Die Wupsi hat bereits angekündigt, am Dienstag allenfalls ein Viertel des Busverkehrs in Bergisch Gladbach aufrecht halten zu können, jetzt informiert auch die Stadtverwaltung Bergisch Gladbach über Einschränkungen ihrer Dienste.

Die Stadtbücherei am Forumpark werde ganztägig geschlossen bleiben. Die Büchereien in Bensberg und Paffrath sowie alle anderen Dienstleistungsbereiche der Stadt arbeiten – wahrscheinlich – normal, erklärt ein Pressesprecher. Allerdings: so genau weiß man das nicht, im Gegensatz zu den Kolleginnen in der Stadtbücherei könnten einige Mitarbeiter auch ohne Ankündigung in den Ausstand treten.

Eine Schließung ihrer Kindertagesstätte (wie in Köln an der Tagesordnung) müssen Eltern in Bergisch Gladbach nicht befürchten, weil die Kitas gar nicht in städtischer Hand und die Beschäftigten nicht bei Verdi organisiert sind.

Plakat zur Tarifrunde 2014. Foto: Verdi

Hintergrund ist ein Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi. Weil die kommunalen Arbeitgeber in einer ersten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt hatten, macht die Gewerkschaft Druck. Landesweit hat Verdi über 45.000 Beschäftigte Warnstreiks aufgerufen. Zum Teil nur für einige Stunden, im Nahverkehr jedoch rund um die Uhr. Was Verdi fordert, haben wir weiter unten aufgelistet.

Das werden vor allem die Bergisch Gladbacher zu spüren bekommen, die in Köln arbeiten (oder umgekehrt). Bei der KVB bleiben alle Busse und Bahnen im Depot, nur ein Drittel der Busfahrten konnte an private Unternehmen vergeben werden.

Die Wupsi hat vorsorglich einen Streikfahrplan aufgestellt, rund ein Viertel aller Busfahrten sollen auch durch den Einsatz privater Busunternehmen gewährleistet werden. Allerdings: auch die Schulbusse sind betroffen.

Die S-Bahn fährt wie immer.

Keine Ausfälle sind dagegen bei der Kreisverwaltung zu erwarten, da nur sehr wenige Kollegen bei Verdi gewerkschaftlich organisiert seien, erläuterte Pressesprecherin Birgit Bär.

Landesweit können auch Sparkassen betroffen sein, die Kreissparkasse Köln teilte jedoch auf Anfrage mit, dass sie von keinerlei Beeinträchtigungen für die Kunden ausgehe.

Sie haben weitere Infos, stecken mitten drin im Streik? Dann melden Sie sich, 
am besten per Facebook oder Twitter unter #streikgl1. Oder per Mail: info@in-gl.de

Die Forderungen von Verdi haben es übrigens in sich – und könnten auch langfristig zum Problem für Bergisch Gladbach werden: 3,5 Prozent mehr Gehalt,  mindestens 100 Euro monatlich, zusätzlich 70 Euro Sonderleistung im Nahverkehr, Erhöhung der Nachtzuschläge in den Krankenhäusern von 15 auf 20 Prozent, Übernahmegarantie für Auszubildende.

Weitere Informationen:

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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