Die nationalsozialistischen Symbole wurden unkennntlich gemacht. Foto: Privat

Mehr als 20 Bäume sind im Wald an der Voiswinkler Straße mit Hakenkreuzen und Runen verunstaltet worden. Von einer aufmerksamen Bürgerin alarmiert schritt jetzt der Revierförster zur Tat, um die verbotenen nationalsozialistischen Zeichen zu entfernen.

Sie hätten schon früher auffallen können, die zahlreichen Hakenkreuze und Runen, die in vielen Bäumen im Wald am Friedhof in Schildgen eingeritzt worden waren. Offenbar vor längerer Zeit, denn die Narben waren bereits verwachsen.

Erst jetzt wurde eine Spaziergängerin darauf aufmerksam – und stieß auf einen Baum nach den anderen. Sie informierte den Revierförster. Da sich der Wald im Eigentum des Landes NRW befindet, konnte das Landesbetrieb Forst und Wald rasch handeln.

An insgesamt 22 Bäumen wurden die verbotenen rechtsextremen Symbole entfernt. Sie wurden vorsichtig abgeschliffen, um die Nazi-Zeichen unkenntlich zu machen, ohne die Bäume weiter zu beschädigen.

Außerdem wurde Anzeige erstattet; der Staatsschutz ermittelt gegen Unbekannt.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Schockierend an der Nachricht ist, wieviele Menschen tage-, wochen-, monatelang an den verfassungsrechtlich verbotenen Zeichen vorbeigegangen sind. Sie akzeptiert haben. Zu bequem waren, diese anzuzeigen. Bis eine engagierte Person sich dagegenstellt.

    Was für ein Sinnbild für unsere gesamte Gesellschaft. Was für ein überzeugendes Argument für ein Verbot von extremen Parteien!

    Laut Studien sind 5-8% der Menschen in Deutschland extrem eingestellt.

    Wer die AfD wählt lässt zu, dass diese Partei größer wird und unterstützt sie. So wird die Partei bedeutender, als sie eigentlich wäre.

    Wenn wir ein Zeichen, das verfassungsrechtlich verboten ist, sofort anzeigen oder unkenntlich machen, wäre das ein gutes Zeichen für die Demokratie. Um die Demokratie zu beschützen, brauchen wir auch die Menschen, die bislang bequem an einem Hakenkreuz im Wald vorbei gegangen sind und dachten – das betrifft mich nicht! Schweigen bedeutet auch Zustimmung!
    Vielleicht betrifft es Dich jetzt (noch) nicht – aber worauf wartest Du?

  2. Ich war heute auch bei der Kripo und habe die ca. 70 mit Hakenkreuzen verschandelten Bäume, aus dem angrenzenden Waldgebiet angezeigt. Das scheint zum Glück aber alles sehr alt zu sein. Ein Spaziergänger meinte, diese wäre schon seit Jahrzehnten dort.

    1. Zuständiger Ansprechpartner ist das Regionalforstamt Bergisches Land – Abteilung Hoheit. Unabhängig davon, wie alt diese Zeichen sind, sind sie Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Sie anzubringen ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die mit einer Haftstrafe bis zu 3 Jahren bestraft werden kann. Zugleich liegt in diesem Fall auch Sachbeschädigung vor. Wie gut, dass Sie Anzeige erstattet haben! Es macht keinen Spaß, in einem solchen Wald zu spazieren.

  3. Wieder ein Grund mehr, Jugendlichen eine Infrastruktur anzubieten, welche verhindert, dass sie zu Opfern von Rattenfängern der Ewiggestrigen werden.
    Wer das nicht auf dem Schirm hat, wird sich eines Tages wundern, dass es auch die Versäumnisse sind, welche unsere Demokratie unterhöhlen.

    Rechtspopulistennachwuchs wieder zu demokratischen Werten zurück zu holen, wird unmöglich sein. Aus Kassensicht betrachtet bekommen die Folgekosten für den Demokratieerhalt eine Dimension, welche die Aufwandskosten für den Erhalt des Q1 für die Pfadfinder als “Peanuts” erscheinen lassen.

    Auf Klardeutsch: “Wehret den Anfängen!”

    Fürwahr kein leichter Job für die Stadtpolitik – aber diesen hatte ja vor der Wahl auch niemand versprochen.

    MfG Dieter Richter (75), Bergisch Gladbach

    1. Ich komme ursprünglich aus Schildgen und diese Sachen sind schon viele Jahre in sehr vielen Bäumen (leider). Warum das jetzt in den Kontext mit Jugendlichen gebracht wird, erschließt sich mir nicht so ganz.

      Grundsätzliche sollte die Jugendarbeit natürlich deutlich besser gefördert werden.

      1. #Stefan W. Mir war nicht bekannt, dass es sich bei den Hakenkreuzen und Runen um alte Verunzierungen handelte, wie bei den aktuellen Schmierereien vor dem Büro der Linken Jugend. Hier lag ja ein Bekennerschreiben der rechtradikalen Jugendorganisation “III. Weg” vor.

        Vielleicht wissen Sie ja auch, dass die Rechtpopulisten eine sehr aktive Nachwuchsarbeit betreiben. Vor allem frustrierten Jugendlichen, welchen von der Gesellschaft keine Treffpunkte angeboten werden, fühlen sich dann angezogen. Daher halte ich den derzeitigen Umgang mit z.B. den Pfadfindern für ausgesprochen kurzsichtig.

        Die Jugendlichen brauchen für ihre Entwicklung eine Plattform, auf der sie sich außerhalb von Schule oder “elitären” Angeboten wie Sport und Musik, mit Gleichaltrigen treffen können. Ich hoffe, Sie verstehen jetzt den Bezug.
        MfG Dieter Richter

      2. @Herr Richter

        Klarstellung:
        Es handelt sich um die Geschäftsstelle der Linken, in der die Linksjugend tagt. Zudem gibt es meiner Kenntniss nach kein Bekennerschreiben. Die „Besucher“ haben sich mit Symbolen des „3. Weges“ sowie Aussagen zu erkennen gegeben

        Mit freundlichen Grüßen
        Iwona Winterscheid
        Ko-Kreissprecherin der Linken RBK

    2. Ich mag die ausgeuferte Kriminalität nicht. Gerade NRW ist für mich zum No Go Land geworden ; den meisten Menschen gefallen aber anscheinend die vielen Messerstecher in NRW (?)

      1. Nein, natürlich gefällt das keinem. Aber soll man jetzt ALLE jungen Männer unter 21 (meines Wissens als Haupttätergruppe genannt) deswegen unter Generalverdacht stellen? Oder Angst vor denen allen haben? Wegen ein paar Ausgerasteten? Nö.

        Außerdem sind das keine organisierten kriminellen und gewaltbereiten Gruppen wie der III. Weg und viele andere rechtsradikale Banden, die nur darauf (Tag X) warten, hier als Höckes u.a. Hilfspolizei loszuschlagen.

        Dann wird hier aber so RICHTIG die Post abgehen.