Punker wehren sich gegen Räumungsklage des LVR
Die Obadachlosen, gemeinhin mit dem nicht ganz treffenden Etikett Punker belegt, waren auf ein öffentliches Grundstück an der Kölner Straße in Bensberg ausgewichen und hatten gehofft, dort überwintern zu können. Doch der Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Eigentümer der ehemaligen Straßenmeisterei will die rund zehn jungen Obdachlosen per Räumungsklage loswerden. Dabei verleiten rechtliche Gründe den LVR zu der harten Haltung: Würde er jetzt nichts unternehmen könnten Gerichte dies später als stillschweigende Duldung werten. Wenn das Gelände später verkauft werden soll könnte das zum Problem werden. Angeblich ist dort ein Gesundheitszentrum geplant.

Die Gruppe hat sich mit Hilfe der Linken in einem offenen Brief an den Landesdirektor des LVR, Harry Kurt Voigtsberger, gewandt. Als „Bürger aus Bergisch Gladbach“ erbitten sie” offenes und ehrliches Gespräch. Sie verpflichten sich, das Gelände im Frühsommer freiwillig und ohne Kosten für die Steuerzahler aufgeräumt zu verlassen. Eine unmittelbare Räumung steht offenbar nicht bevor, der LVR setzt weiter auf Gespräche.

Stefan Kunze kommentiert im KSTA:

Sobald ein Verkauf ansteht, muss die Gruppe gehen. Das Gelände ist von außen nicht einsehbar, sie stören dort niemanden. Mittelfristig muss aber eine richtige Lösung her. Jetzt haben Stadt und Punker Zeit, um zu reden und nach einer Lösung zu suchen.

Quellen: KSTA Bericht, Kommentar; BLZ, Die Linke Pressemitteilung

Wegen Finanznot droht Bergisch Gladbach ein Blackout
Schon seit fünf Jahren arbeitet die Stadtverwaltung an einer Erneuerung der Straßenbeleuchtung. Jetzt legte die  Verwaltung eine Berechnung vor, wonach mit neuen Lampen jährlich rund 140 000 Euro eingespart werden könnten. Neben geringeren Wartungskosten könnten die Laternen zu echten Dukateneseln werden: die neue Technik erlaubt die Einrichtung eines W-Lan-Netzes, beleuchtete Werbedisplays und Ladestationen für Elektroautos.

Das Problem: schon aus formalen Gründen verhindert der geltende Nothaushalt die notwendige Investition von 10,5 Mill. Euro. Der Beigeordneter Stephan Schmickler und Bürgermeister Lutz Urbach wollen das  Projekt dennoch weiterverfolgen und dringen auf eine Sondererlaubnis der Kommunalaufsicht, doch weder Kreis noch Bezirksregierung spielen bislang mit.

Damit könnte die Stadt in eine Falle laufen, womöglich droht ein Blackout. Denn angesichts des Erneuerungsplans hat die Stadt in den letzten fünf Jahren nicht mehr in das altes System investiert. 60 Leuchten sind bereits abgeschaltet.  Turnusgemäss hätte 2009 ein Drittel der Laternen ausgewechselt werden müssen, was ebenfalls gestrichen wurde. Selbst der Wartungsvertrag mit der Belkaw lief 2008 aus.

Auch der Plan von Ratsherr Robert-Gordon Winkels (CDU), die meisten Laternen nach Mitternacht abzuschalten, geht nicht auf. Das würde zwar rund 30 Prozent der Kosten einsparen, erfordert aber zuvor eine Investition von 500 000 Euro in die alte Technik. Und die Polizei hält von der Idee gar nichts. Sprecher Peter Raubuch: „ Dunkelheit begünstigt nun einmal die Täter.“

Quellen: KSTA, BLZ

NCG-Literaturkurs modernisiert Schneewittchen
Der Grundkurz Literatur der Jahrgangsstufe 12 des NCG unter Leitung der Lehrerin Melanie Schriner hat das alte Märchen durch den Fleischwolf gedrecht und präsentiert „Schneewitto und die sechs Emanzen“ als Mitmachtheater. Aufführungen Donnerstag, 14. Januar, und Freitag, 15. Januar, jeweils 19 Uhr, Aula des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums, Reuterstraße. Sechs / vier Euro Eintritt.
Die BLZ hat einen ausführlichen Vorbericht

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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