführen, bestehende Strukturen festigen, neue Impulse setzen und gemeinsam für ein offenes, vielfältiges und demokratisches Bergisch Gladbach eintreten.

Ob im Wahllokal oder per Briefwahl: Jede Stimme stärkt unsere Demokratie. Sprechen Sie mit Familie, Freundeskreis und Kolleginnen und Kollegen – und ermutigen Sie alle, ihre Stimme abzugeben.“

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