Gastronomischer Wechsel in der Grünen Ladenstraße: Nur wenige Monate nach der Eröffnung ist das syrische Lokal „Mr. Falafel“ wieder verschwunden. Mit neuem Namen, aber mit den gleichen Gerichten und bekannter Optik haben neue Inhaber das Geschäft übernommen.

Ohne Vorwarnung hat Alaa Kassar Bani Almargeh, die Chefin von „Mr. Falafel“, ihr kleines und noch recht neues Restaurant in der Grünen Ladenstraße aufgegeben. Für einige Wochen informierte ein Zettel im Schaufenster die Gäste über eine temporäre Schließung. Tatsächlich ist der Laden seit vergangener Woche wieder geöffnet. Allerdings heißt „Mr. Falafel“, nun „Beiruter Zeder“.

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Der Name spielt auf die Nationalität der neuen Inhaber an: Sie stammen aus dem Libanon. Eine grüne Zeder ziert die Nationalflagge. Auf den ersten Blick scheint sich abgesehen vom Namen und den Inhabern nicht viel geändert zu haben. Die Inneneinrichtung, Tische, Stühle, sogar die Bilder sind geblieben. An den Wänden hängen deutsche und libanesische Fahnen. 

Identische Speisekarte

Auch die Speisekarte ist nahezu identisch mit der des Vorgänger-Restaurants „Mr. Falafel“, das wir erst im Februar in unseren Gastro-Tipps empfohlen hatten. Die syrische und die libanesische Küche ähneln einander. Auch das Beiruter Zeder bietet gemischte Teller mit Falafel, Salat, Dips und Hummus und wahlweise mit Halloumi oder Hähnchenfleisch (10,50 bis 15 Euro).

Wir bestellen verschiedene Kleinigkeiten quer durch die Karte. Die gefüllten Weinblätter mit Granatapfelsoße sind köstlich, die Falafel (drei Stück für 2,50 Euro) außen kross und innen fluffig und aromatisch. Der Taboulé-Salat (5 Euro) hat eine schön zitronige Note. 

Das Brot zu den sehr leckeren Dips Muhammara (geröstete Paprika, Walnüsse, Granatapfelsirup und verschiedene Gewürzen) und Mutabbal (das dem Auberginenpüree Baba Ghanoush sehr ähnelt, je 6 Euro) kommt mit einiger Verzögerung.

Ein optischer Hingucker ist Fattoush, ein Brotsalat mit knusprig frittierten Fladenbrot-Stücken als Topping. Auch das Dressing mit Olivenöl, Minze, Zitrone und Sumach überzeugt.

Beiruter Zeder
Am Alten Pastorat 13
51465 Bergisch Gladbach

Geöffnet montags bis samstags von 10 bis 18.30 Uhr 
Sonntag ist Ruhetag

Kurzum: Ausnahmslos alles schmeckt ausgezeichnet und wird liebevoll angerichtet. Für Vegetarier:innen gibt es eine große Auswahl, Fleischesser:innen können einige der Gerichte mit gegrilltem Hähnchen oder Rindfleisch ergänzen. Zum Mitnehmen gibt es unter anderem die klassische Falafel-Rolle (5 Euro). 

Gäste sollten etwas Zeit und Geduld mitbringen. Das Inhaber-Paar muss sich noch etwas eingrooven. Dafür werden die Gäste mit köstlichen und frisch zubereiten Speisen belohnt. Bleibt zu hoffen, dass das Beiruter Zeder der Grünen Ladenstraße länger erhalten bleibt. 


Hinweis der Redaktion: Wir testen die Cafés und Restaurants anonym. Falls für die Geschichte erforderlich, geben wir uns nach dem Bezahlen zu erkennen. Die Rechnung zahlen wir selbst.

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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  1. Mit “immer” und “nur” wird man schnell angreifbar – im Übrigen auch mit diversen Anspielungen.

    Ich zumindest sehen auch zahlreiche “regionale” Vertreter. Aber wie andere schon schrieben, kann Ihre Definition – eventuell eher “gut bürgerlich” – natürlich abweichen.

    + Bergische Stube im Kardinal Schulte Haus
    + Gaststätte „Zur Linde“
    + Kaffeepause im Büggel
    + „Der Hof“
    + Klausmann

    https://in-gl.de/restaurant-cafe-imbiss-kneipe-die-gastronomietipps-fuer-bergisch-gladbach-essen-trinken/

  2. Diese “Sternschnuppen” öffnen und schließen. Alles bleibt, Pächter wechselt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
    Vielleicht schreiben Sie mal über regionale Küche, z.B. über das Gasthaus zum Horn, nicht immer nur über “Exoten”.

    1. Wo hört für sie regionale Küche auf und fängt Exotik an? Bei Bruschetta, Feta im Salat, Burger oder Piccata Milanese, Spaghetti aglio olio. Das ist alles nicht regional, gibt es aber im Gasthaus zum Horn. Selbst die Currywurst dürften sie dann nicht essen, wg. Curry. Auf den ersten Absatz ihres Kommentars will ich lieber nicht eingehen.

    2. Kleiner Tipp: wenn es Ihnen nicht zu aufwändig ist und Sie keine Angst vor dem Ergebnis haben, klicken Sie sich doch mal durch die in den letzten Jahren getesteten Gastronomiebetriebe. Dann würden Sie feststellen, dass Ihre Kritik völlig haltlos ist und nicht immer nur über angebliche “Exoten” geschrieben wird. Wobei ich jetzt ehrlich gesagt auch keinen Reiz darin sehe, jeden Monat ein gutbürgerliches Restaurant vorzustellen.

      Davon abgesehen erläutern Sie bitte mal, was Sie mit “Ein Schelm, wer Böses dabei denkt” meinen.

      1. Wenn einen jeder „Exot“ dermaßen erschreckt, ist die verzerrte Wahrnehmung aber zumindest erklärbar.