Petra Christine Schiefer: Ein Schiff wird kommen

„Wunder gibt es immer wieder…“ – der Titel der AdK-Ausstellung von Petra Christine Schiefer und Eva Stammen-Grecianu bezieht sich auf Wunder der Medizin und Wunderheilungen, Wunder der Technik, 7 und mehr Weltwunder der Antike und der Moderne, Wunder der Architektur, der Natur, das Wunder von Bern, Wunder des Lebens und der Liebe, Wonderbra und blaues Wunder …

… der Wunsch der Menschen, in ihrem Alltag Wunder zu finden, ist ungebrochen.

Den Menschen früherer Zeiten fiel es leicht an Wunder zu glauben. Unerklärliches wurde gern, wenn es denn heilsbringend war, als Wunder verstanden, wenn es Unheil brachte als Zauberei. Wunderheilungen und wunderbare Rettungen waren und sind Grund, Menschen zu kanonisieren.

Heute erlaubt die Naturwissenschaft, vieles zu verstehen, was in früherer Zeit mangels entsprechender Kenntnisse unverständlich war. Die religiöse Anbindung und damit der Wunderglaube ist daher vielen Menschen abhanden gekommen. Das tiefe Bedürfnis, an Wunder zu glauben, bleibt davon unberührt und wird im Weltlichen gestillt.

Eva Stammen-Grecianu: Übergang

„Wunder gibt es immer wieder…“
Kirche St. Engelbert, Rommerscheid

Ausstellung des AdK Arbeitskreis der Künstler e.V:
Petra Christine Schiefer, Malerei
Eva Stammen-Grecianu, Grafik

Vernissage: Samstag, 12. März, 19 Uhr

Der Blick der beiden Künstlerinnen auf diese „Wunder des Alltags“ ist gern ein bisschen augenzwinkernd, ohne angesichts der Unzulänglichkeiten unserer heutigen Welt die Notwendigkeit „wirklicher“ rettender Wunder zu vergessen.

Eva Stammen-Grecianu arbeitet hauptsächlich zeichnerisch und graphisch. Ihre Zeichnungen und Cartoons entlarven oft mit spitzem Stift in ironischer Distanz die Pseudowunder unseres Lebens. Zum Beispiel das Paar in der Zeichnung „Wunder der Kommunikation“, das offensichtlich sprachlos zusammen sitzt – er mit der Zeitung, sie auf Verführung bedacht.

Petra Christine Schiefer: Dream

Petra Christine Schiefers Annäherung an das Thema ist der Versuch, malerisch (Acryl auf Leinwand meist nicht gegenständlich) einen Zugang zu finden zu vorhandenen oder notwendigen Wundern. Manchmal stehen die Bildtitel dabei in ironisierendem Kontrast zum Dargestellten (wie z.B. im Materialbild mit Wunderkerzen und dem Titel „abgebrannt“). Als Autorin wird sie sich mit einigen Textbeispielen dem Thema nähern.

Die Künstlerinnen werden auch mit Bezug auf die Thematik geschaffene Objekte zeigen, in gemeinsamer Arbeit „Wundertüte I und II“ und zumindest das Objekt „Rettungsschirm“ und zudem das Thema musikalisch umrunden.

Giz Schwarz

Gisela Schwarz, Vorsitzende des Arbeitskreis der Künstler Bergisch Gladbach e.V.

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