Florian Philipp. Foto: Frank Samirae

Florian Philipp hat (mindestens) zwei Seiten. Schon im zarten Alter von zwölf Jahren engagierte er sich beim Jugendrotenkreuz, inzwischen arbeitet der 19-Jährige in Köln als Rettungssanitäter. Er ist aber auch politisch aktiv – und da ist die Sache schon weniger eindeutig.  Denn Philipp engagiert sich bei der PARTEI, die von Martin Sonnenborn, dem damaligen Chefredakteur des Satiremagazins Titanic gegründet worden war und die immer noch eine Satirepartei ist.

Philipp, der 2012 den Ortsverband der PARTEI in Bergisch Gladbach und kürzlich auch einen Kreisverband gegründet hat, macht sich konsequent für die Einrichtung eines Binnenhafens in der Strundestadt stark, oder für die „endgültige Teilung von Bensberg“ und Gladbach. Und er will Bürgermeister werden. Ganz ernsthaft. Oder doch nicht so ganz? Freimütig räumt er ein, dass die PARTEI Rheinisch-Bergischer Kreis derzeit aus dem dreiköpfigen Vorstand „und einigen Ehrenmitgliedern“ besteht. Aber es sollen einige dazu kommen, schon bald.

Genug der Vorrede. Los geht’s. 

Wie starten Sie in den Tag?
Aufstehen, duschen, ins Auto einsteigen, Zigarette anzünden, CD an und ab zur Arbeit. Das mit dem Rauchen versuche ich allerdings so langsam zu beenden.

Was wollten Sie als Kind werden?
Irgendwas mit Medizin… Krankenpfleger, Rettungsdienstler etc.

Und was sind Sie geworden?
Rettungssanitäter

Wohin laden Sie Kollegen am liebsten ein?
Auf ein Bier in der Kneipe, die grade um die Ecke ist.

Wohin gehen Sie gerne mit Freunden?
Am liebsten auf den Kiez in Hamburg. St. Pauli ist einfach unbeschreiblich toll.

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
Ich fahre mit dem Auto einfach mal da hin, wo es mich gerade hin treibt. Bleibe dann da für eine Weile, denke nach, entspanne und fahre irgendwann zurück.

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Aufstehen, arbeiten, dann ein wenig Zeit für mich und dann den Tag mit meiner Freundin ausklingen lassen mit einem guten Film.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?
Streichen wir Tee und ersetzten es durch Eistee, den Kaffee ersetzen wir durch Energydrink, dann bitte genau in dieser Reihenfolge ;-)

Was ist für Sie das größte Unglück?
Die Loveparade in Duisburg und alles, was dort dann passiert ist… Dazu bedarf es auch keiner Erklärung mehr.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
… eine schöne Stadt, die in den letzten Jahren sehr gelitten hat, daher ist ein Politikwechsel dringend nötig.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
Die zahlreichen Angebote für die Bürger und natürlich die Bürger selbst.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Die gestiegene Kriminalität und natürlich auch die Schuldenpolitik.

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
Einen Binnenhafen aus der Strunde machen, die Kriminalität stoppen und den dritten Wunsch für schlechte Zeiten aufheben, um die Stadt so zu retten ;-)

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… erstmal lange überlegen. Es gibt einiges, was man sich wünschen könnte, aber so direkt gibt es nichts, was ich mir wünschen würde, daher würde ich auch den Wunsch aufheben für schlechte Zeiten…

Was war Ihre größte Leistung?
Mein Schulabschluss. Ich war nie ein guter Schüler, aber die Prüfung habe ich mit 1,8 bestanden.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
Fehler sind dazu da, um daraus zu lernen. Niederlagen hatte ich nie. Aber eins gibt es doch. Ich habe da mal richtig Mist gebaut und mich bei den betreffenden Personen nie entschuldigt. Mir fehlte einfach der Mut… Ich werde es aber in Angriff nehmen.

Mein großes Ziel ist es, …
Bürgermeister zu werden, um Bergisch Gladbach wieder zu dem zu machen, wie ich es von früher kenne, denn da hat es mir sehr gefallen ;-)

Was ist Ihre Stärke?
Meine Verbissenheit. Wenn ich etwas will, dann setze ich all meine Kraft daran, das auch zu schaffen.

Was ist Ihre Schwäche?
Ich bin manchmal etwas vergesslich. Aber wenn man mich dann darauf aufmerksam macht, erledige ich das Vergessene sofort :-)

Wie sind Sie als Chef?
Fair und kompromissbereit, solange es nicht meinen Prinzipien widerspricht.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?
Die fragen sie besser selber :D

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Wenn ich schlechte Laune habe über alles. Sonst bin ich eigentlich ganz nett und rege mich nicht auf. Ausnahmen bestätigen die Regel :-D

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Politisch gesehen Martin Sonneborn, im Rettungsdienst ist es ein Lehrrettungsassistent aus meiner Ausbildung, der mich mit seinem Sarkasmus und seiner Art zu arbeiten und zu denken beeindruckt hat. Danke Mike ;-)

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Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Ich selber, weil ich meinen Weg und nicht den eines anderen gehen will.

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Hör auf dein Bauchgefühl, auch wenn du dir schon sicher bist, dass du das Richtige machst. Und lass dir nie einreden, dass etwas falsch ist, bis du dir selbst eine Meinung gebildet hast.

Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger/Ihren Kindern erteilen?
Den selben, den ich erhalten habe. Siehe oben.

Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
Warum wird man Rettungssanitäter?
Es kann nicht schaden, zu wissen, wie man Menschen helfen kann… Und wenn jeder etwas hilfsbereiter werden würde, würde sich unsere Welt zum Positiven verändern…

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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