Der neu gewählte Vorstand des Stadtjugendrings (von links): Jakob Franssen, Philipp Hintz, Inaya Zähl, Janis Reinhold, Ayad Al Rubaiee. Foto: Stadtjugendring

Jugendverbände aus Bergisch Gladbach haben einen gemeinsamen Stadtjugendring gegründet. Neben dem Austausch untereinander soll das dieser die Jugendverbandsarbeit in der Stadt stärken. Als Gesamtvertreter tritt das neue Gremium jugendpolitisch gegenüber Stadt und Kommunalpolitik auf. 

15 Bergisch Gladbacher Jugendverbände haben sich zu einem Stadtjugendring zusammengeschlossen. Bei der Gründungsversammlung Anfang der Woche im Gebäude des Q1 wählten die Mitglieder einen Vorstand und verabschiedeten eine Satzung. Der Stadtjugendring ist künftig mit einem beratenden Sitz im Jugendhilfeausschuss vertreten. 

Ziel des stadtweiten und überparteilichen Jugendrings ist die Stärkung der Jugendverbandsarbeit. „Wir wollen als gemeinsame starke Stimme der Jugend auftreten – gegenüber der Stadt und der Lokalpolitik“, sagte Janis Reinhold, frisch gewählter 1. Vorsitzender des Stadtjugendrings. „Uns ist es wichtig, von Beginn an Kinder und Jugendliche aus Bergisch Gladbach auch politisch zu vertreten.“ 

Austausch verstärken

Bergisch Gladbach habe eine bunte und vielfältige Kultur an Kinder- und Jugendverbänden. Doch bislang habe der Austausch untereinander gefehlt. „Darauf richten wir nun unser Augenmerk“, so Reinhold. 

Neben Mitgliedern der lokalen, nicht parteipolitischen Jugendgruppen war bei der Gründungsversammlung auch Bürgermeister Marcel Kreutz anwesend sowie Vertreter:innen von SPD, Grünen und Linken und aus der Stadtverwaltung. Kreutz richtete einige Worte an die Anwesenden, lobte die Jugendarbeit in der Stadt und das Engagement, sich nun politisch zusammenzuschließen.

Neben dem 1. Vorsitzenden Janis Reinhold (Bund deutscher Pfadfinder, Stamm Folke Bernadotte) wurden Jakob Franssen (Messdiener St. Laurentius) als Stellvertreter sowie Philipp Hintz (Christlicher Verein Junger Menschen – CVJM) und Inaya Zähl (Messdiener St. Laurentius) als Beisitzer:in und Ayad Al Rubaiee (evangelische Jugend Schildgen) als Kassenwart gewählt.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Ich freue mich auf gute , konstruktive Zusammenarbeit und das Ringen um die besten Lösungen und Ideen für die Kinder und Jugendlichen aus unserer Stadt.
    Herzliche Grüße
    Brigitta Opiela
    Ausschussvorsitzende des JHA

  2. Die Gründung eines Stadtjugendrings kann grundsätzlich ein guter Schritt sein. Wer allerdings den Anspruch formuliert, eine „starke Stimme der Jugend“ in Bergisch Gladbach zu sein, muss sich auch an diesem Anspruch messen lassen.

    Beim Blick auf die beteiligten Strukturen entsteht jedoch der Eindruck, dass vor allem innerstädtische und kirchlich geprägte Organisationen vertreten sind. Jugendvereine und Initiativen aus Stadtteilen wie Bensberg, Refrath, Herkenrath, Moitzfeld oder Schildgen tauchen dagegen kaum auf. Dabei lebt ein großer Teil der Jugendlichen genau dort. Bergisch Gladbach hat über 110.000 Einwohner, darunter mehr als 26.000 junge Menschen unter 25 Jahren. Diese Jugendlichen kommen aus sehr unterschiedlichen sozialen, kulturellen und räumlichen Kontexten – und genau diese Vielfalt müsste sich auch in einem Stadtjugendring widerspiegeln.

    Auffällig ist außerdem ein Widerspruch zwischen Darstellung und Satzung. Im Artikel wird von „Überparteilichkeit“ gesprochen. In der Satzung (§3) steht jedoch ausdrücklich, der Stadtjugendring sei „parteipolitisch und religiös neutral“. Das ist ein erheblicher Unterschied. Überparteilichkeit bedeutet normalerweise Offenheit gegenüber unterschiedlichen demokratischen politischen Strömungen. Neutralität kann hingegen schnell so ausgelegt werden, dass parteipolitisch organisierte Jugendliche gar nicht erst beteiligt werden sollen.

    Damit stellt sich eine berechtigte Frage:
    Wenn Mitglieder nicht parteipolitisch organisiert sein dürfen, wie passt das dann zu dem Anspruch, Interessen junger Menschen auch gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten? Politische Jugendverbände gehören nun einmal zur demokratischen Jugendlandschaft. Wer sie kategorisch außen vor lässt, schließt bewusst einen Teil politisch engagierter junger Menschen aus.

    Hinzu kommt die Zusammensetzung des Vorstands, die – soweit erkennbar – überwiegend aus Vertreterinnen und Vertretern evangelischer oder katholischer Gemeinden besteht. Daran ist zunächst nichts falsch. Problematisch wird es aber dann, wenn eine solche Zusammensetzung gleichzeitig den Anspruch erhebt, die gesamte Jugend dieser Stadt zu repräsentieren. Bergisch Gladbach ist gesellschaftlich deutlich vielfältiger – religiös, kulturell, sozial und politisch.

    Gerade mit Blick auf §3 der eigenen Satzung, der Diversität, Gleichbehandlung und die vorurteilsfreie Begegnung junger Menschen betont, stellt sich daher die Frage, ob diese Vielfalt aktuell tatsächlich abgebildet wird.

    Ein Stadtjugendring kann eine wichtige Rolle spielen. Aber eine wirklich starke Stimme der Jugend entsteht nicht dadurch, dass ein relativ kleiner Kreis diesen Anspruch formuliert – sondern dadurch, dass möglichst viele unterschiedliche Jugendstrukturen tatsächlich beteiligt sind.

    Im Moment wirkt es eher so, als wolle ein Teil der Jugendlandschaft für alle sprechen. Ob das langfristig Vertrauen bei den Jugendlichen in ganz Bergisch Gladbach schafft, darf zumindest hinterfragt werden.

    1. Lieber Luca,

      eingangs möchte ich kurz festhalten, dass wir gerade frisch in Gründung sind und herzlich neue Mitgliedsorganisationen willkommen heißen. Unsere mediale Präsenz soll vor allem dazu beitragen. Es war sehr mühselig, 15 Organisationen zum Gründungstreffen beisammen zu bekommen, unter anderem eben, weil die Jugendarbeit so vielfältig ist. Aber eben auch, weil sie bislang nur schlecht vernetzt ist. Ich rede dabei von hunderten versandten Mails, an vorwiegend händisch recherchierte Adressen und dutzende “Wer kennt jemanden der … kennt”- oder “Bitte teilt das an alle”-Nachrichten. Die Jugendarbeit war bislang einfach nicht gut vernetzt und präsent und wir sind auch niemandem böse, der sich (noch) nicht engagiert hat und sich den Braten erst einmal anschaut. Daher auch der recht zügige Schritt, den Stadtjugendring zu gründen, um einfach anzufangen.
      Daher finde ich es sinnvoll, diesen Anspruch in einiger Zeit zu überprüfen, wenn wir die Gelegenheit uns Bekanntheit haben, diesen realistisch zu erfüllen.

      Zu ein paar Punkten versuche ich, etwas mehr Klarheit zu schaffen:
      “Überparteilich” ist keine Selbstzuschreibung, sondern kommt von der Redaktion. Wie du schon anmerktest, ist in der Satzung von “neutral” zu lesen. Dies ist die gängige Formulierung die Stadtjugendringe und aus der Mustersatzung des Landesjugendring NRW übernommen. Die politische Neutralität ist rechtlich auch wichtig für die Anerkennung und Gemeinnützigkeit, es ist eben keine politische Organisation.

      Mitglieder im Stadtjugendring können keine natürlichen Personen (Menschen) sondern nur Organisationen werden. Delegierte und Vorstandsmitglieder dürfen natürlich politisch aktiv und Parteimitglieder sein; ich finde es aus Gründen der Transparenz aber gut, dies offen zu kommunizieren. Politische Parteien sind explizit aus der Mitgliedschaft ausgeschlossen; auch das ist gängige Praxis. Ein wesentlicher Grund ist, dass politische Parteien bereits in der Politik vertreten sind und wir ja gerade für die Jugendlichen gegenüber der Politik auftreten möchten (vielleicht manchmal auch “gegen”, wenn wir nicht einverstanden sind). Zudem hat die Arbeit der Jugendorganisationen der Parteien einen anderen Hauptanspruch (Politik und Wahlen) als die freien Träger (Wohl der Jugend). Kurz: Wir vertreten die Jugendorganisationen und nicht originär/generell politische Positionen.

      Zu den Stadtteilen: Auch hier liegt noch Arbeit und Potenzial vor uns. Ich möchte anmerken, dass bei der Gründung aus allen genannten Stadtteilen Organisationen dabei waren, die dort einen Schwerpunkt haben, Herkenrath vielleicht ausgeschlossen. Wie immer: Her mit den Kontaktdaten oder am besten direkt die Leute vor Ort überzeugen, mitzumachen!

      Zum Thema Vielfalt und Religion habe ich bereits kommentiert und damit bereits das für mich wesentliche geschrieben. Die Skepsis ist nachvollziehbar und wir können aktuell nur im ein wenig Vertrauen bitten. Ich kann soweit versichern, dass die Motivation des Vorstands ehrlich ist.

      Zuletzt möchte ich kurz darauf hinweisen, wie beispielsweise aktuell der Jugendhilfeausschuss der Stadt Bergisch Gladbach besetzt ist (öffentlich einsehbar). Ich bin der Ansicht, dass dort die Jugendlandschaft aktuell schlecht und sehr ungleich vertreten ist. Mit dem Stadtjugendring haben wir die Möglichkeit, das zu verbessern.

      Danke für deine ehrliche Meinung. Wir werden in der nächsten Zeit Möglichkeiten schaffen, die Mitgliedsorganisationen und auch den Vorstand persönlich kennen zu lernen und stellen uns auch dem Diskurs.

      Bis dahin: Weiter erzählen, werben und das beste Mittel für Vielfalt ist, dass alle mitmachen!

      1. Lieber Philipp,

        danke für deine ausführliche Antwort und die Einblicke in den Gründungsprozess. Der organisatorische Aufwand, den du beschreibst, macht deutlich, dass hier viel Engagement und Arbeit investiert wurde. Das ist grundsätzlich positiv, denn eine bessere Vernetzung der Jugendarbeit kann unserer Stadt nur guttun.

        Gerade deine Beschreibung wirft aber auch eine grundsätzliche Frage auf: Wenn – wie du selbst schreibst – große Teile der Jugendarbeit bislang schwer erreichbar, wenig vernetzt oder gar unbekannt waren, stellt sich automatisch die Frage, wie belastbar bereits jetzt der öffentliche Anspruch sein kann, eine „starke Stimme der Jugend“ in Bergisch Gladbach zu sein.

        Denn genau an diesem Punkt beginnt die Debatte über Repräsentation und Legitimation. Bergisch Gladbach hat über 110.000 Einwohner und mehr als 26.000 junge Menschen unter 25 Jahren – verteilt auf viele Stadtteile, unterschiedliche soziale Hintergründe und sehr verschiedene Formen von Engagement. Wenn ein Stadtjugendring langfristig für „die Jugend“ der Stadt sprechen möchte, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie breit die tatsächliche Basis dieser Stimme ist.

        Deine Beschreibung deutet eher darauf hin, dass der Stadtjugendring aktuell vor allem aus den Organisationen besteht, die im bestehenden Netzwerk erreichbar waren oder bereits miteinander verbunden sind. Das ist für eine Gründung völlig nachvollziehbar – bedeutet aber gleichzeitig, dass große Teile der Jugendlandschaft vermutlich noch gar nicht abgebildet sind. Genau deshalb hatte ich die Stadtteile und unterschiedliche Jugendmilieus angesprochen.

        Auch beim Thema politische Neutralität bleibt ein interessanter Spannungsbogen. Dass Parteien selbst keine Mitglieder sein können, ist nachvollziehbar und vielerorts üblich. Gleichzeitig bedeutet die Konstruktion eines politisch neutralen Stadtjugendrings faktisch auch, dass bestimmte Formen jugendlichen Engagements – insbesondere dort, wo Jugendliche sich bewusst politisch organisieren – strukturell außen vor bleiben. Gerade weil ihr gleichzeitig den Anspruch formuliert, Interessen junger Menschen gegenüber Politik zu vertreten, bleibt die Frage offen, wie diese Perspektiven künftig in die Arbeit einfließen sollen.

        Besonders relevant erscheint mir in diesem Zusammenhang dein Hinweis auf den Jugendhilfeausschuss. Der Jugendhilfeausschuss ist – nach dem Kinder- und Jugendhilferecht – in erster Linie ein Fachgremium der kommunalen Jugendhilfe, in dem Politik, Verwaltung und freie Träger zusammenarbeiten. Seine Aufgabe ist es, die Jugendhilfeplanung und entsprechende Maßnahmen zu beraten und zu beschließen. Er ist jedoch kein allgemeines Vertretungsorgan der gesamten Jugend einer Stadt.

        Wenn der Stadtjugendring also vor allem dazu beitragen soll, die Interessen der freien Träger im Jugendhilfeausschuss besser zu bündeln, wäre das ein nachvollziehbarer und durchaus sinnvoller Ansatz. Dann wäre er aber in erster Linie eine Koordinierungsstruktur innerhalb der Jugendhilfe.

        Der im Artikel formulierte Anspruch – eine „starke Stimme der Jugend“ zu sein – geht allerdings deutlich darüber hinaus. Eine solche Rolle würde voraussetzen, dass sich möglichst viele unterschiedliche Formen jugendlichen Engagements wiederfinden: von klassischen Jugendverbänden über Sportvereine und kulturelle Initiativen bis hin zu politischem Engagement oder informellen Jugendprojekten.

        Genau deshalb halte ich die Diskussion über Struktur und Repräsentation nicht für eine Kritik am Engagement der Beteiligten, sondern für eine notwendige Klärung des Anspruchs. Denn je stärker eine Organisation öffentlich als Stimme „der Jugend“ auftritt, desto wichtiger wird auch die Frage, wie breit diese Stimme tatsächlich getragen wird.

        Vielleicht liegt die eigentliche Chance des Stadtjugendrings gerade darin, diesen Prozess jetzt erst zu beginnen – und in den kommenden Jahren Schritt für Schritt zu zeigen, wie breit die Jugendlandschaft unserer Stadt tatsächlich eingebunden werden kann.

        Denn am Ende entscheidet nicht die Gründung einer Organisation darüber, ob sie als Stimme der Jugend wahrgenommen wird – sondern wie viele junge Menschen und Organisationen sich tatsächlich darin wiederfinden.

  3. Warum sind keine säkularen Jugendverbände im Vorstand des Stadtjugendring vertreten ?

    1. Philipp Hintz, Beisitzer im Stadtjugendring Bergisch Gladbach i. G. und Vorsitzender CVJM Bergisch Gladbach e. V. sagt:

      Hallo Herr Thiel,

      Janis – unser Vorsitzender – kommt vom BdP (Bund der Pfadfinder*innen), der säkular ist und keine Anbindung an religiöse oder politische Organisationen hat.

      Die einfache Antwort auf die Frage, warum Janis damit in der Minderheit ist, ist, dass wir niemand anderen gefunden haben, der/die sich für das Amt zur Verfügung gestellt hat. Ich selbst habe nach Aufstellung der Nominierungen noch einmal provokant in den Raum gefragt, ob sich aus den anderen säkularen Organisationen nicht jemand findet. Ähnliches gilt leider auch für die Frauenquote, die Inaya dankenswerterweise für uns hochhält.

      Der Stadtjugendring ist die ideologische Fortführung der Planungsgruppe Jugendverabandsarbeit, die sich seit Jahren trifft. Auch dort waren die christlichen Organisationen und der BdP leider die hauptsächlich Aktiven, trotz aller Bemühungen, neue Teilnehmende zu finden. Für uns ist es ein großer Erfolg, nun so viele andere Organisationen an einen Tisch bekommen zu haben und in Zukunft über den Stadtjugendring effektiv miteinander vernetzen zu können.
      Wenn der Stadtjugendring erst einmal weitläufig bekannt ist und richtig läuft, finden wir bestimmt noch ein paar Interessierte für den Vorstand.

      Bei Betrachtung der Jugendorganisationen gibt es aber auch eine starke Überrepräsentanz der christlichen Gruppen: KjG/Pfarrjugend/Messdiener, Ev. Jugend, CVJM, Pfadfinder wie die DPSG. Die Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuze waren auch bei der Gründung dabei, ebenso die DGB-Jugend und Schnubbel e. V. Sportvereine mit eigener Jugendabteilung können auch Mitglieder werden, sich aber tendenziell eher über den Kreissportbund RBK vertreten lassen.

      Wir freuen uns über alle Organisationen, die Interesse am Stadtjugendring haben und natürlich noch mehr über Menschen, die sich dort aktiv einbringen möchten. Wir als Vorstand sind von den Mitgliedsorganisationen zur Umsetzung der gemeinsamen Interessen beauftragt und haben keine christlich-fokussierte Agenda, das kann euch Janis gerne bestätigen. Uns liegt in allererste Linie die Jugendarbeit am Herzen. Mir sind zudem auch christliche Werte wie soziale Gerechtigkeit, Demokratie, Nachhaltigkeit, Menschenwürde, Antirassismus usw. sehr wichtig, die sich sehr gut in das Wertebild des Stadtjugendrings einfügen.

      Ich kann ihre Bedenken als mutmaßlich kirchenferne Person nachvollziehen und hoffe, ein wenig Klarheit geschafft zu haben und Bedenken zerstreuen zu können. Ich persönlich und auch wir als Vorstand stehen gerne für Fragen und Diskussionen dazu offen und wiederholen noch einmal den wirklich von Herzen kommenden Aufruf: Alle, die sich zu den Werten unser Satzung bekennen sind uns höchst willkommen als Mitgliedsorganisationen und auch im Vorstand.

      § 3 Grundsätze und Werte
      (1) Der Stadtjugendring bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und tritt für diese sowie für Mitgestaltung, Mitbestimmung und Mitverantwortung junger Menschen ein. Der Stadtjugendring ist parteipolitisch und religiös neutral. Er bekennt sich zur Achtung aller national und international anerkannten Menschenrechte, insbesondere Kinderrechten, Rechten von Menschen mit Behinderung sowie Frauenrechten.
      (2) Der Stadtjugendring fördert die vorurteilsfreie Begegnung von jungen Menschen in der Jugendarbeit, unabhängig von sozialer Klasse, Behinderung, natio-ethno-kultureller Zugehörigkeit, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, sowie Weltanschauung und Religion.
      (3) Der Stadtjugendring tritt für die Gleichbehandlung aller Geschlechter sowie Diversität und geschlechtsunabhängige Chancen- und Entfaltungsfreiheit ein und wirkt auf die Beseitigung bestehender Diskriminierungen hin. Jedes Amt und jede Tätigkeit im Stadtjugendring sind vom Geschlecht unabhängig für alle gleichermaßen zugänglich.
      (4) Der Stadtjugendring wendet sich explizit gegen verfassungs- und fremdenfeindliche, militaristische, antidemokratische und jede weitere Form von diskriminierenden – wie etwa antisemitischen oder rassistischen – und menschenverachtenden Einstellungen und Handlungen. Er tritt durch angemessene Formen der Kinder- und Jugendarbeit sowie durch präventive Maßnahmen jeglicher Art von Gewalt, Diskriminierung, Benachteiligung und Manipulation entschieden entgegen, unabhängig davon, ob sie körperlicher, seelischer oder sexueller Art, strukturell oder individuell ist.