Claudia Kruse

Bereits vor einigen Monaten hat das Erzbistum Köln im Rahmen der „Aktion neue Nachbarn“ für jedes Kreis- bzw. Stadtdekanat eine volle Stelle für die Koordination der Flüchtlingshilfe in den Pfarrgemeinden zur Verfügung gestellt – und damit auch für den Rheinisch-Bergischen Kreis.

Diese Aufgabe hat im Mai Claudia Kruse angetreten, die aus Odenthal stammt, in Kürten wohnt, für die Katholische Jugendagentur und für die Caritas gearbeitet hat.

Ihr Büro ist im Kreisdekanat in der Laurentiusstraße in Bergisch Gladbach – und von dort aus kümmert sich sich von Leichlingen bis Rösrath um eine Vernetzung der Flüchtlingshilfe.  (Alle Kontaktdaten finden Sie unten.)

Doppelarbeit vermeiden, Angebote vernetzen

In Bergisch Gladbach hatte die Stadtverwaltung Friederike Hennig (02202 – 14 2848, F.Hennig@stadt-gl.de) als zentrale Ansprechpartner für alle Angebote und Anliegen der Flüchtlingshilfe eingesetzt. Doch ihr Zuständigkeitsbereich endet an der Stadtgrenze – zudem kann eine Person alleine die Flut von Anfragen kaum bewältigen.

Claudia Kruse hat sich daher zunächst einmal eine Bestandsaufnahme der bereits bestehenden Angebote für Flüchtlinge gemacht – und mit den Aktiven Kontakt aufgenommen. Darüber hinaus unterstützt sie nun die Ehrenamtlichen durch Information, Beratung und Begleitung, Qualifizierungsangebote und hilft bei der Beschaffung notwendiger Sachausstattung.

Sehr wichtig ist für Kruse der Auf- und Ausbau eines Netzwerkes, die Beteiligung an allen möglichen Gremien und Arbeitskreisen. Dabei kooperiert sie besonders eng mit der Caritas, den örtlichen Wohlfahrtsverbänden, den Stadtverwaltungen und nicht zuletzt einzelnen engagierten Personen.

Viel Hilfsbereitschaft, aber zu wenig Informationen

Die bisherigen Erfahrungen der Koordinatoren habe gezeigt, berichtet Kruse, „dass es unglaublich viele tolle Menschen gibt, die mit genauso vielen tollen Ideen unterwegs sind, um Flüchtlingen zu helfen.” Was aber vielen spontan aufgekommenen Hilfsangeboten gemein ist, ist dass immer wieder Informationen fehlen und die richtigen Ansprechpartner zu recherchieren zuviel Mühe macht.

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Hin und wieder seien daher falsche Informationen der Ausgangspunkt neuer Initiativen, die sich dann rasch als überflüssig herausstellen. Zudem müssten einige Hilfsangebote nach kurzer Zeit wieder eingestellt werden, weil sich die Initiatoren überschätzt haben. Genau hier springen Kruse und die anderen Koordinatoren ein und leisten professionelle Unterstützung.

Nachhaltig arbeiten und „lose Enden” verknüpfen

Außerdem könnten sie die Bedarfe überblicken und manche Hindernisse aus dem Weg räumen, da sie eine andere Perspektive einnehmen, z.B. in der Kommunikation mit den Kommunen.

Das übergeordnete Ziel ihrer Arbeit beschreibt Kruse anschaulich so: „Wir wollen die Nachhaltigkeit in der Flüchtlingsarbeit fördern und die vielen losen Enden verknüpfen.”

Kontakt: Claudia Kruse
Koordinatoren für pfarrgemeindliche Flüchtlingsarbeit im Rheinisch Bergischen Kreis
Kreisdekanat Rheinisch-Bergischer Kreis
Laurentiusstraße 4, 51465 Bergisch Gladbach
Telefon  02202/2515774, Fax      02202/283812
E-Mail  claudia.kruse@laurentius-gl.de

Aktion „Neue Nachbarn” auf Facebook: Neue-Nachbarn-Netzwerk

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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