Szene aus einem Instagram-Reel. Screenshot: The Odenthal Project

Außer einer Schule, ein paar Supermärkten, einigen Restaurants und einer Polizeistation hat Odenthal auf den ersten Blick nicht viel zu bieten. Das sahen einige Schüler:innen des Gymnasiums Odenthal andersund kreierten einen Instagram-Account für ihre Heimat-Gemeinde, den sie seitdem selbst betreiben.

Alles begann in der Projektwoche vom Gymnasium Odenthal, in der sich vier Schüler:innen namens Claire Legrain (15), Jolanda Vierkotten (16), Zoé Bixer (16) und Amos Landschaft (16) das freie Projekt ausgesucht haben: Das heißt, sie konnten selbst entscheiden, was sie in dieser Woche Ende April machen wollten.

Sie haben sich dazu entschieden, einen Instagram-Account für ihre Heimat-Gemeinde Odenthal zu kreieren. Seit diesem Tag posten sie unter dem Namen „The Odenthal Project“ regelmäßig neue Videos, in denen sie den Alltag in Odenthal auf lustige Weise darstellen.

„Wir hatten keine wirkliche Intention hinter diesem Account, wir wollten eigentlich nur was Cooles in dieser Projektwoche machen“, erklärt Zoé Bixer. „Ich weiß gar nicht, wer von uns auf die Idee gekommen ist, aber dann stand das so im Raum und wir haben beschlossen: Komm lass uns das machen“, sagt Jolanda Vierkotten.

Und dann haben sie damit angefangen. „Wir wollten eigentlich einen Account machen, der über Odenthal informiert, aber dann haben wir uns relativ schnell für dieses lustige Format entschieden,“ ergänzt Jolanda Vierkotten.

Screenshot von Instagram

Auch die Bürgermeisterin folgt dem Kanal

Die Schüler:innen posten etwa darüber, dass Odenthal einen eigenen Eiffelturm hat oder fragen Schülerinnen und Schüler, was denn ihr Lieblingsort in Odenthal sei.

Von Anfang an bekommen sie Unterstützung von ihren Klassenkamerad:innen – in Form von Likes, Follows oder Teilen der Videos. Mit der Zeit sind immer mehr Leute auf den Account aufmerksam geworden. Dadurch, dass sie viel über Odenthal posten und die Gemeinde lustig und schön darstellen, sind sie so bekannt auf Instagram, dass ihnen sogar Bürgermeisterin Laura Lundberg folgt. Inzwischen haben sie mehr als 1200 Follower:innen.

Allerdings soll der Account nicht nur lustig sein, sondern auch auf Probleme in Odenthal aufmerksam machen, zum Beispiel die Sache mit dem Öffentlichen Nahverkehr: Die Busse kommen häufig zu spät oder gar nicht, fahren zu selten oder sind morgens sehr überfüllt.

„Wir wollten Odenthal in einer lustigen Weise darstellen. In Zukunft werden wir hoffentlich weiterhin über die Gemeinde informieren und Leute zum Lachen bringen“, so Amos Landschaft.

Die vier Schüler:innen möchten diese Art von Unterhaltung und informative Comedy noch lange Zeit beibehalten und diesen Account auch weiterhin verwalten.


Die Autorin dieses Beitrags macht zur Zeit ein Praktikum in der Redaktion des Bürgerportals und besucht selbst das Gymnasium Odenthal.

ist Schülerin am Gymnasium Odenthal und hat in der Redaktion des Bürgerportals ein Praktikum absolviert.

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