Liebe Bürger und Mitstreiter von Refrath/Bergisch Gladbach, wir möchten Sie gern über den weiteren Verlauf der Aktionen im Zusammenhang mt dem geplanten Gewerbegebiet Lustheide-Refrath informieren.

Einwendungen gegen die Pläne

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Der öffentliche Aushang der Pläne findet vom 07.11.2011 bis 02.12.2011 im Rathaus Bensberg statt. Nur in diesem Zeitraum haben wir Bürger die Möglichkeit, Einwendungen gegen beide Pläne, den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan, zu erheben. Bitte unbedingt beachten: es handelt sich um zwei Pläne

  • „Änderung Nr. 175/6540 – Gewerbegebiet Lustheide – des Flächennutzungsplanes“
  • „Bebauungsplan Nr. 6540 – Gewerbegebiet Lustheide“),

gegen die auch getrennt Einwendungen erhoben werden müssen! Schreiben bzw. sprechen Sie alle Punkte an, die Ihnen Sorgen bereiten, seien es die Schadstoffemissionen, die Lärmbelastung, der Wegfall des Naherholungsgebietes, der Naturschutz, die Stadtentwicklung, die Veränderung Ihres Wohnumfelds, der mangelnde Vertrauensschutz, der Verkehrsfluss auf der Lustheide / in Refrath, die Kosten- / Nutzung-Rechnung des Vorhabens etc. Anregungen können Sie auch auf unserer Website www.lustheide.de erhalten.

Die Einwendungen können in schriftlicher Form (formlos) an folgende Adresse erfolgen:
Stadtverwaltung,  Fachbereich 6 – Stadtplanung (5.OG)
Wilhelm-Wagner-Platz, 51439 Bergisch Gladbach
geschaeftsstelle.fb6@stadt-gl.de

Sie haben aber auch die Möglichkeit, Ihre Einwendungen persönlich bei den Mitarbeitern im Rathaus Bensberg bei der Stadtverwaltung zu Protokoll geben.
Öffnungszeiten vormittags, montags bis freitags 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr
Öffnungszeiten nachmittags: montags bis mittwochs 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr, donnerstags 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Die Frist für die Einwendungen gegen die Pläne läuft ab am 02.12.2011 – bis dahin müssen alle Einwendungen bei der Stadt eingegangen sein. Die Stadt ist dann verpflichtet, auf alle Einwendungen der Bürger einzugehen und sie in die weitere Planung mit einzubeziehen.

Das bedeutet für alle: schreiben, schreiben, schreiben oder persönlich vorsprechen…damit die Politiker Ihre Fehler erkennen!

Wir würden uns freuen, wenn Ihre Einwendungen möglichst sachlich gehalten werden könnten, da wir nicht mit den Wutbürgern in einen Topf geworfen werden wollen. Anregungen für Schreiben oder Textbausteine, die Sie für Ihre Schreiben verwenden können, finden Sie unter der Rubrik “Musterbriefe” und “Argumente-Sammlung” auf unserer Internetseite.

Es geht um die rot-schraffierte Fläche. Karte: Robert Ludes/Open Streetmap

Zuwegung in das geplante Gewerbegebiet via Lustheide

Es existieren widersprüchliche Informationen darüber, ob die Eigentümer des Grundstückes über welches die Zuwegung zum Gewerbegebiet vorgesehen ist, bereit sind, das Grundstück an die Stadt Bergisch Gladbach abzugeben.
Unsere Stellungnahme: Selbst wenn die Eigentümer das Grundstück nicht verkaufen sollten, ändert das die Situation keinesfalls. Die Städteplaner werden dann alternative Zuwegungen finden – andere Grundstücke bieten dazu ausreichend Möglichkeiten.

Aktionen am Tag der Landratswahl am 20. November 2011

Wir sind überzeugt, dass das Zeigen von Präsenz auch und gerade am Tag der Landratswahl sinnvoll ist. Engagierte Bürger könnten vor den (5-6 wichtigsten) Wahllokalen in Refrath stehen und Informationen sowie Material über das geplante Gewerbegebiet verteilen. Damit wären wir ganz nah dran an der Politik.  Es werden Mitstreiter gesucht! Wer möchte sich an dieser Aktion beteiligen?
Meldungen bitte an mail@lustheide.de, Stichwort Aktion am Tag der Landratswahl.

Plakatwand beim REWE Markt

Wir überlegen, die Plakatwand am REWE Markt für eine Zeit lang anzumieten, um noch mehr Bürger und Politiker darauf aufmerksam zu machen, dass das Gewerbegebiet nicht erwünscht ist. Sowohl der Plakatdruck wie auch die Miete müssten aber von uns finanziert werden.

Kosten der Aktionen – Spenden

Bisher haben die Initiatoren der Bürgerbewegung sämtliche Kosten für Kopien, Porto, Drucke etc. aus eigener Tasche gezahlt. Eine Aktion wie die Anmietung der Plakatwand übersteigt aber unsere Möglichkeiten. Ggf. werden wir z.B. Gutachten vor- / mit-finanzieren müssen. Wenn Sie sich an den Kosten für die Maßnahmen beteiligen möchten, können Sie gerne eine Spende auf das von Frau Kutscher dafür eingerichtete Konto 13 13 08 55 33 bei der Kreissparkasse Köln (BLZ 370502 99) überweisen.  (Empfänger ist Veronika Kutscher, Zweck: www.lustheide.de).

Wir werden Sie über die genaue Verwendung der Spendengelder informieren. Sollten wir mehr Spenden erhalten als benötigt werden,  wird der Überschuss an den Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln überwiesen.

Gespräche mit den Politikern

Wir haben schon mit einigen Politikern, insb. den schlussendlich entscheidenden Ratsmitgliedern, persönlich gesprochen und Vor-Ort-Termine im betroffenen Waldgebiet durchgeführt; diese Arbeit werden wir fortsetzen. Die Namen/Fraktionen möchten wir nicht vorab veröffentlichen; wir konnten aber schon viel Überzeugungsarbeit leisten und freuen uns auf die kommenden Termine!

Eigene Aktionen

Wir möchten noch einmal herzlich bitten: werden Sie aktiv! Schreiben Sie Ihre Einwendungen an die Stadt! Sprechen Sie mit anderen Bürgern und animieren Sie auch diese  zum Schreiben. Gehen Sie ins Rathaus und bringen Ihre Einwendungen persönlich zu Protokoll! Stellen Sie sich freitags auf den Wochenmarkt und verbreiten Informationen. Unterrichten Sie Ihre Nachbarn, insbesondere die Bevölkerung, die evtl. über keine Mail-Adresse verfügt. Schlagen Sie weitere Aktionen vor! Bewegen Sie Ihre Freunde und Nachbarn dazu, sich ebenfalls einzusetzen und die Politiker zu überzeugen. Wie können wir Sie dabei unterstützen?

„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“  (Bertolt Brecht)

Weitere Informationen:

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  1. Es wäre ja schön, wenn hier Arbeitsplätze geschaffen würden. Angesichts der vielen, vielen leerstehenden Gewerbeimmobilien in Bergisch Gladbach sollte man aber den Politikern nicht alles glauben, Herr Bloedorn. Zanders Zukunft ist noch ungewiss. Wenn es schlecht läuft, haben wir ein großes Gewerbegebiet mit S-Bahn-Anschluss.

    So viel ich weiß gibt es bisher keinerlei Interessenten für die neuen Gewerbeflächen. Man sollte vielleicht erst den Bedarf ermitteln und dann abholzen, oder?

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich finde Ihre Protestaktion gut und habe selbst bereits an die Stadtverwaltung geschrieben. Ich wollte Sie nur darüber informieren, dass die Adresse Wilhelm-Wagener Platz in 51429 Bergisch Gladbach ist.
    Mit freundlichen Grüßen

  3. Also mal ehrlich, wenn ich solch ein Geschwätz hier von manchen lese. Ihr habt alle eure Häuser, eure Jobs, den Job wahrscheinlich ausserhalb von Refrath (sollen sich doch andere mit den Gewerbegebieten rum schlagen) und ihr mault rum weil sich der Fortschritt nun mal nicht aufhalten lässt. Ihr reißt die Klappe auf wenn es zu wenig Arbeitsplätze und zu viele Abeitslose gibt, jetzt werden Arbeitplätze geschaffen und ihr seit wieder am meckern nur weil es in der näheren Umgebung eures Wohnortes ist. Schon mal darüber nach gedacht das da; wo euer Haus jetzt steht auch mal Wald war ? Vieleicht wollten die damaligen Anwohner auch nicht das ihr eure Häuser dort baut weil sie den Wald oder die Wiese schöner fanden. Die Waldfläche in Deutschland beträgt 11.075.798 Hektar, entsprechend 31 % der Staatsfläche.
    Äcker und Wiesen noch nicht mitgerechnet ! Also was wollt ihr ?
    Habe heute mal wieder an einer Hauswand so ein lächerlich beschriftetes Bettlaken gesehen : “Unsere Kinder brauchen kein Gewerbegebiet” Wenn ich so einen Mist lese wird mir übel. Unsere Kinder genau wie meine, brauchen aber später mal Arbeitsplätze.
    Ich bin zwar Selbstständig und profitiere nicht von einem Gewerbegebiet, bin aber trotzdem einer Bebauung gegenüber aufgeschlossen. Im übrigen wohne ich auch seit 25 Jahren in Refrath ein paar Schritte entfernt der Shell Tankstelle.
    MfG Marco Bloedorn

  4. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich bin erst die Tage auf das Projekt Lustheide Gewerbegebiet aufmerksam geworden.

    Nun ich bin in Refrath aufgewachsen und wohne heute auf der Lustheide.

    Jeden Tag Richtung Köln Stau und am Abend das selbe zurück, Refrath, Lustheide, Vürfels usw. alle Strassen mit LKW’s und Autos die nach Berg. Gladbach müssen verstopft. Es herrscht nur noch Krach und Gestank.

    Dies seit Jahren, eine Lösung seitens Politik, FEHLANZEIGE und jetzt… ein Gewerbegebiet, Wald wird geopfert..noch mehr Krach und Verkehr….
    Wer kommt auf solche Ideen? Menschen ohne Zukunft? Blinde?

    Jeder Betrieb der sich dort ansiedeln soll, muss in seine Kalkulation für Lieferungen Anfahrten usw. sehr viel Geld für Staus einkalkulieren….welches Gewerbe kann sich es leisten, jeden Tag in Refrath, auf der A4, auf der A3 usw. ewig im Stau zu stehen? Jede Stunde kostet viel Geld.

    Nun mit diesem Vorschlag in Refrath Lustheide ein Gewerbegebiet neu aus dem Boden zu stampfen, wird mich das erste mal und viele andere Bürger aufwecken und erstmalig aktiv zu werden.

    Ich kann es kaum glauben das überhaupt jemand auf solch eine Idee kommt…kostet Ihm nur bei den nächsten Wahlen den Kopf….

    Wenn die Politik nicht bald Lösungen für den Verkehr in Refrath, Bensberg und Gladbach hin bekommen, dann wird dieses Wohngebiet immer mehr Bürger mit gutem Einkommen verlieren….was bleibt dann?

    Viele Grüße

    Jürgen Kickmeier

  5. Wir müssen Planung für Gewerbegebiet in Lustheide stoppen!

    Die Stadtratsfraktion DIE LINKE./BfBB spricht sich einstimmig gegen die Planung des neuen Gewerbegebiets in Lustheide (BP Nr. 6540) aus. Der Ausbau von neuen Gewerbegebieten in Wohngebieten ist nicht nur eine unnötige Umweltzerstörung und Belastung der Bürgerinnen und Bürger in diesem Stadtteil, sondern auch wirtschaftlich fragwürdig.

    Die Fraktion DIE LINKE./BfBB in Frage, ob das geplante Gewerbegebiet tatsächlich zu erhöhten Steuereinnahmen führen wird. Sie dazu eine detaillierte Stellungnahme der Fraktion zum Plan unter http://www.linksfraktion-GL.de

    Die Stadtentwicklungsgesellschaft SEB erschließt in Obereschbach eine neue und große Gewerbefläche und auch alle Nachbargemeinden arbeiten an der Erschließung neuer Flächen. Es ist zu befürchten, dass durch die wachsende Konkurrenzsituation überall neue Brachflächen entstehen. Am Ende werden unnötig Steuergelder verschwendet, die Wohnqualität und die Natur zerstört, ohne dass eine Verbesserung der Steuereinnahmen zu verzeichnen ist.

    Neben den wirtschaftlichen Fragen geht es auch um massiven Eingriffe in die Natur. Der Grünstreifen neben der Autobahn dient nicht nur als Wasserschutzzone und Naherholungsgebiet, sondern auch als Lärmschutz und Feinstaubfilter für den gesamten Stadtteil Refrath. Auch wird durch zusätzliches Gewerbe das Verkehrsaufkommen dramatisch anwachsen. Bereits schon jetzt ist überall im Stadtteil eine Überlastung zu den Hauptverkehrszeiten zu beobachten.

    Nach Ansicht von Landratskandatin Jessica Seifert (DIE LINKE.) widerspricht die vorgelegte Planung einer umweltgerechten und nachhaltigen Flachenplanung. „Die Stadt Bergisch Gladbach hat sich sowohl in einem erst kürzlich beschlossenen Freiflächenkonzept als auch in einem NRW-Modelprojekt für „Nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung“ zu einer flächenschonenden Stadtentwicklung bekannt. In der nun vorgelegten Planung werden nicht nur wertvolle Grünflächen zerstört, sondern auch die Interessen der Bürgerinnen und Bürger mit den Füßen getreten. Das hat nichts mit einer bürgernahen, umweltgerechten und Zukunftsplanung zu tun.“

    Die Stadtratsfraktion DIE LINKE./BfBB unterstützt die Aktivitäten der Bürgerinitiative, die sich gegen die Planung eines Gewerbegebiet im Wald wehrt, und fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, im laufenden Beteiligungsverfahren Einwendungen gegen den Bebauungsplan zu erheben.

    Detaillierte Stellungnahme der Fraktion zum Plan unter http://www.linksfraktion-GL.der

  6. Ich möche der Initiative Lustheide gratulieren. In so kurzer Zeit, eine so professionelle Initiative auf die Beine zu stellen, ist wirklich eine tolle Leistung. Ich spreche aus Erfahrung, wir kämpfen hier in kleinerem Rahmen um die Erhaltung einer Grünfläche an der Alten Marktstraße in Refrath.

    Wenn ich mir vorstelle, ich hätte vor einigen Jahren ein Haus an der Lustheide gekauft, das damals sicherlich mit “Wohnen am Wald” oder ähnlich beworben wurden und jetzt will man direkt hinter mir den Wald abholzen und das Gewerbegebiet erweitern – Wahnsinn!

    Warum glaubt die Verwaltung und Politik der Stadt Bergisch Gladbach eigentlich den Studien für die Zukunft nicht. Das Industriezeitalter ist vorbei. In Zukunft wird ein Großteil der Gewerbeimmobilien leerstehen. Gerade Bergisch Gladbach ist dafür ein gutes Beispiel. Auch private Immobilien werden im Überfluss vorhanden sein, die Bevölkerung schrumpft und altert. Das kann man hier in Refrath gut beobachten, wo in bestehenden Siedlungen gerade ein Generationenwechsel stattfindet.

    Statt den Naherholungswert zu unterstreichen, zu fördern und zu schützen, statt sich auf bestehende Ressourcen (Immobilien) zu besinnen, die einer neuen zeitgemäßen Nutzung dienen könnten, werden in dieser Stadt die letzten Reste stadtnaher Natur vernichtet, abgeholzt und neu gebaut, wo immer es nur geht,

    Die Politik geht immerhin konsequent vor. Das Prinzip lautet: Stets entgegen demografischen und ökonomischen “Megatrends”, so nennt man umfassende Veränderungen, die unsere Gesellschaft und unser Leben in den nächsten 50 Jahren betreffen. Solche Megatrends konsequent zu ignorieren, ist kurzfristig gedacht, macht langfristig wettbewerbsunfähig, ist teuer und ärgerlich für alle nachfolgenden Generationen.

    Auf Dauer wird die Bergisch Gladbacher Politik ihre Bürger so verärgern, dass sich der Trend “Zuzug aus Köln” umkehren wird in “Flucht aus Bergisch Gladbach”.

    Ich hoffe, dass viele Bürger ihre Chance nutzen und ihre Einwände an das Planungsbüro schicken. Viel Erfolg!