Überdachte Brücken verbinden die Baukörper. Foto: AK Baukultur

So schön könnte das Mehrgenerationenwohnen in der Buchmühle aussehen!

Der Verein mitein-anders kommt mit seiner Planung für ein konkretes Bauprojekt voran und konnte am Rande einer Veranstaltung in der VHS einen neuen Entwurf präsentieren. Er wurde vom Arbeitskreis Baukultur entwickelt und von Architekt Bruno Franken erläutert.

In direkter Nachbarschaft zum Gebäude der Volkshochschule will mitein-anders ein gut gestaltetes Wohnhaus mit circa 30 Wohneinheiten, Gemeinschaftsräumen und einem Cafe entstehen lassen. In den zum Teil durch Laubengänge verbundenen Gebäuden werden 2-Zimmer- bis 4-Zimmer-Wohnungen angeboten, die sich für unterschiedliche Nutzungen von Familien mit Kindern bis hin zur Einzelperson eignen.

Laubengänge verbinden die Baukörper. Foto: AK Baukultur

Barrierefrei – und sehr kommunikativ

Die barrierefreie Ausstattung gewährleistet, dass die Menschen auch im Alter oder Krankheitsfall weiter an der Buchmühle wohnen können. Genauso sind die Wohnungen für Menschen mit Behinderung geeignet. Und das Ganze in wirklich ansprechendem Ambiente – Dachgärten, Terrassen und begrünte Aussenanlagen bieten ein einladendes Bild.

Einladen ist ohnehin ein großes Thema, denn im Erdgeschoss, neben der gläsernen Pyramide über der Pumpenanlage, ist ein Nachbarschaftscafe mit Außenplätzen geplant. Und auch im Gemeinschaftsraum können Angebote für Bewohner wie auch umliegende Anwohner gemacht werden: ein Musikabend, ein gemeinsames Kartenspiel oder einfach zusammen essen und trinken – alles ist hier möglich.

Dass zusätzlich der Buchmühlenpark durch Veranstaltungen wie Jazz im Park, Boccia usw. belebt werden könnte und auch der in Kürze dort entstehende Kinderspielplatz dann viele Besucher hätte, liegt bei diesen aktiven Bewohnern auf der Hand.

Kurz – eine Umsetzung dieser Idee wäre nicht nur eine Bereicherung für die gesamte Innenstadt, sondern auch eine Belebung speziell für die obere Hauptstraße.

Der Verein hofft nun, dass die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Buchmühle bald umgesetzt sind und es seitens der Verwaltung und Politik grünes Licht für ein solches Projekt gibt.

Die Nordwest-Ecke des geplanten Mehrgenerationenhauses an der Buchmühle. Foto: AK Baukultur

Zum Hintergrund: „alternativen Wohnformen in der Stadt“

Der Verein mitein-anders hatte mit finanzieller Unterstützung der Aktion Mensch anerkannte Fachleute in die VHS eingeladen, das Thema „alternativen Wohnformen in der Stadt“ aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchteten. Die mehr als 100 Besucher erfuhren vom Soziologen Reinhold Knopp aus Düsseldorf, wie der demografische Wandel unsere Gesellschaft verändert.

Rolf Novy-Huy, Geschäftsführer der Stiftung trias zeigte auf, welche gesellschaftlichen Vorteile durch Wohnprojekte entstehen und Brigitte Caster, Professorin an der FH Köln erklärte, dass es nicht Inklusion ist, wenn man bei einem Gebäude nur nachträglich eine Rampe anbaut.

Viele, bereits in anderen Städten realisierte Beispiele hatte Lisa Hugger, Projektentwicklerin aus Kürten mitgebracht. Sie erläuterte die unterschiedlichen Finanzierungsformen und war Fachfrau für Bodenpreise und Baukosten. Zum guten Schluss berichtete „alternativen Wohnformen in der Stadt“, eine Bewohnerin des Projektes Amaryllis aus Bonn, vom täglichen Miteinander – den kleinen Schwierigkeiten aber auch den vielen Vorteilen einer solchen gemeinsamen Lebensform.

Weitere Informationen:

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Doro Corts

ist als Architektin Mitarbeiterin der städtischen Bauverwaltung und ehrenamtliche Vorsitzende des mitein-anders e.V. zur Förderung neuer Wohnformen. Der Verein will das Thema des alten- und behindertengerechten Wohnens mit jungen Familien fördern und Interessierte zu Projekten und Projekte zu Investoren...

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