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Zum Glück nur eine Übung. Fotos: S. Manderfeld

Samstag, 12 Uhr. In einem Unterrichtsraum im Albertus Magnus Gymnasium in Bensberg ist ein lauter Knall zu hören. Kurz darauf kommt eine Schülerin ins Sekretariat und erzählt was passiert ist: Der selbstgebaute Turm aus Stühlen und Tischen ist in der Pause eingestürzt, mehrere Schüler haben sich verletzt.

Die diensthabenden Schulsanitäter werden über ihr Diensttelefon informiert. Philipp (16), Florian (16) und Lea (15) sind als erste vor Ort. Das Geschrei ist groß, Schüler rennen durcheinander und rufen nach Hilfe. Insgesamt finden sie elf betroffene und verletzte Schüler.

Die Schulsanitäter setzen den Notruf ab und informieren das Sekretariat. Nach nur fünf Minuten ist Martinshorn zu hören, kurz darauf fährt der erste Rettungswagen auf den Hof der Schule, dann der Notarzt und weitere Fahrzeuge.

Ein auf den ersten Blick erschreckendes Szenario, was sich jedoch als gemeinsame Übung von Schulsanitätsdienst und DRK herausstellt. Carsten Dählmann und Alexander Munsch, beide ehemalige Schüler des AMG und ehrenamtliche Helfer im DRK, haben speziell für den Schulsanitätsdienst ein Konzept zur Bewältigung mehrerer Verletzter unterrichtet. „Jetzt trainieren die Schulsanitäter neben der regelmäßigen Ausbildung auch in regelmäßigen Abständen einen Einsatz, bei dem sie gleichzeitig viele Verletzte versorgen müssen.“

Auch Tatjana Schramm, Bereitschaftsleiterin des DRK in Bensberg und Refrath ist begeistert von der Arbeit der Schulsanitäter. „Die Schulsanitäter im AMG sind einer der bestorganisierten Schulsanitätsdienste im Rheinisch Bergischen Kreis. Ein so hohes Engagement findet man selten!“

Auch Erika Doenhard-Klein, Lehrerin des AMG und Leiterin des Schulsanitätsdienstes ist begeistert: „Obwohl man sicherlich immer noch Kleinigkeiten verbessern kann, haben die Schulsanitäter hier großartiges“ geleistet.

Sebastian Wanke

Ehrenamtlicher Mitarbeiter der DRK-Bereitschaft Bensberg und Refrath

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