Topf Zanderss Patrizia-Waller

Patricia Waller, Buffet, (1999) zeigt ein gehäkeltes Buffet und ist nur ein Exponat von vielen

„Kochen als Kunstgattung“ – klingt merkwürdig. Doch genau dies wird bald in der Villa Zanders in der Ausstellung „Topf und Deckel – Kunst und Küche“ thematisiert.

Schon die verwendeten Medien und Materialien beweisen die Berechtigung dieser Kunstgattung: Die Exponate kommen aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Video, Skulptur und Design.

Kunst und Kaffeeklatsch

Das ungewöhnliche große Rahmenprogramm mit Beiträgen, Workshops und Führungen ermöglicht dem Betrachter der verschiedenen Ausstellungsstücke, sich den Gedanken des jeweiligen Künstlers anzunähern.

Ein schon traditionelle Format macht bei dieser Ausstellung besonders viel Sinn: Unter dem Titel “Kunstgenuss. Kunst, Kaffee und Kuchen” mit anschließender Kaffetafel gibt es Gelegenheit zum ausgiebigen Austausch. Diese Führung wird jeden Donnerstag angeboten.

Dabei nimmt sich Sigrid Ernst-Fuchs Zeit, einige Kunstwerke genauer zu erläutern. Sie erklärt, wie die jeweiligen Künstler die Zusammenhänge von Kunst, Kochen, Leben und Wohnen reflektieren und darstellen.

Kochen historisch betrachtet

Stilleben mit Hummer von Alexander Cooseman (1627 –1689)

Ausgehend von historischen Beispie­len wie dem klassischen Küchen­stillleben des 17. Jahrhunderts werden in der Ausstellung das Wechselverhältnis und die gegenseitige Beeinflussung von Bildender Kunst, Design und Ange­wandter Kunst untersucht, erläutert das Kunstmuseum Villa Zanders.

Kochen kann gerade in der Spitzengastronomie zu Kunst werden. Aber auch aus anderen Blickwinkeln lässt sich das Thema Kochen betrachten. Aus dem Winkel eines Hungernden mit  leeren Töpfen zu Beispiel. Dieses Thema füllt einen ganzen Raum. Dazu gehört eine Kooperation mit Die TAFEL e.V. 

Die Ausstellung findet vom 25. Oktober bis 8. März 2015 statt.

Wegen großen Interesses ist für die Führung eine telefonische Anmeldung erforderlich. In den sieben Euro Gebühr ist die Führung, Kaffe und Kuchen enthalten.

Telefon: 02202 142356, Mail: kunstmuseum@stadt-gl.de

Mehr Informationen

M. Ammazzagatti

hat ein abgeschlossenes Studium zur Grafik-/Kommunikationsdesignerin und besucht jetzt "Deutsche Pop Köln" als Redakeurin/Texterin.

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