Stadtkämmerer Thore Eggert im Stadtrat. Foto (Archiv): Thomas Merkenich

Die Stadtverwaltung arbeitet unter Hochdruck daran, die Sparbeschlüsse des Stadtrats umzusetzen – ohne die eigene Handlungsfähigkeit zu verlieren. Rund vier Millionen Euro müssen eingespart werden. Dafür prüfen die Fachbereiche seit Wochen, was Vorrang hat und wo gekürzt werden kann. Dabei gehe es nicht nur um große Projekte, sagt Kämmerer Thore Eggert, sondern oft auch um viele kleine Entscheidungen. Für die Bürger:innen werde das spürbare Folgen haben.

Die Verwaltung verstehe den Ratsbeschluss zum Haushalt 2026 als klaren Auftrag, betont der Beigeordnete und Kämmerer Thore Eggert. „Grundsätzlich gilt: Der Rat beschließt, wir setzen es soweit wie umsetzbar um – in einem strukturierten Prozess,“ sagte er in einem Pressegespräch Ende der vergangenen Woche. 

Ziel sei es, die politischen Vorgaben mit Augenmaß umzusetzen, Einsparpotenziale konsequent zu heben und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger möglichst gering zu halten.

Der Stadtrat hatte vor sechs Wochen nach dem Scheitern von Gesprächen zwischen CDU, Grünen und SPD beschlossen, auf die eigentlich vorgesehene Erhöhung der Grundsteuer zu verzichten. Statt zusätzlicher Einnahmen muss die Stadt ihre Ausgaben gegenüber dem Haushaltsentwurf nun um insgesamt rund vier Millionen Euro kürzen. Auf das geplante Haushaltsdefizit von rund 50 Millionen Euro hat das keine Auswirkungen.

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Mehr als sechs Stunden hat der Stadtrat getagt. Der Vorschlag der Verwaltung zur Abwicklung des Jugendzentrums Q1 war rasch bestätigt. Lange wurde über de Haushalts 2026 geredet und entschieden. Bei der Reduzierung der Grundsteuer-Erhöhung stimmten CDU, SPD und Grüne noch gemeinsam, dann brach der Graben auf: Schritt für Schritt setzte sich die CDU mit ihren Sparvorschlägen durch, gegen Appelle der Stadtverwaltung und mit den Stimmen von AfD und Bürgerpartei.

Seit dem Ratsbeschluss arbeitet die Kämmerei zusammen mit den Fachbereichen daran, konkrete Einsparmöglichkeiten zu identifizieren. „Transparent, detailliert und unter erheblichem Zeitdruck“, so Eggert. 

Sachkosten müssen um 1,3 Millionen Euro gekürzt werden

Nach seinen Angaben wurden zunächst sämtliche Sachkosten analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass nicht – wie zunächst angenommen – zwei Millionen Euro, sondern rund 1,3 Millionen Euro in diesem Bereich eingespart werden müssen.

„Wir nehmen den Auftrag an, aber die Umsetzung wird Folgen haben“, sagte Eggert. Ausgabenposten zu streichen, sei „in der Zahl recht einfach, es in der Praxis durchzusetzen und durchzuhalten aber nicht“. 

Starrer Personalkostendeckel

Der größere Teil der Einsparungen soll laut Ratsbeschluss allerdings bei den Personalausgaben erfolgen. Dazu gehören der Verzicht auf einen Teil der zusätzlichen Stellen, die Streichung einzelner bestehender Stellen sowie ein starrer Personalkostendeckel. Die Stadt habe nach dem Ratsbeschluss ad hoc einen externen Einstellungsstopp verfügt und prüfe intensiv, welche Maßnahmen zur Einhaltung des Personalkostendeckels erforderlich sind, berichtet Eggert.

Schon jetzt zeigt sich, dass die Entscheidungen des Stadtrats negative Auswirkungen auf das Personal haben. Nach Informationen des Bürgerportals hatte wenigstens ein Mitarbeiter unmittelbar nach der Ratssitzung gekündigt. Auch zuvor hatte die Stadt ein Problem damit, gute Fachleute in den Bereichen zu halten, die wie Klimaschutz oder Radverkehrsplanung im öffentlichen Kreuzfeuer stehen.

Viele Aufgaben sind unverzichtbar

Grundsätzlich ließen sich Einsparungen dieser Größenordnung „nicht folgenlos realisieren“, wiederholt Eggert. Ohnehin befinde sich die Stadt seit Jahren in einem dauerhaften Konsolidierungsprozess. Viele Leistungen seien Pflichtaufgaben oder zumindest politisch und gesellschaftlich kaum verzichtbar.

Deshalb, so der Kämmerer, müsse nun jede einzelne Maßnahme kritisch überprüft werden: Was kann reduziert, verschoben oder anders organisiert werden? Wo lassen sich Prozesse effizienter gestalten, ohne die Qualität öffentlicher Leistungen massiv zu beeinträchtigen?

„Rasenmäher mit Insellösungen“

Die Einsparungen bei den Sachkosten werden über alle Fachbereiche verteilt – eine entsprechende Liste hatte Eggert in der vergangenen Woche im Finanzausschuss vorgestellt. 

Die Belastungen treffen nicht alle Bereiche gleichmäßig, denn der Stadtrat hatte die Ausgaben für Schulen, Straßen und Zanders ausdrücklich von den Kürzungen ausgenommen. Die Fachleute sprechen von der Methode „Rasenmäher mit Insellösungen“. 

Dadurch steigt der Sparbeitrag der übrigen Fachbereiche. Besonders betroffen sind deshalb unter anderem der Bereich Soziales sowie die Feuerwehr, weil dort die Budgets und Sachkosten vergleichsweise hoch sind.

Differenziert statt pauschal

Die Verwaltung setze dennoch bewusst auf eine differenzierte Steuerung statt auf pauschale Kürzungen, betont Eggert. Jede Kürzung werde sorgfältig abgewogen. Als Beispiel nennt er die Unterhaltung städtischer Gebäude: Würden Sanierungs- oder Instandhaltungszyklen verlängert, könne kurzfristig Geld eingespart werden. Langfristig drohten jedoch deutlich höhere Kosten. 

Wohin solche Sparmaßnahmen an der Infrastruktur führen, sehe man ja deutlich am Zustand der Schulen und der anderen öffentlichen Gebäude. Am Ende müssten die Dezernenten und der Verwaltungsvorstand immer Abwägungen treffen, unter Berücksichtigung der Folgen.

Wo und wie jeder Fachbereich nun tatsächlich kürze, werde jetzt gerade geprüft, berichtet Eggert. Das sei alles andere als einfach. Zumal die Stadt ja schon seit Jahren in einem ständigen Konsolidierungsprozess stecke und Aufgaben immer wieder hinterfragt habe. 

Wünsche an die Politik

Könnte die Verwaltung nicht die erforderlichen Summen reinholen, indem sie (noch) effizienter arbeite – auch mit Hilfe der Digitalisierung und künstlicher Intelligenz? Effizienzsteigerungen seien immer möglich, sagt Eggert. Allerdings benötigten auch solche Modernisierungen zunächst Investitionen in Prozesse, Zeit und Software. Die jetzt geforderten kurzfristigen Einsparungen ließen sich dadurch allein nicht kompensieren.

Eggert lässt keinen Zweifel daran, dass die Verwaltung alles unternimmt, die Entscheidungen des Stadtrats verantwortungsvoll umzusetzen. Gleichzeitig wünsche er sich von der Politik häufiger konkrete Vorschläge, an welcher Stelle Ausgaben reduziert werden könnten, wenn neue oder zusätzliche Projekte beschlossen werden, bestätigt Eggert. 

Immer wieder erlebe die Verwaltung, dass eigene kostengünstigere Vorschläge verworfen würden, obwohl alternative Finanzierungsmöglichkeiten fehlten. Als Beispiel verweist er auf die beschlossene kurzfristige Reparatur des Strundetalwegs.

Nach dem Sparen ist vor dem Sparen

In den kommenden Wochen soll der Konsolidierungsprozess weiter konkretisiert werden, kündigt der Kämmerer an. Jede Einsparmöglichkeit werde geprüft, jeder Fachbereich müsse seine Beiträge detailliert benennen.

Anschließend werde der Stadtrat in den Fachausschüssen transparent informiert, kündigt Eggert an. Wenn der neue Haushalt steht, muss er noch zur Genehmigung an den Kreis als Kommunalaufsicht gehen. Die Genehmigung, das sagte Eggert am Dienstagabend im Stadtrat, sei nicht vor Ende Juli zu erwarten, eher später.

Parallel arbeitet die Kämmerei bereits am Haushalt für 2027 – dort sollen nach aktuellem Beschlussstand weitere fünf Millionen Euro eingespart werden.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Sehr geehrte Frau Ulla.

    Zum Thema Sparen und Schrebergärten,

    Seit gestern Abend im dunklen warten zwei Berge SONDERMÜLL aus dem Garten 16 & dem letzten in der Reihe könnte 20 sein.
    Auf Abholung, ich vermute der Sondermüll ( ich kann Ihnen gerne Bilder zukommen lassen )
    Wurde als Sperrmüll angemeldet??

    Wo jetzt nach meinem Verständnis nach die Schrebergärten nicht von der Stadt Bergisch Gladbach als Wohnung bedient werden.

    Das Ordnungsamt ist nach Anfrage NICHT zuständig.

    Also wie wird der Sondermüll abgeholt, getrennt und sortiert.

    Jeder In Bergisch Gladbach müsste sein Müll sortieren und gegenfalls zum Betriebshof bringen.

    Ich Frage jetzt wer zahlt alle.
    Oder gibt es eine Rechnung für die Parzelle.

    Aber Sie haben vielleicht jemand den Sie kennen, hatten Sie ja schon angedeutet.

    1. “Seit gestern Abend” 18.05.2026? “im dunklen warten zwei Berge SONDERMÜLL”

      “Wurde als Sperrmüll angemeldet??” Weis ich nicht, aber warten Sie doch einfach erstmal ab, hier stehen Sperrmüllberge teils wochenlang herum wenn Menschen z.B. ausziehen, wenn man deswegen jedes mal (1/2 Tag später ? ernsthaft?) gleich das Ordnungsamt kontaktieren würde bzw. die Leute anzeigen würde, wo kämen wir dann hin.

      Und nein, bitte keine Bilder!

      1. Sehr geehrte Frau Ulla,

        ich möchte noch zum Kontext:
        Ordnungsamt antworten.

        Ich zitiere,
        +++
        “Wurde als Sperrmüll angemeldet??” Weis ich nicht, aber warten Sie doch einfach erstmal ab, hier stehen Sperrmüllberge teils wochenlang herum wenn Menschen z.B. ausziehen, wenn man deswegen jedes mal (1/2 Tag später ? ernsthaft?) gleich das Ordnungsamt kontaktieren würde bzw. die Leute anzeigen würde, wo kämen wir dann hin.
        +++

        wenn Sie sich die Mühe gemacht haben vorbeizuschauen dann wissen Sie.

        Der SONDERMÜLL nicht Sperrmüll lag NICHT in einer Grundstückseinfahrt oder vor einem Haus oder befestigter Weg mit einer Hausnummer und gemeldeten Bewohner.

        Er lag auf einem Grünstreifen zwischen Bäumen am Waldrand.
        So kann man ganz einfach sagen wir sprechen von Müll in der Natur.

        Ja, und zu ihrer Frage, ja da schreibe ich SOFORT eine Mail an das Ordnungsamt, der Müllabfuhr und wenn der Müll im Bach liegen sollte an eine zuständige Stelle.
        Ja es wäre schön wenn das andere auch machen würden.

        Die Alternative ist doch letztendlich mit dem Auto in die Grube Cox ein zwei Bäume abhacken und schön etwas grillen. Da dort schon Wasser ist das Auto am Samstag gleich mit waschen.

        mfg

    2. “Ja, und zu ihrer Frage, ja da schreibe ich SOFORT eine Mail an das Ordnungsamt”

      Ich habe Sie eigentlich gar nichts weiter gefragt. Mir ist schon so alles klar gewesen, Herr Naturschützer.

      Leider scheinen die angenehm ruhigen Siemens-Zeiten für diese Leute vorbei zu sein, denn
      jetzt hagelt es offenbar, warum auch immer, Anzeigen einiger “Bürger” oder “Kontrolleure” und Kündigungen.

      Mir tun die jedenfalls leid.

      1. Sehr geehrte Frau Ulla ich wünsche einen schönen guten morgen.
        Den Titel,,, Naturschützer,,, nehme ich dankend an.

        Den ruhigen Siemens Zeiten trauern Sie hinterher ?

        Da gab es zum Thema Naturschutz auch von Frau Schmusesturm oder so ähnlich die Antwort: wie? die Schrebergärten da soll ich mich jetzt auch noch darum kümmern? nein um was ich mich alles kümmern soll.

        Für Schrebergärten Anlagen gibt es ein Gesetz:

        https://bauportal.nrw/gartenlaube-kleingartenanlagen-bauen-nordrhein-westfalen

        Es gibt einen Paragraphen, 47 Feuer; Rauchen im am und 100 Metern Abstand zur Waldkante. Vielleicht habe ich mich mit dem § gerade verzählt…

        Ich gehe davon aus das der Stadt Bergisch Gladbach langsam die Augen aufgehen was bei dem Erwerb der Wälder so im Schlepptau hängt.

        Ich habe den Hut mit den Pachteinnahmen die die Finanzierung der Stadt retten würden NICHT in den Ring geworfen.

        Leider sind die Schrebergärten ein sehr großer Kostenpunkt wenn sie im Einklang der Natur bestehen sollten.

        Zum Abschluss noch eine kleine lustige Geschichte aus der Sicht der Natur aber eine sehr traurige

        Ein sehr Naturverbundener Pächter hat noch am Ende der Siemens Zeiten einen schönen Naturzaun errichtet. So aus grünen Eisen mit Plastestreifen als Sichtschutz. Eine Tür für Mensch und ein großes Tor für das liebste Kind (das Auto, besser Transporter).

        Es wurden im Schrebergarten Gräben ausgehoben und Steine für den Parkplatz verlegt….
        Es ist mir völlig unbekannt, dass Fahrzeuge mit in den Schrebergarten dürfen.

        Ich würde vorschlagen der ein oder andere der Trauergesellschaft schaut einmal von hinten auf die Anlage, was da an Schrott und waldfremden Materialien in den Wald verbracht wurde, um Zäune zu errichten.

        Die Natur leidet da wohl noch mehr und es bereitet mir Kummer.

        mfg

      2. Die haben “einen schönen Naturzaun errichtet. So aus grünen Eisen mit Plastestreifen als Sichtschutz.”

        Ahaa, da kommen wir der Wahrheit doch vielleicht schon etwas näher.
        Sie ärgern sich über den Sichtschutz.

        ps. der “Naturschützer” war eigentlich nur ironisch gemeint.

        _____________
        Hinweis der Redaktion: Bitte bleiben Sie sachlich. Wir haben diesen Beitrag bearbeitet und persönliche Unterstellungen entfernt.

      3. Es ging ihm ziemlich offensichtlich nicht um die Eigenschaft als Sichtschutz, sondern um die Ausführung mit Gittermatten und Plastikstreifen (hässlicher geht es ja auch kaum), die alles andere als Naturverbundenheit zeigt. Wenn man einen Kleingarten wie einen Gewerbehof umfriedet, ist das schon ein wenig zweifelhaft.

      4. @Drucker

        Leider gibt es Kommentare die einen Beitrag nur ins Lächerliche ziehen wollen wenn die Argumente fehlen.

        Danke

        https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflanzen/zierpflanzen/01955.html

        Hier ein Beispiel wie Hecken sein sollten, wenn die Natur jemanden nicht am A…. vorbei geht.
        Es gibt genug Möglichkeiten sich, wenn es man für Nötig halten sollte sich zu verstecken.
        Aber die Natur sollte auch etwas davon haben und vielleicht auch etwas für das Kleinklima bringen.

    3. Was ist es denn nun: Sperrmüll oder Sondermüll?
      Wie ich jüngst erfahren habe, ist für wilde Müllablagerungen der Rheinisch-Bergische Kreis zuständig – und nicht das städtische Ordnungsamt.

      1. @Kim van Keulen,

        Alles aber wirklich alles wurde abgeholt gestern morgen im grauen der Nacht.

        Nach der Liste der AWB hätte das Übel zum Betriebshof verbracht werden müssen.

        Schwamm drüber wech ist wech.

        Ich hoffe es wird sortiert und nicht einfach so in der Müllverbrennungsanlage gekippt.

  2. Werte Frau Ulla,
    Sie schlagen also vor
    – eine möglicherweise stinkende Mülltonne vor einem Konfektionsgeschäft
    – Alle zum Verzehr bestimmte Sachen sollten die Geschäfte selbst entsorgen
    – Städtische Mülltonen nur am Anfang und am Ende einer Fußgängerzone
    – Zwischendurch kann der Abfall ja vor den Geschäften entsorgt werden
    Welch hanebüchenen Ideen! Von wem sind Sie fehlgeleitet worden?

    1. „eine möglicherweise stinkende Mülltonne vor einem Konfektionsgeschäft“ – Nein, gerade das hat sie nicht vorgeschlagen, sondern entsprechende Behälter vor Betrieben, die Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.

      „Alle zum Verzehr bestimmte Sachen sollten die Geschäfte selbst entsorgen“ – Die Verpackungen dafür, und das entspricht m.W. ohnehin der Rechtslage.

    2. @Herr Havermann Konfektionsgeschäfte werden wohl kaum Snacks, Ess – und Trinkwaren verkaufen, von daher müssten die, so meine Idee, auch keinen Abfalleimer VOR der Türe stehen haben.

      Aber Tonnen für den eigenen Abfall und den der Mitarbeiter (also zumindest für Papier, Kunststoffverpackungen und Restmüll), müssten die natürlich auch haben und trennen müssen, genauso wie alle privaten Haushalte das tun (sollten).

  3. „Für die Bürger:innen werde das spürbare Folgen haben“. Ist das als Drohung zu verstehen? Das fände ich gelinde gesagt äußerst inadäquat.

      1. @Dirk, ein deutsches Wort (inadäquat = unangemessen, unpassend, unangebracht) hätte es hier auch getan. Zudem sehe ich da auch keine Drohung sondern die Ankündigung eines notwendigen Handelns und der sich daraus ergebenden Auswirkung.

  4. Ich lese und höre immer “Einsparpotenzial” und “Effizienzsteigerung”, und die Lösung dazu wird nach wie vor zuerst außerhalb der eigenen Reihen in Verwaltung und bei all den städtischen Angestellten gesucht.

    Dabei liegt dort der Hase im Pfeffer. Es wäre es so einfach: Durch effektiveres Arbeiten lässt sich auch Geld sparen. Oder anders ausgedrückt: Bei gleicher Stundenanzahl mehr schaffen heißt auch, dass Dinge schneller erledigt sind, was bedeutet, die Ausgaben werden gesenkt. Denn Zeit ist Geld. Das kann man auf alle Bereiche beziehen.

    Es ist halt nur unangenehm, sich selbst maßregeln zu müssen. Keiner verzichtet gerne auf Annehmlichkeiten. Erst recht nicht, wenn man im öffentlichen Dienst arbeitet, wo das Geld bislang immer in vollem Umfang kommt, egal, wie schlecht die Leistung ist. Es muss endlich angefangen werden, im öffentlichen Dienst/der Verwaltung mehr privatwirtschaftlich zu denken.

    Die Kuh, die gemolken wird, gibt nicht ewig Milch.

  5. Das ist ein Punkt, den viele Bürger kritisch sehen: Wenn eine Stadt finanziell unter Druck steht, wirkt es auf den ersten Blick widersprüchlich, funktionierende Kleingartenanlagen aufzugeben oder Pächter zu kündigen. Gerade solche Anlagen bringen oft mehrere Vorteile gleichzeitig:

    regelmäßige Pachteinnahmen für die Stadt
    gepflegte Grünflächen ohne hohe städtische Unterhaltungskosten
    sozialer Treffpunkt für Familien und ältere Menschen
    Beitrag zum Klima und zur Naherholung

    Wenn die Stadt die Anlage am Lerbacher Weg schließen oder umnutzen möchte, steckt dahinter meist ein anderer Plan — zum Beispiel Wohnungsbau, Straßenbau, Ausgleichsflächen oder andere Projekte. Aus Sicht vieler Bürger entsteht dann aber genau das Problem, das Sie ansprechen: neue Kosten, neue Baustellen und zusätzlicher Ärger, obwohl etwas Bestehendes funktioniert hat.

    Viele Menschen empfinden dabei auch, dass Entscheidungen oft zu wenig mit den Betroffenen besprochen werden. Gerade Kleingärten haben für Pächter oft einen emotionalen und sozialen Wert, nicht nur einen finanziellen.

    1. Diese Kleingärten sind leider schon lange ein Ärgernis. Natur und Umwelt werden mit Füßen getreten. Die Notdurft wird im Wald verrichtet und im Sommer das letzte bisschen Wasser aus dem Fluß genommen. Anstatt auf die Natur zu achten, wird sie ausgequetscht wie eine Zitrone.

      1. Ich hoffe, Sie haben wenigstens soviel Courage gehabt, und diese Personen/Kleingärtner bei/nach der Verrichtung ihrer regelmässigen Untaten auch mal sofort und an Ort und Stelle zurechtgewiesen bzw. Ihren Unmut darüber zum Ausdruck gebracht?

      2. Seit Ostersonntag, musste ja Ostersonntag sein.
        Liegt im letzten Schrebergarten aus Richtung TÜV eine große Menge Sperrmüll in einem Schrebergarten.
        Die Sperrmüll Aktion lief den ganzen Nachmittag.
        Den ganzen Nachmittag wurden Abfälle verbrannt.
        Im Sperrmüll liegen Schläuche von einer Wasserpumpe, Frischwasser wurde abgepumpt, Schmutzwasser in den Bach abgeleitet. Jahre lang konnte in der Anlage gemacht werden was jeder wollte.
        Bei Waldbrand Gefahr Feuer gemacht.
        Feuer ist 100 Meter an einer Waldkante verboten.
        Nur einmal schauen was in den Schrebergärten so verbaut wurde.
        Zu Siemens Zeiten war der Naturschutz egal…..

    2. @Kazimierz Pielka

      da müsste erstmal eine Sanitär Anlage mit Frisch und Abwasser installiert werden.
      Um es als Schrebergarten Anlage zu nutzen.
      Jahrelanger Wildwuchs, letzten Herbst wurden 2 bis 3 Lkw Ladungen Gartenabfälle und Fäkalien aus dem Wald geholt.
      Jede Parzelle hatte eine eigene Fäkalien Brücke hinter der Parzelle.
      Stundenlang wurde Holz aus dem Wald verbrannt.
      Grillen ist anders.
      Fragen Sie mal Menschen die gegenüber wohnen.
      Rücksichtsloser kann man NICHT mit der Natur umgehen.
      Schrebergärten das ich nicht lache.
      Kontrollieren sie bitte einmal den Umbauten Raum.
      Zu Siemens Zeiten ist dort ein Gesetzfreier Raum entstanden.

      Diese Anlage hat mit Natur Verbundenheit nichts im Geringsten zu tun.

      1. @Anno Nüm ,
        eine eigene Brücke über den kleinen Bach…. um in den Wald zu gehen und um seine Notdurft zu verrichten.
        Es gibt KEINE Sanitär Anlage wie in einer Schrebergarten Anlage.
        Tauchpumpen wurden im Bachlauf vergraben, große Paletten Wasserbehälter mit Wasser gefüllt.

        Ich kann mich noch genau erinnern, wie auch ein Schwimmbecken für eine Party mit Wasser aus dem Hydranten gefüllt wurde.

        Oder wie ein großer weißer Wassertransporter der Stadt ein anderes Mal das Schwimmbecken befüllt hat.

        Ab und zu wurde auch illegal Müll mit dem Müllfahrzeug abgeholt.

        Immer der gleiche Schrebergarten besser Party Garten…..

        Da gibt’s viel zu berichten…

      2. Hallo Herr Niederwipper, all diese gemachten Vorwürfe finden Sie auch in ganz normalen Wohnsiedlungen.

        Sobald “Wald” in der Nähe ist, finden sich auch dort, ärgerlicherweise, Abwurfstellen für Gartenabfälle, da helfen auch die teilweise aufgestellten Verbotsschilder oder Zäune nicht viel.

        Wer Beziehungen zur freiwilligen Feuerwehr hat, lässt sich mit Wasser für seinen Pool aus Hydranten versorgen.
        Wer einen Garten hat und sich die Arbeit macht, hat eine Pumpe zur Entnahme von Grundwasser im Garten, zur Gartenbewässerung und Klospülung, wo ist da der Unterschied zur Kleingartenanlage?

        Mit Feuer machen zum 1. Mai könnte ich jetzt auch noch mit einem Erlebnis beitragen, was da noch alles gleichzeitig übeles
        mitverbrannt wurde (Autoteile).

        Wenn Sie Behälter mit Wasser erblicken, könnten die auch mit Regenwasser befüllt worden sein, damit spart man sich zumindest die Schlepperei.

        Und wenn diese Leute mit Schrebergarten tatsächlich alle über die Brückchen in den Wald marschieren um ihre Notdurft zu verrichten, kann man die auch dazu verdonnern bzw. darin unterweisen, wie man ein ein eigenes, sauberes “Plumsklo” unterhält.
        Gerade Toiletten mit Wasserspülung sind doch die Frischwasserverbraucher Nr. 1.

        Warum man jetzt gerade über diese Leute herfällt und als besonders grosse “Ferkel” darstellt, erschließt sich mir nicht.

  6. Vielleicht sind Vorschläge erwünscht?

    Einsparpotential sehe ich, möglicherweise, in der Verlagerung der Kosten für Abfallentsorgung in den Geschäftsmeilen/Fussgängerzonen auf die dortigen Gewerbetreibenden.

    Bisher kommen, wenn ich das richtig sehe, die Bürger bzw. die Stadt dafür auf! Warum?

    Die Geschäfte sollten, finde ich, ebenso Mülltonnen aufs Auge gedrückt bekommen wie Privatleute, d. h. wo das nicht sowieso bereits der Fall ist.

    Und diejenigen Gewerbetreibenden die Snacks, Ess-oder Trinkwaren to-go verkaufen, sollten natürlich auch Abfallbehältnisse vor ihren Eingängen aufstellen müssen während der Öffnungszeiten.

    Die (zum Teil ekelig anzusehenden, vollgestopften) städtischen Abfalltonnen bitte entfernen und höchstens nur noch am Anfang/Ende der jeweiligen Geschäftsmeilen und Parks eine belassen.
    ==》Einsparung =》eigene Abfallentsorgung + Personal kann sinnvoller eingesetzt werden.

    Gleichzeitig würden sich die Einnahmen für Abfallentsorgung erhöhen.

    Die Umstellung müsste anfangs sicherlich noch manchen “irritierten” erklärt und die Einhaltung an die neuen Regeln überprüft werden, aber ich denke, das würde dem “Stadtbild” insgesamt guttun.

    1. Nein, Sie zahlen nicht für die Straßenreinigung der Innenstadt, dies können Sie Ihrem Gebührenbescheid der Stadt Bergisch Gladbach entnehmen + 5 Minuten googeln.

    2. Sehr geehrte Frau Ulla, ich antworte jetzt hier zum Thema Sparen ! ,,, Sondermüll Schrebergärten TÜV Lerbacherweg,,,

      Sie müssen sich schon entschieden ?

      Sauber oder Schmutzig

      Da Sie leider nur die überfüllten Tonnen in der Innenstadt sehen.

      Mir geht es auch um die Natur.
      Ohne jetzt darauf einzugehen was alles so in den Wald geworfen wird. Der Grünabfall ist noch das kleine Übel.

      Der Kontext zum Thema Sparen und der von jemanden anderen als Kulturelle gepflegte Hochburg gepriesene Schrebergärten Anlage
      liegt darin verborgen:

      Das was vor den Schrebergärten als Sperrmüll rausgeworfen wurde ist SONDERMÜLL der vom Eigentümer zum Betriebshof verbracht werden müsste.
      ( wer sortiert wer zahlt da es keine Hausnummer gibt )
      Deshalb das Angebot der Bilder.
      Schränke, Kunststoff Kisten, Müll in Säcken , Abfluss Rohre ( HT Rohr nennt es der Fachmann ) Schläuche, Kabel, und noch ein großes Repertoire lässt erkennen wie Jahrelang mit der Natur durch Pächter der Problem Gärten umgegangen wurde und wird.
      Alleine die Bäume vor den Problem Gärten leiden immer noch, es sollte nach der Baumschutz Aktion vor Parkende Pkw, Verdichtung der Wurzelteller ,der Boden mit einer Hochdrucklanze gelockert und gedüngt werden.
      Der Schaden an den Bäumen durch die Pächter, parken auf dem Randstreifen neben der Straße, ist nicht zu beziffern.
      Stadt Grün muss jedes Jahr mit dem Steiger in die Baumkronen zur Pflege.

      Vom abpumpen des Frischwasser, einleiten Schmutzwasser,…..

      Um aus dieser Wilden Anlage eine für die Stadt Bergisch Gladbach eine durch Pachteinnahmen Gewinn bringende Situation zu schaffen müssten dort große Summen in die Hand genommen werden um dem Naturschutz gerecht zu werden.

      Der,,, SONDERMÜLL,,, wurde glücklicher Weise heute morgen sehr früh abgeholt.

      ( Ach ja ein alter Rasenmäher stand nach dem rauswerfen des SONDERMÜLL in der Siedlung vermutlich vom Himmel gefallen )

      Da es Sie nicht stört wenn lustige Zeitgenossen den Sperrmüll wochen vor dem Termin vor das Haus stellen kann ich nicht nachvollziehen.

      Neuer Müll kommt dazu, Ungeziefer, Müll wird verteilt….

      Das große Probleme unserer Gesellschaft ist die Gleichgültigkeit einiger Strategen, irgendwie, irgendwo, irgendwann wird sich ja schon vielleicht jemand kümmern.

      Gerade diese Gleichgültig kostet der Stadt Bergisch Gladbach sehr viel Geld.

      Mfg

    1. @Herr o Frau „Ernst“
      solche pauschalen dh UNDIFFERENZIERTEN Rundumschläge sind Stimmungsmache, aber nicht konstruktiv…und unserem Diskussionsniveau im Bürgerportal bei in-gl nicht angemessen.
      Zu Ihrer Kenntnis: „Die Politik“ gibt es gar nicht.
      Um Insolvenz bzw Schuldentilgung durch unsere Enkel zu vermeiden, kann (im Gegensatz zur Vergangenheit) nicht mehr ausgegeben als eingenommen werden.
      Dazu sollten wir uns alle parteiübergreifend bitte einigen.
      Konkrete Vorschläge dagegen willkommen.

      1. Hallo Ralph Thiel, Danke für den Hinweis auf die Enkel. Das sehe ich gleichfalls so. Die nachfolgenden Generationen können nicht dafür aufkommen, dass wir (die bisher ein wunderbar behütetes Leben führen durften) heute und weiterhin über unsere finanziellen Verhältnisse leben.
        Wer an seine Kinder, Enkelkinder, Nichten und Neffen denkt und davon spricht, dass er sie liebt muss heute bereits Abstriche in seinem Handeln, Konsum und Anspruchsdenken an den Tag legen.

    2. Doch, Herr Ernst, „die Politik“ ist dabei, genau das zu lernen: unser Geld nicht mit vollen Händen aus dem Fenster zu werfen und wenn nichts mehr da ist, zu unseren Lasten Schulden aufzunehmen. Das klappt zwar noch nicht immer, aber dort, wo es funktioniert, wird im Sinne der steuerzahlenden Bevölkerung gespart.