Gebärdendolmetscher übersetzen auch komplizierteste Sachverhalte

Gebärdensprachdolmetscher übersetzen im Ausschuss auch komplizierteste Sachverhalte

Schon in der Kooperationsvereinbarung hatten CDU und SPD festgelegt, dass sie die sogenannte Netzwerke und damit auch den Abenteuerspielplatz Gronau retten wollen. Im Jugendhilfeausschuss ließen die beiden Parteien der GroKo jetzt die Katze aus dem Sack. Die beiden Parteien schlagen vor, 90 Prozent der notwendigen Mittel (205.967 Euro) aus dem städtischen Haushalt zu finanzieren, die letzten zehn Prozent müssten die Träger selbst tragen.

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Zur Gegenfinanzierung wollen CDU und SPD die Steuern erhöhen. Und zwar die Abgaben auf Spielautomaten. In Spielhallen soll der Satz von 15 auf 20 Prozent steigen, in Gaststätten von 11 auf 15 Prozent.

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Zu den sogenannten Netzwerken in Bergisch Gladbach gehören neben dem Abenteuerspielplatz in Gronau (Katholisches Jugendagentur) auf dem Bockenberg das „Café KiWo“ der GL-Service-gGmbH, das „Sozialen Netzwerks Stadtmitte“ am Q1 und die Kreativitätsschule mit dem Krea-Mobil. Alle diese Einrichtungen sind in den letzten Monaten für die Betreuung von Migrantenkinder immer wichtiger geworden.

Die neue Finanzierung gilt zunächst allerdings nur für ein Jahr, räumen Christian Buchen für die CDU und Marcel Kreutz für die SPD ein. Das Teilhabepaket der Bundesregierung, für das die Stadt nun Ersatz finden muss, hatte eine Laufzeit für drei Jahre. Allerdings müsse man 2016, darauf weist Kämmerer Jürgen Mumdey eindringlich hin, sowieso alles neu gerechnet werden.

Ein Vorschlag, der wenig Kritik findet – und von den Trägern der freien Jugendhilfe ausdrücklich begrüßt wird. Daher ist die Entscheidung des Ausschusses klar: ein einstimmiges Ja mit einer Enthaltung aus der AfD, das letzte Wort hat in der kommenden Woche der Rat.

So lief die Debatte im Jugendhilfeausschuss:

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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