Das war der Titel der Führung, an der ich teilnehmen konnte. Das war hochinteressant.

Das erste “Oooh!”-Erlebnis hatte ich schon gleich, als wir am Bahnhof losgingen. Denn ich hab die ganze Zeit nicht mitbekommen, dass auf dem Ort “da vorne” drastische Veränderungen vorgenommen worden waren.

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Auf dem Foto sieht man durch die Bäume Mauerwerk. Ich kannte diese Stelle nur als weglosen Urwald mit Brombeergestrüpp und unzugänglich. Das dort 2 der 3 Kalköfen ausgebessert und zugänglich gemacht worden sind, hab ich nicht mitbekommen. Sie werden sogar im Dunkeln angestrahlt.

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Hier befindet sich die Gruppe vor dem mittleren Ofen. Die Dame in der roten Jacke ist die Landschaftsarchitektin Simone Rütz-Lubetzki. Sie wurde anläßlich der Regionale 2010 für den Bereich Stadt :grün eingestellt. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, geschichtlich relevantes und vergessenes wieder zu beleben und für die Bürger erlebbar zu machen.

Der Herr ist Geologe, Randolf Link, und kennt sich daher bestens aus mit Steinen und allem was dazu gehört. Wir haben erfahren, wie Kalk gemacht wird. Dass nämlich Kalkstein zusammen mit Steinkohle in den Trichter des Ofens geschichtet wird. Beim Erhitzen finden chemische Prozesse statt, die aus dem Kalkstein reinen Branntkalk werden lassen. An dieser Stelle standen vormals drei Öfen. Der dritte würde sich auf dem Foto rechts anschließen, aber der war zu sehr ruiniert. Den hat man nicht restauriert.

Hier ist der Mauerstein, der besagt, wann die Öfen gebaut wurden, nämlich 1858. Und ca. 10 Jahre später entstand der Bahnhof von Bergisch Gladbach. Das Transportproblem war damit gelöst.

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Der Ofen ganz links

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Schwach sichtbar ist auf dem Foto eine runde Öffnung. Dieses Foto guckt in eine solche Öffnung rein.

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Durch diese Öffnungen hat man den fertigen Kalk dann aus dem Ofen herausgeholt. Ganz hinten steht was drin:

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Aber man konnte mir nicht sagen, was das ist. Es kann nicht mit dem Brennvorgang zu tun gehabt haben, denn das brennende Material lag höher im Trichter. Es sei hineingestellt worden, sagte man mir. Aber irgendwie kann mich das nicht so recht zufriedenstellen, denn es stand in beiden Öfen und es sah nicht aus wie ein Fremdkörper der da nicht hingehört. Das Rätsel bliebe noch zu klären.

Noch so ein Loch.

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Naja und was in den Ruinen des 3 Ofens passiert, passiert leider überall wo es ein ungenutztes Loch gibt: Irgendwer schmeißt Müll rein.

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Wir durften auch ganz nach oben auf den Trichter gehen. Das ist Privatgelände und normalerweise verschlossen. Aber diese Führung war eine Premiere und so hat der Eigentümer uns den Schlüssel anvertraut.

Der Trichter ist mit Glas und einem Gitterrost abgedeckt. Aufgrund der Lichtverhältnisse konnten wir nicht in den Trichter hineinsehen.

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Von hier hat man einen guten Ausblick bis hinüber nach Bensberg zum Schloss und zur Kirche.

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Das waren die Kalköfen im Zentrum der Stadt. Von dort ging es weiter zum Steinbruch.

PS. Diese Führung habe ich in bereits 2009  gemacht. Ob sie noch angeboten wird, konnte ich auf der Webseite der Stadt auch nicht herausfinden.

Wird fortgesetzt.

Weitere Informationen

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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