Die 4 x 200-Meter-Staffel U20 des TV Herkenrath: Moritz Lohmann, Milan Wurth, Bastian Höller, Bekim Bodini

Die 4 x 200-Meter-Staffel U20 des TV Herkenrath: Moritz Lohmann, Milan Wurth, Bastian Höller, Bekim Bodini

Die Leichtathletinnen und Leichtathleten des TV Herkenrath erreichten bei den Nordrhein-Hallenmeisterschaften am letzten Wochenende in Leverkusen eine ganze Reihe von Platzierungen auf den Plätzen vier bis acht, zu einem Medaillengewinn fehlte einigen von ihnen vor allem ein Quäntchen Glück.

Milan Wurth

Milan Wurth

An zwei vierten Plätzen war der 18jährige Milan Wurth beteiligt. Im ersten Zeitlauf über 400m Lauf der männlichen Jugend U20 hatte der junge Herkenrather nach einem furiosen Beginn bis kurz vor dem Ziel geführt, wurde dann jedoch vom Troisdorfer Fettke abgefangen. Mit 52,00 Sekunden konnte Wurth seinen Hausrekord deutlich steigern, verfehlte die Bronzemedaille allerdings um winzige 0,14 Sekunden.

Noch enger war dann der Einlauf in der 4x 200m-Jugend-Staffel der männlichen U20. Moritz Lohmann und Milan Wurth hatten im ersten Zeitlauf auf ihren Teilstrecken für die Führung des TV Herkenrath gesorgt, auch beim Wechsel von Bastian Höller auf Schlußläufer Bekim Bodini lag der TVH noch in Front.

Der 16jährige Bodini, der in der Vorwoche den ersten Wettkampf seines Lebens bestritten hatte, lief ein glänzendes Rennen, war aber auf den letzten Metern am Ende seiner Kräfte und wurde auf der Ziellinie vom Schlußläufer der Aachener TG abgefangen. Dennoch war der Jubel des Herkenrather Teams nach dem Rennen groß, mit 1:34,50 Sekunden wurde die Norm für die Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften Ende Februar in Dortmund deutlich unterboten. Später schlich sich ein wenig Enttäuschung in den Jubel ein, die Bronzemedaille wurde um winzige 0,02 Sekunden verpasst.

Moritz Külschbach, das neue Sprinttalent des TVH, lief im 60m-Finale der männlichen Jugend U20 in 7,42 Sekunden auf Platz fünf. Im Vorlauf hatte er mit glänzenden 7,28 Sekunden seine acht Tage alle Bestzeit von 7,40 Sekunden regelrecht „pulverisiert“. Nach 7,35 Sekunden im Zwischenlauf hinderte ihn im Finale eine leichte Rückenverletzung, die er sich bei einem Sturz in der Vorwoche zugezogen hatte, an einer noch besseren Platzierung. Vereinskollege Bekim Bodini hatte im Vorlauf 7,68 Sekunden erzielt und nur knapp das Semifinale verpasst.

Über 60m Hürden der U20 glänzte Moritz Lohmann bei seinem Vorlaufsieg in 8,42 Sekunden mit neuem Hausrekord und der zweitschnellste Zeit aller Teilnehmer. Im Endlauf musste er dann bereits an der ersten Hürde alle Medaillenträume begraben. Eine kleine Unkonzentriertheit führte zum Sturz von Lohmann, das Finale war unerwartet früh zu Ende.

Teamkollege Bastian Höller verfehlte mit der neuntschnellsten Vorlaufzeit von 9,04 Sekunden (persönliche Bestzeit eingestellt) den Einzug in das Finale.

Jochen Gippert

Jochen Gippert

Der 38jährige Jochen Gippert sprintete im Zwischenlauf über 60m mit 7,17 Sekunden neue Saisonbestzeit und zeigte sich für die weiteren Aufgabe der diesjährigen Hallensaison sehr gut gerüstet. Am ersten Meisterschaftstag hatte er mit 22,89 Sekunden über 200m Platz sechs belegt, 0,01 Sekunden vor seinem zehn Jahre jüngeren Vereinskollegen Timur Tezkan. Tezkan, der derzeit sein Refrendariat am Gymnasium in Wiehl absolviert, war trotz der neuen beruflichen Belastungen mit 22,90 Sekunden deutlich schneller als in den letzten Jahren unterwegs.

Frauke Esser zeigte mit 27,03 Sekunden im 200m-Lauf der Frauen eine Steigerung gegenüber den Kreismeisterschaften der Vorwoche.

Auf einen Start in Leverkusen musste der Herkenrather Tobias Mausbach leider verzichten. Mausbach, der am Samstag zuvor in Düsseldorf noch mit neuen Sprintbestleistungen geglänzt hatte, laborierte in den Tagen vor den LVN-Meisterschaften an einer leichten Muskelverhärtung. Da diese auch beim Aufwärmen vor dem 400m-Finale spürbar war, gab der schnelle Herkenrather seinen 2014 und 2015 gewonnenen Titel kampflos ab.

„Das wäre sicherlich wieder ein interessantes Rennen gegen Jonas Hanßen (Anmerkung: Deutschen Meister 2015 über 400m Hürden) geworden. Aber: das Risiko, einen Muskelfaserriss zu erleiden, war mir einfach zu groß. Ich möchte meine Ziele für die Freiluftsaison nicht unnötig gefährden“, so die Reaktion von Mausbach nach seinem Startverzicht.

Bei den NRW-Winterwurfmeisterschaften, die parallel zu den Nordrhein-Hallenmeisterschaften ebenfalls in Leverkusen ausgetragen wurden, belebte der mittlerweile 55jährige Gerd Michalek vom TV Herkenrath im Speerwurf der Männer Platz acht mit 36,30 Metern.

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