Die Radstation am S-Bahnhof in Bergisch Gladbach. Foto: Thomas Merkenich

Die Diakonie Rheinland beendet ihre Tätigkeit als Betreiberin der Radstation am S-Bahnhof nach fünf Jahren und hat ihre Werkstatt dort bereits geschlossen. Für das Fahrradparkhaus ist die Stadt bereits mit einem neuen Betreiber im Gespräch.

Das Diakonisches Werk Köln und Region gGmbH hat den Servicebetrieb in der Radstation bereits eingestellt, bestätigte das Termin vor Ort. Nach Angaben der Stadtverwaltung gebe es dafür wirtschaftliche Gründe. Die Fahrradreparatur und der Ersatzteilverkauf würden künftig ausschließlich im „Radwerk“ an der oberen Hauptstraße angeboten, die ebenfalls von der Diakonie getragen wird. Beide Einrichtungen sind soziale Projekte im Rahmen der Beschäftigungsförderung.

Direkte Auswirkungen auf das Fahrradparkhaus in der Radstation hat der Ausstieg nicht. Es werde bis Ende des Jahres von der Diakonie betrieben, so die Stadt. Die städtische Infrastruktur- und Projektgesellschaft IP GL mbH, die formal Eigentümerin der Radstation ist, verhandelt offenbar bereits mit einem neuen Betreiber, der das Fahrradparkhaus ab 2027 übernimmt.

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Wie der vordere Teil der Radstation, in der bislang Büro, Tourismusbüro, Fahrradverleih und Werkstatt der Diakonie untergebracht ist, in Zukunft genutzt wird, ist bislang nicht bekannt. Dort unterhält auch der ADFC eine Anlaufstelle.

Die Radstation war vor elf Jahren in Betrieb gegangen und bietet u.a. 256 geschützte Fahrradstellplätze. Sie ist in das Netz der Mobilistationen des Kreises integriert, die Verkehrsträgern aller Art wie S-Bahn, Bus, E-Bike-Verleih und Carsharing-Angebote verknüpft.  

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Fassung hieß es mit Bezug auf die Stadtverwaltung, die Servicedienste würde Ende September eingestellt, das wurde vom Team der Radstation korrigiert.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Leider haben Kunden, deren abo bis ende des jahres abläuft oder das ablaufdatum vergessen haben, keinen zugang mehr nach ablauf oder kommen an ihr rad nicht mehr ran, weil keiner mehr zuständig ist.

    der Übergang der Radstation ist nicht geregelt. die Diakonie hat das schiff einfach verlassen und auch ihre Kunden “im Regen” stehen gelassen. in der Vergangenheit gab es auch öfters Störungen der Automatiktüre. Was passiert, wenn sie auf Störung ist und blockiert??

  2. Die Sinnhaftigkeit der Radstation steht und fällt mit der Idee einer vernünftigen Bahnverbindung. Da nun offensichtlich alles dafür getan wurde, dieses unnötige 2. Gleis mit all seinen Zeit und Geld fressenden Aspekten zu realisieren, ist “der Drops gelutscht”. Vielleicht war unser Widerstand zu leise, oder die Arbeitsplätze und Umsätze der zu beauftragenden Firmen zu wichtig.

    Das wird die nächsten Jahre ganz schön hässlich werden, der Autoverkehr zunehmen, die Radstation gähnend leer, Schienenersatz Verkehr zwar da, aber lächerlich uninteressant, es wird geschimpft werden und wir werden uns wehmütig an den guten alten 20 Minuten Takt erinnern ;-)

    Die alternative Idee war ja: warum muß die S11 bis D’dorf Flughafen und zurück fahren? Besser bis Köln Hbf und zurück, dann ist sie wenigstens überschaubar pünktlich. Zwischen Dellbrück und Gladbach fährt ein sog. “Triebwagen” (die Älteren erinnern sich ) im 10 – 12 Minuten Takt hin und her auf der eingleisigen Strecke.

    Ja, ich weiß, da muss Mensch einmal umsteigen, na und? Ist doch besser als das was wir jetzt haben und v.A. was uns die nächsten Monate erwartet.

      1. Na, dass ich nicht mehr so ohne weiteres mein Rad da abstellen kann, wenn ich als Neukunde vorbeikomme. Das ist doch durchaus interessant, oder?