Foto: Thomas Merkenich

Ostern ist für viele Menschen der erste große Familienausflug in den Wald: Frühlingssonne, frisches Grün und gemeinsame Zeit im Freien. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Rhein-Berg/Leverkusen ruft dazu auf, den Osterspaziergang naturverträglich zu gestalten – damit Wildtiere nicht gestört werden und junge Pflanzen eine Chance haben.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald

„Gerade zu Ostern sind unsere Wälder voller Familien, Wanderern und Hundehaltern“, sagt Rainer Deppe, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Rhein-Berg/Leverkusen. „Das ist eine schöne Entwicklung. Ein Aufenthalt in der Natur ist immer ein Erlebnis – wenn alle ein paar einfache Regeln beachten. Wer auf den Wegen bleibt, Rücksicht nimmt und keinen Müll hinterlässt, hilft aktiv mit, den Wald als Erholungs- und Lebensraum zu erhalten.“

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Fünf einfache Regeln für den Osterspaziergang

1. Auf den Wegen bleiben

Im Frühling wachsen viele empfindliche Jungpflanzen, außerdem brüten Bodenbrüter und andere Tiere in der Nähe der Wege. Wer auf den markierten Wegen bleibt, schützt diese Lebensräume und vermeidet Trittschäden.

2. Leise unterwegs sein

Laute Musik, Geschrei oder das Abspielen von Musik über Boxen stresst Wildtiere, die nach dem Winter geschwächt sind und ihre Jungen versorgen. Ein leiser Spaziergang ermöglicht stille Naturbeobachtungen und schont die Tierwelt.

3. Hunde an die Leine – besonders abseits der Wege

In Nordrhein-Westfalen gilt: Im Wald dürfen Hunde abseits der Wege nur angeleint geführt werden. Auf den Wegen sind sie nur dann ohne Leine erlaubt, wenn sie zuverlässig im Einflussbereich ihrer Halterinnen und Halter bleiben und keine anderen Waldbesuchenden oder Wildtiere gefährden.

Gerade in der Brut- und Setzzeit ist es wichtig, dass Hunde nicht in Dickungen oder junge Bestände laufen, um Rehe, Hasen und bodenbrütende Vögel nicht aufzuschrecken oder zu verletzen.

4. Müll, Deko und Essensreste wieder mit nach Hause nehmen

Verpackungen, Plastikbänder, Folien von Schokoeiern oder Osterdekoration haben im Wald nichts zu suchen. Sie gefährden Tiere, verschandeln das Landschaftsbild und verrotten nur sehr langsam – alles, was mitkommt, sollte auch wieder mitgenommen werden.

5. Kein Feuer, kein Grill im oder am Wald

Funkenflug kann selbst bei frühlingshaftem Wetter trockene Bereiche entzünden, zudem werden Rückzugsräume für Tiere zerstört. Osterfeuer gehören auf zugelassene, kontrollierte Plätze; im und am Wald sind offenes Feuer und Grillen tabu.

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