Lerbacher Wald

Kreishaus am Lerbacher Wald

Der Protest hatte gewirkt, nach der Intervention des Kreistags Anfang Juli musste die Kreisverwaltung Alternativen für den Plan suchen, einen Parkplatz im Landschaftsschuzgebiet hinter dem Kreishaus im Lerbacher Wald zu bauen.

Die Politiker hatten der Verwaltung unter anderen nahegelegt, durch Maßnahmen wie Jobtickets dafür zu sorgen, dass weniger Parkplätze benötigt werden, wenn das Kreishaus erweitert wird. Doch wie jetzt in Bergisch Gladbach bekannt wurde, hält der Kreis an den Stellplätzen fest, allerdings an anderer Stelle.

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Offenbar ist geplant, die zusätzliche Parkfläche auf dem Gelände der Kreistankstelle vor dem Kreishaus und womöglich hinter der Sporthalle des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG) anzulegen. Dieses Areal muss jedoch angekauft werden.

Das Stückchen Lerbacher Wald, als „Waldparkplatz” ausersehen gewesen, war im Kreistag auf Widerstand gestoßen. Diese Entscheidung fiel bei Gegenstimmen der FDP-Fraktion und Enthaltung der „Linken”. Ein gemeinsamer Antrag von CDU, SPD, Grünen und den Freien Wählern basierte auf einem Antrag der Sozialdemokraten, den „Erwerb der rückwärtig an das Kreishausgrundstück angrenzenden Grundstücksfläche zurückzustellen”.

Die Verwaltung sollte kurzfristig und im Dialog mit den Verbänden im Landschaftsbeirat alle umweltrelevanten Fragen im Zusammenhang mit dem Parkraumkonzept noch einmal ohne Zeitdruck erörtern. Alle Optionen zur Optimierung des Parkplatzangebotes und zur Erreichbarkeit des Kreishauses sollten dabei unter die Lupe genommen werden, um dann in Kreisausschuss/Kreistag beraten werden zu können.

Der BUND und andere Naturschützer hatten nach der Sitzung des Landschaftsbeirates, der mit 3:2 bei sechs Enthaltungen der Waldumwandlung zugestimmt hatte, schwere Bedenken gegen das Verfahren und die sachliche Richtigkeit der Verwaltungsvorlage eingegebracht.

Lerbacher Wald

Sie sprachen sich mit Verve gegen eine Fällung des 1060 Quadratmeter großen Waldgebietes aus, das zur Hälfte im Außenbereich/Landschaftsschutz liegt.

Der Kreistag ermächtigte die Verwaltung, die in der Sitzung vom Architekten vorgestellte Planung zum Erweiterungsbau und den Freianlagen umzusetzen.

Das Gebäude ist 46,20 Meter lang, 12,50 Meter tief und 15 Meter hoch. Die Gesamtkosten werden mit 13,87 Millionen Euro angeben. Fertigstellungstermin: 28. Juni 2016. Die Mehrkosten, ein Parkhaus statt ebenerdiger Parkplätze zu errichten, wurden auf eine Million Euro beziffert.

Bergisch Gladbachs Stadtrat hatte ebenfalls auf den Tisch geklopft. Die Grünen rieten dem Bürgermeister, vor der Erteilung einer Baugenehmigung gründlich zu prüfen, ob und wie die Abwägung der Naturschutzbelange stattgefunden habe.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Facebookgruppe „WKS NEWS“

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