Was bringt das? Können die Ärzte die Röntgenbilder richtig lesen? Wie exakt sind die Diagnosen und wird man nicht unnötig verunsichert? Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

„Beim Thema Mammographie-Screening sind die Frauen maximal verunsichert und haben viele Fragen“, weiß Dr. med. Caroline Dietz. Sie ist zusammen mit ihrer Kollegin Christina Barduna beim Radiologischen Netzwerks Rheinland (RNR)  für das Mammographie-Screening in Bergisch Gladbach zuständig.

Infoveranstaltung gegen Unwissen

Dr. med. Christian Rudlowski

Um diese Fragen zu beantworten organisieren die Brustdiagnostik-Experten der RNR gemeinsam mit der Frauen­klinik des Evangelischen Krankenhau­ses Bergisch Gladbach einen Infonach­mittag zum Thema: „Brustkrebs-Früh­erkennung: Stellenwert des Mammogra­phie-Scree­ning-Programms“.

Am Frei­tag, 17. Oktober, ab 16 Uhr klärt im EVK-Forum (5. Stock) der Chefarzt der EVK-Frauenklinik, Privatdozent Dr. med. Christian Rudlowski, über die chirurgische Behandlung von Brustkrebs auf und beleuchtet die Krebsvorstufe DCIS.

Alle Fragen, die sich viele Frauen stellen, werden von den bei­den Ärztinnen beantwortet. Sie informieren zudem über die Qualitätsricht­linien des Programms, welche Anforderungen an die teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte ge­stellt werden, was die statistische Auswertung ergibt und wie groß die Strahlen­belastung ist.

Vorsorge für gute Heilungschancen

Das Mammamobil, in dem sich Frauen unter­suchen lassen können, steht ab sofort bis zum 28. November am Evangelischen Kranken­haus Bergisch Gladbach. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren können alle zwei Jahre eine Mammographie-Unter­suchung zur Früherkennung von Brustkrebs in Anspruch nehmen. Bei der Mammographie wird die weibliche Brust geröntgt.

Das Ziel der Untersuchung ist es, Brustkrebs möglichst früh zu entdecken, um ihn mit guter Aussicht auf Erfolg behan­deln zu können. Jedoch: „Eine Entstehung von Brustkrebs kann durch die Untersuchung nicht verhindert werden“, erklärt Dietz den Unterschied zwi­schen Früherkennung und Vorsorge.

Aber: Je früher der Tumor entdeckt wird, desto höher sind in der Regel die Heilungschancen.

Zwei Ärzte für ein Bild

Nur speziell geschulte Fachkräfte an modernen, kontrollierten Geräten dürfen die Röntgenaufnahmen anfertigen. „Jeder Mediziner muss mindestens 5.000 Aufnahmen pro Jahr bewerten“, nennt Dietz eine wichtige Qualitätsanforde­rung an die beteiligten Ärzte. Denn wer eine Tätigkeit häufig macht, ist darin ein­fach besser als jemand, der sie nur sporadisch ausführt.

Jedes Röntgenbild wird von zwei Ärzten unabhängig voneinander ­beurteilt. Kommt es hierbei zu einer unterschiedlichen Beurteilung, wird in einer gemeinsamen Konferenz das weitere Vorgehen entschieden. Die hohen Qualitätsanforderungen an das Programm führen dazu, dass bei 1000 untersuchten Frauen immerhin acht Mammakarzinome entdeckt werden, wie Dietz berichtet. Und die Strahlenbelastung? „Ist auch nicht höher als bei einem Hin- und Rückflug nach New York.“

Das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach informiert am Freitag, 17. Oktober ab 16 Uhr. Für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren steht das Mammamobil bis zum 28. November am EVK.

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