Das historische Rathaus

Am Montag, 22 Uhr zeigt das WDR-Fernsehen den mit Spannung erwarteten Bericht “Reiche Bürger – arme Stadt. Warum Kommunen pleite gehen”. Den sollten Sie nicht verpassen.

Wie kommt Bergisch Gladbach dieses Mal weg? Schauen Sie hin und teilen Sie uns Ihre Meinung mit, unten im Kommentarfeld, bei Facebook oder Twitter, wir tragen die Reaktionen hier zusammen.

Der WDR kündigt den Beitrag selbst so an:

Immer mehr Kommunen wirtschaften am Rand der Pleite. Mehr als 130 Kommunen allein in Nordrhein Westfalen regieren mit einem Nothaushalt. Ihre Ausgaben und Einnahmen sind streng reglementiert. Geld für Neuinvestitionen ist kaum vorhanden. Der Grund für die Pleiten seien dramatisch gewachsene Aufgaben, die der Bund den Gemeinden aufbürde – vor allem für Ausgaben im Sozialbereich. Doch haben auch die Kommunen selbst Schuld an der finanziellen Misere? Wie halten es zum Beispiel vermögende Bürger mit der Steuer?  Ingolf Gritschneder ist diesen Fragen am Beispiel der Stadt Bergisch Gladbach nachgegangen. Mit rund 110.000 Einwohnern ist Bergisch Gladbach eine der kleinsten Großstädte des Landes. Die Stadt am Rande des Bergischen Landes und der Kölner Bucht schiebt einen riesigen Schuldenberg vor sich her und muss mit einem Nothaushalt regieren. Dabei galt Bergisch Gladbach einst als eine der wohlhabendsten Städte im Lande. Noch heute leben hier viele schwerreiche Bürger. Zwei der berühmtesten Gourmet-Restaurants Deutschlands gibt es hier, eine weit über die Grenzen bekannte Wellness-Oase und einen der deutschlandweit schönsten Golf-Plätze. Trotzdem ist die Finanzlage desolat.

Etwas reißerisch heißt es dann:

Der Film fragt vor allem nach den Steuereinnahmen, die in der Stadt wie ein Staatsgeheimnis behandelt werden. Warum kommt von den Milliarden-Umsätzen der Unternehmen so wenig im Stadtsäckel an? Eine story von großen und kleinen Geschäften, von persönlichem Profit und öffentlicher Not.

Eigentlich stehen die Steuereinnahmen ja im Haushalt der Stadt, und so ganz viele Unternehmen mit Milliarden-Umsätzen gibt es in Bergisch Gladbach ja auch nicht (mehr). Aber lassen wir uns überraschen.

Bei der Gelegenheit sei aber an weitere Medienberichte über Bergisch Gladbach erinnert, bei denen unsere Heimatstadt meistens nicht so gut weg gekommen ist.

Zum Beispiel Bei dem Wiso-Bericht im ZDF über den neuen Spielplatz in Refrath kam die Stadtverwaltung nicht so gut weg und musste sich die Verschwenung von Steuergeldern vorhalten lassen. Eine Kritik, die von vielen in Bergisch Gladbach geteilt wird.

Und wer den Schaden hat, den trifft der Spott gleich Kübelweise. So nahm Harald Schmidt bei Sat.1 die Trennung von Heidi Klum und Seal zum Anlass, mal auf dem Marktplatz vorbei zu schauen. Übrigens: Heidi Klums Firma hat Bergisch Gladbach ebenfalls verlassen und zahlt ihre Steuern jetzt in Odenthal.

Schon eine Weile her, aber auch nicht von schlechten Eltern: Die Abrechnung der FAZ mit Bergisch Gladbachs Antlitz. Lesenswert – aber auch diskussionswürdig.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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