Friedhelm Bilski, langjähriger Vorsitzender des Kinderschutzbundes, mit Bürgermeister Lutz Urbach

Im Rahmen einer gemütlichen Kaffeerunde hat Bürgermeister Lutz Urbach Friedhelm Bilski mit der Ehrennadel in Gold geehrt. Viele haupt- und ehrenamtliche Helfer des Deutschen Kinderschutzbundes waren im Gemeindesaal der Evangelischen Gnadenkirche – „Engel am Dom“ – zusammengekommen, um den Nachmittag gemeinsam zu verbringen.

Die goldene Ehrennadel erhalten Bürgerinnen und Bürger, die sich durch besonderes ehrenamtliches Engagement verdient gemacht haben. Dass Friedhelm Bilski einer von diesen Bürgern ist, machte Lutz Urbach in seiner Rede deutlich.

Zwölf Jahre hatte Friedhelm Bilski den Vorsitz des Deutschen Kinderschutzbundes – Kreisverband Rheinisch Bergischer Kreis e.V. inne, bis er ihn Anfang Mai 2015 an Michael Zalfen weiterreichte. Einen großen Teil seiner ehrenamtlichen Arbeit führt er dennoch fort. Zwar erledigt er seine Arbeit zukünftig weitgehend von Zuhause aus, ist aber auch in den Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes präsent.

Spitzenfunktion mit Arbeit an der Basis vereint

Doch geht sein Engagement über seine Funktion als Vorsitzender des Vereins mit 250 Mitgliedern und Vorgesetzter von drei Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle hinaus: Er leistet selbst unmittelbare Sozialarbeit bei Familien, die sich hilfesuchend an den Kinderschutzbund wenden.

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„Bei der Beratung dieser Familien kommt ihm sein umfangreiches Wissen im Sozialrecht zu Gute. Unbürokratische und am aktuellen Hilfebedarf orientierte Lösungen sind seine Spezialität. Da wird zum Beispiel für eine kinderreiche Familie am selben Tage eine Waschmaschine beschafft, ein Dolmetscher gesucht oder ein kleiner Geldbetrag für die Schulausstattung eines Kindes zur Verfügung gestellt“, beschreibt Bürgermeister Lutz Urbach die Arbeit Bilskis.

„Große helfen Kleinen”  und viele andere Projekte angeschoben

Die zahlreichen Aufgaben und Projekte des Kinderschutzbundes, wie Präventions- und Anlaufstelle bei Gewalt gegen Mädchen und Jungen, insbesondere bei sexuellem Missbrauch, das Kinder-, Jugend- und Elterntelefon, die Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder“, die Elternselbsthilfegruppe „Überaktives Kind“, die Gesprächskreise für alleinerziehende Eltern: Familienbetreuung „Rat und Tat“, der Kleiderladen und viele mehr, sind in der Öffentlichkeit weithin bekannt. Dafür leistet Friedhelm Bilski als Motor und Seele des Kinderschutzbundes seit Jahren ein hohes Arbeitspensum.

Besonders hervorzuheben ist „Das Patenprojekt – Große helfen Kleinen“, das Friedhelm Bilski 2006 in Bergisch Gladbach auf den Weg gebracht und zum Erfolg geführt hat.

Unter der Armut ihrer Familien leiden hier rund 2.500 Kinder im Alter von unter zwölf Jahren. Diese Kinder haben kaum Möglichkeiten an altersgemäßen Sport- und Freizeitaktivitäten teilzunehmen. „Hier setzt das Projekt an und finanziert solche Aktivitäten durch Patenschaften, die von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen oder Unternehmen aus der Region übernommen werden. Seit 2006 haben hiervon über 680 Kinder profitiert!“, beschreibt der Bürgermeister das Erfolgsprojekt.

Bescheiden und beharrlich im Ehrenamt

Das Engagement des Geehrten beschränkt sich dabei nicht nur auf den Deutschen Kinderschutzbund: Als Vorstandsvorsitzender der IKK Nordrhein, einer Krankenkasse mit 470.000 Versicherten und über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, trat er im Jahr 2000 in den Ruhestand.

Bereits während seiner Berufszeit war er in verschiedensten Gremien tätig. Dazu zählen zum Beispiel die Verwaltungsräte des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Nordrhein und der Rheinischen Versorgungskasse. Besonders hervorzuheben ist außerdem seine 16-jährige Tätigkeit (1984-2000) als ehrenamtlicher Richter beim Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen.

Friedhelm Bilski gehört zu den Bürgern der Stadt, die sich, bescheiden im Hintergrund arbeitend, seit vielen Jahren ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen. „Sein Engagement geht dabei weit über das Maß hinaus, das üblicher Weise von ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern geleistet wird“, so Urbach bei der Überreichung der Ehrennadel.

Pressestelle Stadt BGL

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