Heute gab es in der Bergisch Gladbacher Volkshochschule eine Auftaktveranstaltung zum Thema Kommunale Bildungslandschaft.

Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den verschiedensten Bildungsträgern, die in Bergisch Gladbach und Umgebung aktiv sind, waren gekommen, u.a. auch zwei Schulleiter/innen von Gladbacher Gymnasien. Ich selbst nahm für die Bergisch Gladbacher Fachhochschule FHDW teil.

Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Lutz Urbach und Fachbereichsleiter Bildung, Dr. Lothar Speer, wurde in mehreren Arbeitsgruppen in Form sogenannter Bildungscafés über die verschiedenen Phasen der Kinder- und Jugendlichenbildung unter drei konkreten Fragestellungen diskutiert. Diese Bildungscafés bestehen darin, dass sich jeweils für ca. eine Dreiviertelstunde fünf bis sechs Personen an einen Tisch setzen, evtl. einen Kaffee trinken, und sich über die gestellte Frage austauschen. Damit die Diskussionsergebnisse und interessante Punkte sich nicht so rasch verflüchtigen, lautet eine Spielregel, dass die (aus Papier bestehende) Tischdecke beschrieben werden soll.

Aus den Gruppen, an denen ich teilgenommen habe, kann festgehalten werden, dass eine relativ breit aufgestellte Allgemeinbildung, die vielzitierten Sozialkompetenzen, aber auch Sprachkompetenz neben der klassischen Fachkompetenz unabdingbar sind. Wichtig bei allen Maßnahmen ist aber auch, dass die Jugendlichen selbst eine Motivation spüren (bzw. ansonsten durch Andere motiviert werden müssen), denn nur so sind sinn- und wirkungsvolle Bildungsmaßnahmen realistisch.

Beispielsweise wurde festgestellt, dass die diversen Berufsbilder bei vielen Jugendlichen (- teilweise aber auch bei Eltern und Lehrern -) nicht oder nur teilweise und unscharf bekannt seien. Angeregt wurden daher mehr Kontakte der Schülerinnen und Schüler mit Unternehmen, aber auch mit Verwaltungen, um Arbeitsbereiche konkret kennenzulernen und für sich allmählich entscheiden zu können, wie die eigene Berufsvorstellung aussehen kann.

Die Teilnehmer der Veranstaltung fanden aber vor allem auch sehr positiv, dass mit diesem Bildungscafé eine Vernetzung der Beteiligten stattgefunden hat, die gerne wiederholt werden soll. Und: man könnte in einer sogenannten “Bildungsrallye GL” (u.a.) jungen Menschen die verschiedenen Bildungseinrichtungen, die es in Bergisch Gladbach gibt, bekannt machen.

Die Veranstalter dieses Vormittags, also die städtischen Fachbereiche 4 (Bildung, Kultur, Schule und Sport) und 5 (Jugend und Soziales), haben nun reichlich zu tun und dürfen die ganzen Tischdecken einscannen und auswerten. Die aufbereiteten Ergebnisse finden wir dann in den kommenden Tagen auf der Homepage der Stadt Bergisch Gladbach.

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Dieser Beitrag wurde auch im pebaco blog veröffentlicht.

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Peter Baeumle-Courth, wohnhaft in Moitzfeld, beruflich tätig an der FHDW (Fachhochschule der Wirtschaft). Mehr unter baeumle-courth.eu oder im Blog blog.baeumle-courth.eu. Seit 2004 Mitglied des Rates der Stadt...

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