Der Multicourt gehört zu den beliebtesten Angeboten im Gleispark. Fotos: Redaktion

Sei es Fußball, Basketball, Skaten oder einfach entspannen – der neue Gleispark „auf Zanders“ bietet alles das und wird nicht nur von Jugendlichen gut angenommen. Wir haben uns vor Ort umgehört, Meinungen und weitere Wünsche zum neuen Freizeitangebot in der Stadtmitte gesammelt.

Täglich kommen Menschen jeden Alters aus vielen Stadtteilen Bergisch Gladbachs zum neuen Gleispark auf dem Zanders-Areal, um Fußball auf dem sogenannten Multicourt zu spielen, auf der Halfpipe zu skaten oder auf dem Klettergerüst zu klettern. Einige andere sitzen auf den Bänken oder auf den inzwischen grünen Rasenstreifen unter Bäumen, um sich zu entspannen oder mit Freunden zu reden.

Je nach Uhrzeit und Wetterlage ist mal weniger, mal mehr los – wirklich voll wird es aber nur auf dem Multicourt, der nach einer kurzen Reparatur wieder geöffnet ist und auf dem Fußball und Basketball gespielt werden kann.

Es gibt auch ein Outdoor Fitness Studio, Tischtennisplatten, Spielelemente für Kinder, einen Bouleplatz und einen kleinen Biergarten. Für die Jugendlichen gibt es an fast jedem Nachmittag Angebote, die von Jugendzentren „Cross“ oder „Ufo“ sowie dem TV Herkenrath angeleitet werden.

Das Programm der Jugendzentren

Das Mehrgenerationenhaus ist montags von 15 bis 18 Uhr vor Ort, das Cross mittwochs von 15 bis 19 Uhr, das Q1 donnerstags von 14 bis 19 Uhr und das Café Leichtsinn samstags von 13 bis 17 Uhr.

Zusätzlich bietet der TV Herkenrath und der Basketballverein Bergische Löwen mittwochs, donnerstags und samstags sportliche Aktivitäten an.

Jeden Mittwochnachmittag ist das Team des Cross vor Ort, dann nutzen in der Regel bis zu 50 Menschen im Alter von 6 bis 20 Jahren aus diversen Stadtteilen besonders gerne den Fußball- und Basketballplatz, berichten die Betreuer aus dem Jugendzentrum.

Viele Leute – darunter sind neben den Kindern und Jugendlichen auch ganze Familien, Freundesgruppen und Senioren – sind begeistert vom Gleispark, einige verbringen mehrmals in der Woche ihre Freizeit hier. „Ich mag es hier, ich mache am Klettergerüst dreimal die Woche Sport“, erzählt ein Jugendlicher, der gerade seine Klimmzüge gemacht hat.

Im Gleispark ist meistens nach den Schulzeiten und an den Wochenenden deutlich mehr los als an den Vormittagen. Er ist jedoch nie überfüllt, was ihn auch attraktiv für Menschen macht, die hier nur entspannen wollen.

Er bietet zudem Gelegenheiten, neue Leute kennenzulernen und Freundschaften zu knüpfen, oder sich einfach die Zeit zu vertreiben. „Bergisch Gladbach ist ohnehin ja schon schön, aber so ein Park macht das ganze noch viel schöner,“ sagt eine Seniorin, die auf einer Bank in der Sonne sitzt.

„Ein wunderschöner Park! Wenn das Wetter gut ist, gehe ich hier mit meinen Kindern gerne hin und danach immer Eis essen“, berichtet eine Mutter – während ihre zwei Kinder auf den roten Klettergerüsten herumturnen.

Schon gut – aber es geht noch besser

Es gibt aber auch noch einige ausbaufähige Punkte und Wünsche an den Gleispark, berichten die Nutzerinnen und Nutzer.

Der Multicourt ist sehr beliebt, dort wird nachmittags fast ständig Fußball und Basketball gespielt, oft gleichzeitig. Noch besser wären jedoch eigene Plätze für jede Sportart, sagen die Betreuer aus dem Cross. Für die Basketballer könne es sogar gefährlich werden, weil sie sich bei Anläufen zum Sprung auf den Korb an den Fußballtoren verletzen können, die genau unter den Körben stehen.

Grundsätzlich loben die Betreuer die sportlichen Angebote im Gleispark, aber auch sie haben noch zusätzliche Vorschläge. Für die Attraktivität für die Skater wäre es zum Beispiel gut, wenn sie mehr Anlagen als nur die eine Halfpipe zur Verfügung hätten.

Bei den Trimmgeräten fehlen Anleitungen, mit denen Nutzerinnen und Nutzer erfahren könnten, was man dort alles machen kann. Für die Fußball-WM wäre auch ein Public Viewing im Gleispark cool, sagen die Betreuer vom Cross.

„Das einzige, was mich aufregt sind die nicht offenen Toiletten,“ kritisiert ein Jugendlicher, der mit seinen Freunden Fußball gespielt hat. Es gibt zwar einen Toilettenwagen, der aber nur bei Veranstaltungen geöffnet ist oder wenn die Jugendzentren vor Ort sind. Die nächste Alternative ist dann die RheinBerg Galerie.

Auch der Biergarten soll künftig häufiger geöffnet werden. Eigentlich immer nachmittags und abends, wenn das Wetter gut ist, berichten die Betreiber vom Gasthaus Paas.

Foto: Sophia Bender

Am 27. Juni findet ein Jugendfestival mit Workshops, Streetfood und Konzerten im Gleispark statt. Es heißt „Beat ‘n’ Ball“, der Eintritt ist frei. Das Festival startet um 16 Uhr und die Jugendzentren würden sich freuen, wenn möglichst viele Kinder und Jugendliche kommen.

ist Schülerin am Gymnasium Odenthal und hat in der Redaktion des Bürgerportals ein Praktikum absolviert.

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