Ihn laust der Affe: Ruben Sowa im Vogelpark

Es gibt so einige „Dinge, die ein Bergisch Gladbacher nicht sagt“ – doch ohne Ruben Sowa würden diese im Kopf dann doch formulierten Gedanken über die vielen Vorzüge unserer Heimatstadt glatt untergehen.

Der 24jährige Hebborner schaut dem Volk auf’s Maul, bringt die Stimmung in einem lakonisch-sarkastischen Satz auf den Punkt – und füllt damit die Facebook-Seite „Dinge, die ein Bergisch Gladbacher nicht sagt“.

Das hört sich zum Beispiel so an:

  • Wer braucht schon eine Baumschutzordnung? Auch ohne das viele Grün wäre Gladbach noch genauso malerisch.
  • Ich freue mich schon auf den Winter. Da die Gladbacher Räumdienste so effektiv und zuverlässig arbeiten, habe ich nie ein Problem mit verschneiten Straßen.
  • Nach Bergisch Gladbach fahre ich eigentlich immer nur unter der Woche zum Arbeiten. Wohnen möchte ich da, wo es schön ist.
  • Die Verschönerungsmaßnahmen auf dem Vorplatz des S-Bahnhofs haben sich wirklich gelohnt. Morgen mache ich dort mit Freunden ein großes Picknick.
  • Der Voiswinkeler Karnevalszug ist ein gesittetes Fest für die ganze Familie.

Mehr als 1300 Fans hat Sowa bereits gesammelt, mit eigenen Sprüchen oder denjenigen, die Fans der Seite einschicken.

Sowa hat BWL in England studiert und die Bergisch Gladbacher Szene in dieser Zeit vor allem über Facebook-Gruppen verfolgt. Von der dort gerne geübten Selbstkritik der Bergisch Gladbacher war es nur noch ein kleiner Schritt zur eigenen Seite. Inzwischen ist Sowa zurück in der Heimtat, arbeitet als kaufmännischer Angestellter und bastelt nebenbei mit ein paar Studienfreunden in England an einer eigenen Geschäftsidee. In der Freizeit beschäftigt er sich mit Büchern, Musik und schraubt an Old- beziehungsweise Youngtimer.

Genug der Vorrede. Los geht’s.

Wie starten Sie in den Tag?
Mit der mehrfachen Nutzung der Schlummerfunktion meines Weckers und mit WDR 5 auf dem Weg zur Arbeit.

Was wollten Sie als Kind werden?
Erst Baggerfahrer oder Kranführer, später Rechtsanwalt oder Soldat. Das wechselte öfter mal.

Und was sind Sie geworden? Bisher Betriebswirt und Startup-Gründer.

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
In die Alte Post nach Dellbrück.

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
Auf einen Cocktail in die Pacific Bar oder mit einem Bier vor die Playstation.

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
Ich setze mich ins Auto oder aufs Rad und fahre durchs Bergische.

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Facebook-Gruppe: „Politik in Bergisch Gladbach“
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Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Familie, Freunde, Entspannung, Action, gutes Essen… Die Reihenfolge ist eigentlich egal.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein? Ganz klar Kaffee und Bier.

Was ist für Sie das größte Unglück? Darüber denke ich nicht nach.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist…
tierisch unsexy, aber irgendwie liebenswert.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt? Die Lage.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?
Das Fehlen von Pragmatismus und Innovationsfähigkeit in Politik und Verwaltung.

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie…
Die Schulen sanieren, die Internetanbindung verbessern, das Verkehrskonzept überarbeiten, die Jugend mehr in Entscheidungsprozesse einbinden, eine gute Bar in der Innenstadt eröffnen, die Assets Gladbachs besser nutzen, flächendeckend Ladestationen für Elektroautos installieren, die … Verdammt, drei Wünsche reichen nicht aus; es ist viel zu tun!

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie…
Mit einem Geländewagen über die Seidenstraße fahren.

Was war Ihre größte Leistung?
Fragen Sie mich das in ein paar Jahren nochmal.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
Wahrscheinlich die Sporttasche voller Bücher der Unibibliothek Köln, die ich für drei Monate im Kofferraum meines über den Winter abgemeldeten Autos vergessen habe.

Mein großes Ziel ist es, … zu promovieren.

Was ist Ihre Stärke? Meine „Einfach mal machen“-Einstellung.

Was ist Ihre Schwäche? Manchmal eben diese.

Wie sind Sie als Chef? Fördernd und fordernd.

…und was würden Ihre Mitarbeiter sagen? Hoffentlich das Gleiche.

Worüber können Sie sich richtig aufregen? Die Akkulaufzeit meines Handys.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf? Vitali Klitschko.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben? Gustav Gans.

Welchen Ratschlag würden Sie Ihren Kindern erteilen?
Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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