Barbara Stewen ist vielseitig: Malerei, Skulpturen, Bücher – in vielen Genres ist die Künstlerin zu Hause.

Ebenso abwechslungsreich liest sich ihr Lebenslauf: Geboren 1944 in Litauen, Examen in London, Krankenschwester im In- und Ausland sowie Kriminalbeamtin im Ruhrgebiet.

Heute wohnt sie in Lindlar und engagiert sich im Bergischer Gladbacher “Arbeitskreis der Künstler”.

Lernen Sie Barbara Stewen in unserer Serie “26 Fragen an …” kennen.

Wie starten Sie in den Tag?
Mit einer Tasse Kaffee vor dem Aufstehen, und einem Frühstück mit Brötchen, Müsli, Saft und Tee und dem Lesen des KStA.

Was wollten Sie als Kind werden? Krankenschwester oder Malerin

Und was sind Sie geworden? Beides, und zusätzlich Kriminalbeamtin, Ehefrau, Mutter, Großmutter, bildende Künstlerin, Autorin

Der AdK im Internet
Die Web-Site vom Barbara Stewen
Barbara Stewen auf dem "Kulturserver NRW"
Alle Fragebögen: "26 Fragen an ..."

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
Ins gemütliche Zuhause!

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
Eine schöne Bergische Kaffeetafel genießen in einem Bergischen Gasthaus

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
In mein Atelier um zu malen, oder in eine leere Kirche oder gotische Kathedrale.

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Ein Tag, an dem ich lachen konnte (auch über mich selbst), und meine am Vortag gesteckten Ziele erreicht habe.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein? Kaffee nur morgens, Tee, Weißwein

Was ist für Sie das größte Unglück? Jemanden aus Gedankenlosigkeit verletzt zu haben.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist ….
für mich eine facettenreiche Stadt mitten im Bergischen, umgeben von schöner Natur. Aber die Bensberger sagen: „Schäbbisch Gläbbisch“, und was sagen die Bergisch Gladbacher im Hinblick auf Bensberg …?

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
Schöne, bisher erhaltene, und teilweise genutzte Kulturdenkmäler alter Familiendynastien; das schöne Umland und die gute Anbindung an Köln.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Die derzeitigen knappen Kassen mit Auswirkungen im sozialen und kulturellen Bereich.

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
erstens zaubern, dadurch zweitens, den Goldesel aus dem Märchen aktivieren, und danach sofort „den Knüppel“ aus dem Sack rufen, der für die gerechte Verteilung des Goldes sorgt!

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
versuchen, Menschen zu überzeugen, dass der beste Weg zur Erfüllung von Wünschen Eigeninitiative ist.

Was war Ihre größte Leistung?
Das könnten nur Menschen beurteilen, die mit mir leben und mich ertragen müssen.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
Fehler erkenne ich erst im Nachhinein, manchmal auch wenn ich in bester Absicht gehandelt habe. Als große Niederlage bezeichne ich das Nichtlernen aus Fehlern/Fehlentscheidungen. Mein großes Ziel ist es, mich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln, in Bewegung zu bleiben.

Was ist Ihre Stärke? Beharrlichkeit in der Sache

Was ist Ihre Schwäche? Ungeduld

Wie sind Sie als Chef?
Ich bin kein Chef, schätze aber Teamwork und konstruktive Kritik sehr.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?
Mitarbeiter? Wir sind z.B. im Arbeitskreis der Künstler- Kollegen, erarbeiten gemeinsam unsere Kunstprojekte.

Worüber können Sie sich richtig aufregen? Über Intoleranz aus Unwissenheit

Mädchen 2008, Rötel und Tempera-Untermalung, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Früher war es Albert Schweitzer, im künstlerischen Bereich sind es Gerhard Richter und Markus Lüpertz

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben? Mein Mann

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Schau erst einmal in Dich und erkenne Dich selbst. Urteile nicht über andere und denke daran, dass du nur ein kleines Rädchen im Getriebe bist.

Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger/Ihren Kindern erteilen?
Liebevoll mit Mensch und Umwelt umgehen, Toleranz üben und sich stets erreichbare Ziele zu setzen, ohne sich und Andere zu überfordern

Bonusfrage: Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
Warum beteiligen Sie sich in Bergisch Gladbach an Kunst u. Kulturprojekten obwohl Sie in Lindlar-Schmitzhöhe wohnen?
Ich habe einige Jahre in Bergisch Gladbach gewohnt, den Kontakt nicht abreißen lassen. Ich fühle mich in Bergisch Gladbach  wohl.

So, jetzt fühle ich jedoch mich wie ein Fragebogen, und in meinen Augen sehe ich nur noch Fragezeichen.

W. Schmitz-Dietsch

Verleger seit 1980 (Freizeitbörse, Bergische Illustrierte, Live! Magazin) Heute Franzz, Kultur- und Stadtmagazin im Rheinisch-Bergischen Kreis. Mitbegründer des iGL Bürgerportal Bergisch Gladbach. In Sand geboren und wohnend. Verheiratet, drei Töchter.

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4 Kommentare

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  1. Diese Serie ist wirklich sehr aussagestark. Man erfährt etwas über Menschen, die mit dem Bergischen “verwurzelt” sind.
    Die Arbeiten von Barbara Stewen habe ich vor einiger Zeit kennengelernt und bin sehr begeistert. Auch von ihr als sehr angenehme und fachkundige Gesprächspartnerin.

  2. Für die Erzählung “Schmetterlingsflügel”; eine Nachkriegskindheit in Westfalen, habe ich noch keinen geeigneten Verlag gefunden.
    Während der Aktion ” offene Ateliers”, oder bei Vernissagen habe ich einige Male aus diesem Buch gelesen.
    Im Dezmber 2008 (24./25.12.2008, NR: 301) hat die Journalistin des Kölner Stadtanzeigers, Karin Grunewald, über das Kapitel “Weihnachten 1949” einen Artikel geschrieben mit der Überschrift: “So verläßlich wie ein Erzengel”.
    Im nächsten Jahr werde ich ganz bestimmt versuchen, für “Schmetterlingsflügel” einen Verleger zu finden und werde allen, die bisher erfolglos anfragten, Nachricht geben.
    Barbara Stewen

  3. Der Beitrag von Frau Stewen hat mir gut gefallen, auch die Bilder und Skulpturen finde ich sehr gut. Zu gerne würde ich mal ihr Buch SCHMETTERLINGSFLÜGEL lesen, leider habe ich noch nicht herausgefunden, wo ich ein Exemplar bekommen könnte.