Erfahrene Strömungsretter im Einsatz. Foto: DLRG

Die DLRG Ortsgruppe Bergisch Gladbach hat die Ausbildung von jungen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler zu Strömungsrettern gestartet. Unterstützt wird das Projekt von der Dr. Jürgen Rembold Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der DLRG Bergisch Gladbach

Auf die angehenden Einsatzkräfte warten vielfältige Aufgaben: Einsätze an Wupper, Agger und Sülz – häufig an schwer zugänglichen Stellen – gehören ebenso dazu wie Hilfeleistungen bei Hochwasser im Katastrophenschutz. Strömungsrettungseinheiten gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie in komplexen Einsatzlagen flexibel eingesetzt werden können. Um das bestehende Team weiter zu verstärken, wurde das Projekt ins Leben gerufen.

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„Die Ausbildung in der Strömungsrettung ist vielseitig“, erklärt Jasmin Luciani, Strömungsretterin der Stufe 2. „Zunächst wird das Schwimmen im Fließgewässer vermittelt. In der weiteren Ausbildung kommen Einsatztaktik und Seiltechnik hinzu. Daran schließt sich die Prüfung zum Strömungsretter der Stufe 1 an. Später folgen Einheiten im Wildwasser sowie vertiefende Inhalte der Seiltechnik bis zur Prüfung der Stufe 2.“

Für acht Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer fiel nun der Startschuss: Sie absolvierten am Samstag die erste Ausbildungseinheit „Schwimmen im Fließgewässer“. Am Aussichtspunkt Wipperkotten begann der Lehrgang am Morgen mit einer kurzen theoretischen Einführung. Ein Pavillon schützte die Gruppe trotz leichten Regens, sodass der Einstieg planmäßig erfolgen konnte.

Symbolische Spendenübergabe durch Jürgen Rembold. Foto: DLRG

Im Anschluss ging es in die Praxis. Nach dem Anlegen der Ausrüstung – darunter Neoprenanzüge, Schwimmwesten und Wurfsäcke – sowie einem gegenseitigen Sicherheitscheck übten die Teilnehmenden zunächst das Retten mit dem Wurfsack. Auch der Stiftungsvorsitzende Dr. Jürgen Rembold probierte die Technik aus und warf einem Ausbilder im Wasser den Wurfsack zu.

Trotz des Wetters war die Stimmung in der Gruppe gut. Unter Anleitung von Projektleiter Timon Kinstle, selbst Strömungsretter der Stufe 2, ging es anschließend in die Wupper. Dort trainierten die Teilnehmenden das Verhalten in der Strömung. „Der 45-Grad-Winkel ist entscheidend, damit ihr das Ufer wechseln könnt, ohne abzutreiben“, erklärte Kinstle. Die vergleichsweise ruhige Strömung bot dafür gute Übungsbedingungen.

Im weiteren Verlauf des Projekts sind zusätzliche Lehrgänge und Übungen geplant. Ziel ist es, ein leistungsfähiges Team an Strömungsrettern in Bergisch Gladbach aufzubauen. Die Stiftung unterstützt das Projekt mit 6.000 Euro. „Nur mit Hilfe von Spenden können wir im Katastrophenschutz mitwirken“, betont der Vorsitzende der DLRG Ortsgruppe, Rüdiger Severit.

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