Ein Holzkopp im Bundestags

Mit seiner Reisebühne führt es den Bensberger Puppenspieler Gerd J. Pohl normalerweise in Kindergärten, Grundschulen und Kultureinrichtungen. Doch am vergangenen Wochenende traten Kasper & Co. aus dem Puppenpavillon an einem ganz außergewöhnlichen Ort auf: im ehemaligen Deutschen Bundestag in Bonn.

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Anlässlich eines Juristenfestes zeigte Pohl dort launische Spielszenen mit zahlreichen Anspielungen auf die Politik und die gute, alte Zeit der Bonner Republik, und als Kasper schließlich auf dem Stuhl des Bundestagspräsidenten Platz nahm, nahmen es die Sicherheitsleute mit viel viel Humor:

Bist nicht der erste Holzkopp hier!”

Für Puppenspieler Pohl war dies ein Heimspiel: Er wurde in Bonn geboren und wuchs in Bad Godesberg auf, während seiner Ausbildung zum Erzieher führte ihn der Weg jeden Tag durch’s heute historische Regierungsviertel.

Gerd J. Pohl mit seinem Hauptdarsteller

Die Politiker der damaligen Zeit kannte er fast alle (“Man lief sich ja ständig über den Weg.”), nicht wenige von ihnen – unter ihnen Genscher und Blüm – saßen vor seiner Bühne. Die puppentheatererfahrene Bundestagsabgeordnete Editha Limbach führte für ihn sogar einmal Regie.

“Es waren spannende Zeiten damals in Bonn – eine bunte, offene Stadt.”, erinnert er sich. “Leider hat sich Bonn seither erheblich verändert. Heute bin ich froh und dankbar, in Bergisch Gladbach meine künstlerische Bleibe zu haben.”

Weitere Informationen:

Redaktion

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