Sie wissen sicher, wie wichtig der Faktor Zeit bei einem Herzinfarkt ist. Aber ist Ihnen auch klar, dass die Kardiologische Klinik des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach rund um die Uhr zwei Katheter-Laborplätze zur Notfall-Behandlung von Herzinfarkt-Patienten bereit hält?

Sie wissen natürlich, dass, Zucker, Rauchen und Bewegungsmangel einen Herzinfarkt begünstigt. Aber haben sie geahnt, dass auch Angststörungen und das Sozialverhalten bei Herzerkrankungen eine wichtige Rolle spielen?

Prof. Dr. Hans-Peter Hermann, EVK

Diese Zusammenhänge und noch sehr viel mehr stehen im Mittelpunkt einer umfassenden Infoveranstaltung des EVK unter dem Titel „Herz in Gefahr: Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt“. Sie findet im Rahmen der Herzwoche 2015 am 12. November im Bergischen Löwen statt.

Für die Veranstaltung hat sich das EVK die Unterstützung der Deutschen Herzstiftung e.V. gesichert; deren ehrenamtlicher Regionalbeauftragter, Horst Geisler, wird die Gäste begrüßen. Moderator des Abends ist Prof. Dr. Hans-Peter Hermann, Chefarzt der Medizinischen Klinik / Kardiologie des EVK und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung.

Dr. Hermann J. Schmitz, EVK

Im Mittelpunkt derAbends steht ein Vortrag von Dr. Hermann J. Schmitz, Leitender Oberarzt am EVK. Unter der Überschrift „Herzinfarkt: Tödliche Gefahr“ klärt er über die Entstehung, Behandlung und Vermeidung des Infarkts auf. „Herz-Kreislauferkrankungen und darunter speziell der Herzinfarkt sind nach wie vor die Todesursache Nummer eins in Deutschland“, erläutert Schmitz.  In leicht verständlicher Weise wird er darlegen, wie man den Infarkt erkennen, behandeln und vermeiden kann.

„Zeit ist Muskel“

Bei einem Infarkt, dem Verschluss eines Herzkranzgefäßes, treten anhaltende Brustschmerzen auf. Sie können sehr intensiv werden, „bis hin zu einem Vernichtungsschmerz“, beschreibt es Schmitz. Dann helefe nur noch eines: sofort die 112 wählen. „Je früher die Behandlung begonnen wird, desto größer sind die Überlebenschancen bei einem Infarkt und desto mehr Herzmuskel können wir retten“. Die Faustregel heißt: „Zeit ist Muskel“.

Diese Erkenntnis treibt Schmitz schon lange an – und daher hat er den „Gladbacher Infarkt Bund” (GIB) ins Leben gerufen. Innerhalb dieses Bundes arbeiten die Kliniken vor Ort mit einem klaren Ziel zusammen: Herzinfarkt-Patienten sollen so schnell wie möglich ins EVK gelangen und dort behandelt werden – weil es dafür bestens ausgestattet ist: Das EVK hält rund um die Uhr zwei Katheter-Laborplätze zur Notfall-Behandlung von Herzinfarkt-Patienten bereit. Die Kardiologische Klinik ist als Spezialklinik überregional ausgewiesen und als kardiologischer Schwerpunkt des Landes NRW etabliert.

„Herz in Gefahr: Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt“
Donnerstag, 12. November, Bergischer Löwe
Ab 17.30 Uhr Infostände und Gesundheitsmessungen im Foyer
Ab 19.00 Uhr Vorträge und Diskussion
Nähere Informationen unter: www.evk-gesund.de und www.evk.de

Eine zentrale Rolle im Vortrag von Dr. Schmitz spielt die Vorbeugung. Denn „längst ist der Herzinfarkt keine Manager-Erkrankung mehr, wie man früher glaubte”, verrät der Experte im Vorfeld. Neben klassischen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Rauchen und ungünstige Fettwerte spielten „auch psychische Faktoren wie Angststörungen und Depressionen, ja selbst das Sozialverhalten eine ursächliche Rolle“. Er empfiehlt seinen Zuhörern, durch Änderung ihres Lebensstils diese tickenden Zeitbomben zu entschärfen.

Dr. Stefan Binder, Praxis für Kardiologie am Schloss

Ein weiteren Vortrag bietet der niedergelassene Kardiologe Dr. Stefan Binder von der Praxis für Kardiologie am Schloss, Bensberg. Unter dem Titel „Koronare Herzkrankheit. Diagnostik und Versorgung in der kardiologischen Praxis“ behandelt er die Themen Früherkennung, bildgebende Diagnostik und Funktionsuntersuchungen.

Bereits ab 17:30 Uhr können die Besucher im Foyer des Bergischen Löwen Blutdruck und Cholesterinspiegel messen lassen. Die Deutsche Herzstiftung sowie die Ambulante kardiologische Rehabilitation und das Zentrum für Prävention und Rehabilitation (P.U.R.) am EVK Bergisch Gladbach sind mit Infoständen vertreten. Der Eintritt ist frei.

Der Abend findet mit Unterstützung der AOK Rheinland/Hamburg, der Kreissparkasse Köln, der VR Bank Bergisch Gladbach – Overath – Rösrath sowie der Deutschen Herzstiftung statt.

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