Foto: Ulrich Püschmann

Foto: Ulrich Püschmann

Junge, alte, helle, dunkle, offene und verschlossene Gesichter: Die Fotos des Fotografen Ulrich Püschmann zeigen junge Frauen und Männer unterschiedlicher Herkunft und Kultur, unterschiedlicher Religion und Weltanschauung. Sie werben für Toleranz und friedfertiges Miteinander.

Jetzt ist die Ausstellung der großformatigen Bilder unter dem Titel „Reformation und Toleranz“ in Bergisch Gladbach zu sehen. Die Eröffnung findet am Sonntag, 20. Oktober, in der Gnadenkirche im Rahmen und im Anschluss des 10-Uhr-Gottesdienstes statt. Auch zum Empfang im benachbarten Saal „Engel am Dom“ gegen 11 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

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Eine Video-Projektion soll die Ausstellung abrunden, indem allabendlich ab 18 Uhr im Portikus der Gnadenkirche Bildmotive ineinanderfließen – bis zum Ende der Ausstellung am 2. Adventssonntag, 8. Dezember (Finissage 17 Uhr, Saal Engel am Dom).

Außerdem vertieft ein Vortrag das Thema: Pfarrer Jörg Heimbach, Beauftragter im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region für das Reformationsjubiläum 2017, spricht über „Es muss mehr als Toleranz geben …” am Freitag, 25. Oktober 2013, um 19 Uhr in der Gnadenkirche. Anschließend gibt es Gelegenheit zu Gesprächen und Zusammensein bei Getränken und Gesalzenem im Saal „Engel am Dom“.

Fotograf Ulrich Püschmann aus Essen hat seinen Fotos oft provozierende Zitate zur Seite gestellt. „Ein Fremder ist ein Freund, den man nur noch nicht kennt“, bekennt so ein irisches Sprichwort, und Kurt Tucholskys Auffassung von Toleranz wird widergegeben als „der Verdacht, der andere könnte recht haben“.

Pfarrer Thomas Werner freut sich sehr, dass er die Ausstellung in sein Gotteshaus hat holen können. Sie zeige „visuelle Denkwege zu Martin Luther“ insofern, als „von der Freiheit eines Christenmenschen“ in ganz neuen Bildern gesprochen werde. Die Fotos versinnbildlichten das Anliegen des großen Reformators. Zwar habe Luther selbst nicht als tolerant gelten können, doch er habe den Nährboden für die Akzeptanz anderer Denkweisen, Religionen und Kulturen in unserer Welt gelegt, was von den Mitreformatoren weitergetragen und weiterentwickelt worden sei. „Gerade in unserer derzeit so multikulturellen und zusammenwachsenden Welt ist Toleranz ein hohes Gut, das es zu bewahren und zu fördern gilt“, sagt Pfarrer Thomas Werner. „Sie ist ein notwendiges Bindeglied für das friedliche Miteinander.“

Die Foto-Ausstellung feierte ihre Premiere in Wittenberg, in der Mutterkirche der Reformation, wo Luther einst seine Thesen anschlug. Von dort ging sie nach Essen, bevor sie nun nach Bergisch Gladbach kommt.

Für Pfarrer Thomas Werner ist sie ein wichtiger Baustein, um die  Luther-Dekade zu würdigen, die 2008 begann und sich bis zum 500-jährigen Reformationsjubiläum 2017 spannt. Bereits 2009 hatte die Gnadenkirche für außerordentliche Besucherzahlen gesorgt, als sie den sogenannten Lutherschrein aus Weimar in ihrem denkmalgeschützten Bau ausstellte. Im kommenden Jahr sind neben einer weiteren Foto-Ausstellung zum Thema „Macht und Politik“ auch Vorträge und eine ökumenische Fahrt zu Luther-Stätten geplant.

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