Die lokale und überregionale Presse befasst sich heute mit einem Machtkampf im Gladbacher Rathaus, wichtigen Entscheidungen in der örtlichen Wirtschaft, glücklichen Koteletts – und dann gibt es noch zwei frische Videos.

M-Real stärkt Gohrsmühle-Standort

Der Konzern M-Real verlegt die Produktion von  Durchschlagpapiere aus seinem Dürener Werk an den Zanders-Standort Gohrsmühle in Bergisch-Gladbach, um hier die neuere und größere Papiermaschine besser auszulassen. M-Real-Zanders-Geschäftsführer Heikki Husso sagte, dass beide Standorte künftig “aus Gründen der Kosteneffizienz” noch enger zusammenarbeiten sollen. Organisationsstrukturen und das Management-Modell sollen “weiter optimiert” werden.
Zunächst also eine gute Nachricht für Bergisch Gladbach (im Gegensatz zu Düren), aber auch hier soll offensichtlich weiter kräftig gespart werden.
Quelle: Aachener Nachrichten

Personalumbau bei Lübbe

Nach Abgang von Bernd Ecklof wird Diana Roggen Vertriebschefin des Gladbacher Verlags. Auch auf der Ebene der Verlagsleiter herrscht Bewegung:  Das Lektorat Sachbuch untersteht ab 1. Januar Steffen Haselbach (als Verlagsleiter Sachbuch) – Sabine Cramer bleibt Programmleiterin. Marco Schneiders soll sich, ebenfalls ab Januar, als Verlagsleiter Belletristik auf die Kernsegmente von Lübbe konzentrieren.
Quelle: Börsenblatt

Gegenwind für Lutz Urbachs Personalpolitik

Der Gladbacher Bürgermeister Lutz Urbach muss für seinen Kandidaten für die Leiterstelle des Fachbereichs 2 (Finanzen) kämpfen.  Nach dem Bewerbungsverfahren wurde sein Favorit zwar als der Bestqualifizierte gewählt. Aber ein interner Konkurrent klagt dagegen vor dem Verwaltungsgericht Köln. Und dann will die SPD auch noch per Dringlichkeitsantrag im Haupt- und Finanzausschuss durchsetzen, dass die Stelle erst nach Verabschiedung des gesamten Stellenplans besetzt wird. Immerhin koste die Stelle pro Jahr 85 000 €, da könne jetzt gespart.  Urbach widerspricht vehement: „Die Wiederbesetzung ist absolut notwendig und das Verfahren war absolut sauber,“ zitiert ihn der Stadtanzeiger. Urbach darf  Fachbereichsstellen eigenständig besetzen.

Die Finanz-Stelle ist seit mehr als einem Jahr unbesetzt, merkwürdigerweise drängt nicht einmal Stadtkämmerer Jürgen Mumdey auf die Besetzung.  innerhalb der Kompetenz des Bürgermeisters. Laut KSTA sind auch die Besetzung der Büroleiterstelle beim Bürgermeister und die Stelle des Personalleiters umstritten.
Quelle: KSTA

Kein Umbau in Altenberg – Aus für Regionale

Die Gemeinde Odenthal beendet das Regionale-Projekt” Perspektive Altenberg“, damit wird es auch nicht den umstrittenen Umbau auf dem Klostergelände geben (Wiederherstellung von Sichtachsen auf den Dom, der Abriss der Südbrücke, die Umgestaltung der Stellplätze und des Domvorplatzes sowie eine neue Zufahrt zu Haus Altenberg von der L 101 her). Ein Teil der Pläne wird auf das Projekt Dhünnkorridor übertragen: Dhünnweg vom Martin-Luther-Haus entlang des Christopherus-Hauses bis hin zum Märchenwald wird ausgebaut, das Barocktor wird wieder zum Hauptportal, die Brücke am Märchenwaldparkplatz werden gebaut und Burg Berge aufgewertet.
Quelle: BLZ

Von glücklichen Koteletts – und kopierenden Zeitungen

Im Magazin der Kölnischen Rundschau findet sich eine interessante Geschichte über die Aufwertung des Schweinefleischs und stolzen Züchtern. Unter anderem wird Rudolf Büscher zitiert, leider ohne genau Ortsangabe:

Rudolf Büscher ist richtig stolz auf seine Schweine. Sie leben nicht in einem fiesen Stall auf vergitterten Böden, werden nicht mit Hormonen voll gestopft und müssen keine Antibiotika schlucken. Sie haben es einfach saumäßig gut auf ihrer Wiese in der Nähe von Bergisch Gladbach. Sie wühlen mit ihren rüsseligen Nasen im Matsch, schmatzen, grunzen nach Leibeskräften. Im Stall kabbeln sich die Ferkel um die besten Zitzen, quieken und schreien. Bei Büscher dürfen die Ferkel bei ihrer Mutter bleiben, auf der Weide stehen Eber und Säue friedlich nebeneinander. Der Gladbacher Bauer hat sich für das Bunte Bentheimer Schwein entschieden, eine Rasse, die Flecken hat wie ein Dalmatiner. Sie lebt das ganze Jahr über draußen, weil sie noch Widerstandskräfte gegen Wind, Wetter und Krankheiten hat, frisst alte Brötchen, Kartoffeln, Brot, Heu und Gras. Und die Bunten Bentheimer machen sich auch selbst auf die Suche nach Essbarem, verschlingen Regenwürmer, Schnecken und Käfer. Nach zehn Monaten wiegen sie zwei Zentner und werden geschlachtet.  So richtig ins Schwärmen gerät Büscher, wenn er von ihrem Fleisch spricht. „Dat is wirklisch wunderbar“, sagt Büscher. Die Koteletts, die seien ja überhaupt das Beste: „Zart, saftig, nicht ledrig oder zäh, und wenn man sie brät, bleiben sie so wie sie sind”. Feine Fettadern durchziehen ihr Fleisch, „und ohne Fett kein Geschmack“, sagt Büscher. Quelle: Kölnische Rundschau

Wie gesagt interessant. Allerdings hatte “Die Welt” diese Geschichte (vom gleichen Autor)  schon vor fast drei Jahren. Auch dort taucht Büscher auf, mit genau den gleichen Aussagen. Quelle: Die Welt

Eine Regionalezeitung kann es sich eigentlich nicht leisten, uralte Geschichte einzukaufen und zu drucken, die im eigenen Verbreitungsgebiet spielen. Da würde mich nun schon interessieren, wo genau Büscher nun seinen Hof hat – und ob er heute noch genauso über seine Schweine reden würde wie vor drei Jahren. Und wenn es den Hof noch gibt, wäre eine Adresse als Service nicht schlecht – immerhin macht die Geschichte Appetit auf Koteletts.

Frische Videos

RheinBergTV berichtet über neue Wanderprojekte der Naturarena im Bergischen Land – und zeigt dazu ein Video.

HiBTV hat sich auf dem Gladbacher Weihnachtsmarkt umgetan und in der üblichen witzigen Art die Besucher befragt, warum wir eigentlich Weihnachten feiern. Link:

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Hinweise auf weitere Veröffentlichungen gibt es laufen bei
BergGladbach auf Twitter

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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