Protestaktion am Vinzenz Pallotti Hospital in Bensberg. Foto: GFO

Mit einer Protestaktion unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung“ haben die Krankenhäuser des GFO-Verbunds auf die dramatische finanzielle Situation der Kliniken aufmerksam gemacht. Das geplante GKV-Sparpaket könne zu Versorgungslücken führen.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der GFO Kliniken Rhein-Berg

Mit einer symbolischen Protestaktion haben alle Krankenhäuser des GFO-Verbunds, zu dem auch die GFO Kliniken Rhein-Berg gehören, am Freitag auf die dramatische finanzielle Situation der Krankenhäuser aufmerksam gemacht. Im Rahmen Aktionstags der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) wurde der Haupteingang der Kliniken zeitweise verengt.

Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher mussten bewusst Umwege in Kauf nehmen – ein Sinnbild für die Versorgungslücken, die nach Ansicht der Krankenhäuser durch die geplanten Kürzungen im Rahmen des GKV-Sparpakets drohen. 

Unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung.“ beteiligten sich die GFO Kliniken Rhein-Berg gemeinsam mit zahlreichen Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen an der Aktion. Ziel war es, auf die Folgen einer weiteren Verschärfung der wirtschaftlichen Lage aufmerksam zu machen.

Längere Wege, weniger Angebote

„Die Aktion soll verdeutlichen, was viele Menschen künftig im Alltag spüren könnten: längere Wege, weniger Angebote und eine zunehmend eingeschränkte wohnortnahe Versorgung“, erklärt Jörg Zbick, Leiter der Unternehmenskommunikation. „Krankenhäuser leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Daseinsvorsorge. Wer die Finanzierung weiter kürzt, gefährdet die medizinische Versorgung der Bevölkerung.“

Besonders betroffen von den geplanten Einsparungen sind frei-gemeinnützige Krankenhäuser. Sie übernehmen denselben Versorgungsauftrag wie kommunale Kliniken, verfügen jedoch nicht über die Möglichkeit, Defizite durch kommunale Träger ausgleichen zu lassen. Gleichzeitig dürfen sie aufgrund ihrer Gemeinnützigkeit nur begrenzt Rücklagen bilden. Bundesweit wird rund ein Drittel der Krankenhäuser von frei-gemeinnützigen Trägern betrieben, in Nordrhein-Westfalen sogar rund zwei Drittel. Sie sind damit eine tragende Säule der stationären Versorgung.

Viele Krankenhäuser sehen sich durch steigende Kosten, die Krankenhausreform des Bundes und die geplanten Einsparungen bei der Klinikfinanzierung zunehmend unter Druck. Rund 80 Prozent der Krankenhäuser schreibt Verluste; etwa ein Drittel gilt als insolvenzgefährdet.

Reform muss auskömmliche Finanzierung sichern

Die GFO Kliniken Rhein-Berg begrüßen die Ziele einer zukunftsfähigen Krankenhausreform ausdrücklich. Voraussetzung dafür sei jedoch eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung. „Wir brauchen politische Entscheidungen, die Versorgung sichern statt Versorgung zu gefährden. Unser heutiger Protest richtet sich nicht gegen Reformen, sondern gegen Kürzungen, die die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser weiter schwächen würden“, so Zbick.

Die heutige Aktion war nicht nur ein symbolischer Protest, sondern zugleich ein Aufruf zum Mitmachen. Gemeinsam mit zahlreichen Krankenhäusern unterstützen die GFO Kliniken Rhein-Berg die Petition „Krankenhaus-Lichter-aus“. Ziel ist es, den politischen Entscheidungsträgern deutlich zu machen, dass Krankenhäuser keine Kostenstelle, sondern ein unverzichtbarer Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge sind. Jede Unterschrift stärkt die Forderung nach einer fairen und nachhaltigen Krankenhausfinanzierung.

Die GFO Kliniken Rhein-Berg sind mit etwa 1.500 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Rhein-Berg. Dazu zählt das Marien-Krankenhaus (MKH) und Vinzenz Pallotti Hospital (VPH). Eine enge Kooperation besteht zum Geriatrischen Reha-Zentrum Reuterstrasse und der ambulanten, orthopädischen Reha...

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