Foto: Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt

Mit dem Fußballturnier „Kicken gegen Rassismus – für Vielfalt, Respekt und Chancengleichheit“ sind die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 am Sonntag zu Ende gegangen. Nach rund 30 vielfältigen Veranstaltungen setzten die Stadt und zahlreiche Akteur:innen der Stadtgesellschaft einen gemeinsamen sportlichen Schlusspunkt – in 36 Spielen ganz ohne Schiedsrichter.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt

Das diesjährige bundesweite Motto „100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ trägt angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen beson-dere Dringlichkeit. Auch in Bergisch Gladbach sollte damit ein klares gemeinsames Zeichen für Menschenrechte, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt gesetzt werden. 

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Das Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt in Bergisch Gladbach hatte unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Marcel Kreutz gemeinsam mit zahlreichen Bündnis- und Kooperationspartnern ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Ziel war es, in unterschiedlichen Formaten deutlich zu machen, dass in unserer Stadt kein Platz für Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, antimuslimischen Rassismus, Rechtsextremismus und jede andere Form von Menschenfeindlichkeit ist.

Sport verbindet Menschen 

Als sportlicher Höhepunkt und Abschluss fand am Sonntag in der Sporthalle am Stadion das Fußballturnier „Kicken gegen Rassismus“ statt. Denn gerade der Sport verbindet Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensgeschichte. Fair Play, Respekt und Zusammenhalt gelten nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im gesellschaftlichen Zusammenleben. 

Insgesamt fanden sich neun Teams in der Sporthalle am Stadion zusammen, um gemeinsam ein Zeichen für Fairness, Zusammenhalt und gegen Rassismus zu setzen. Rund 140 Spielerinnen und Spieler aus den teilnehmenden Teams sowie zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für eine gute Stimmung und ein starkes Zeichen der Vielfalt. Am Rande des Spielfeldes wurde von GL Service für das leibliche Wohl sowie für Getränke gesorgt. 

Das Siegerteam von der IGMG. Foto: Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt

„Unser Fair-Play-Turnier mit bewusst schiedsrichterlosen Spielen hat ein Zeichen gesetzt – für sportlich fairen Wettkampf und für ein friedliches Miteinander in unserer Stadt. Neun Teams mit Spielerinnen und Spielern unterschiedlicher Nationalitäten, Hautfarben und Religionszugehörigkeiten haben in 36 Spielen gemeinsam fair und respektvoll um den Turniersieg gespielt“, so Robert Wagner von FAIReinskultur. 

Teilgenommen haben die Abou-Bakr-Moschee/Islamische Gemeinde mit zwei Teams, GL Service, die IGMG, ein syrisches Team, die SPD, Guinea United, das Special Team des SV 09 sowie ein Team des Bündnisses gegen Rassismus und für Vielfalt mit Teilnehmenden verschiedener Bündnispartner. 

Nach vielen fairen und spannenden Spielen errang die IGMG Bergisch Gladbach e. V. unter den Augen von Bürgermeister Marcel Kreutz den Turniersieg. „Dieser war fast nachrangig gegenüber dem Harmonischen, Friedfertigen und Verbindenden auf und neben dem Feld beim gemeinsamen Kicken“, so Dettlef Rockenberg vom Bündnis. 

Foto: Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt

„Wir haben bewusst auf Pokale und Medaillen verzichtet und stattdessen allen teilnehmenden Teams die neuen Symbolfahnen ‚Bergisch Gladbach – kein Platz für Rassismus‘ übergeben. Sie stehen sichtbar für das, wofür dieses Turnier stand: Haltung zeigen und gemeinsam gegen Rassismus eintreten“, erklärt Redouan Tollih vom Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration. 

Die Fahnen sind Teil einer Initiative des Bündnismitglieds „Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt“. Sie setzen ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus im Stadtbild – inzwischen auch am Rathaus. 

„Ein besonderer Dank gilt allen Engagierten, Ehrenamtlichen sowie Bündnis- und Kooperationspartnern, die die Internationalen Wochen gegen Rassismus und das Fußballturnier mög-lich gemacht haben. Auch über die Aktionswochen hinaus setzen wir uns weiterhin für ein respektvolles und diskriminierungsfreies Zusammenleben in Bergisch Gladbach ein. Das Tur-nier hat eindrucksvoll gezeigt, wie Vielfalt im Alltag gelebt werden kann – auf und neben dem Spielfeld“, so Dettlef Rockenberg vom Bündnis. 

Hintergrund: Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden jährlich im März statt und sind eine Ini-tiative des Deutschen Instituts für Menschenrechte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerorganisationen und Kommunen. Ziel der Wochen ist es, weltweit auf die Bedeutung des vielfältigen Antirassismus hinzuweisen und die Werte von Gleichheit und Menschenwürde zu fördern. Nähere Informationen zu den bundesweiten „Internationale Wochen gegen Rassismus“ sind hier erhältlich

Das informelle Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt, gegründet 2024 auf Initiative des damaligen Integrationsrates – heute Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI), vereint inzwischen mehr als 30 soziale, kirchliche und politische Organisationen aus Bergisch Gladbach.

Es setzt sich ein für ein offenes, vielfältiges und solidarisches Zusammenleben in unserer Stadt. Zu seinen konkreten Aufgaben gehören unter anderem die Information, Aufklärung und Sensibilisierung zum Thema Rassismus und jeglicher Form von 

Ausgrenzung, die Umsetzung von Projekten und Maßnahmen, die ein starkes Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen sowie die Förderung interkultureller Begegnungen. 

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