Viele Schülerinnen und Schüler des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums haben sich am vergangenen Samstag  zum mittlerweile dritten Mal auf den Weg gemacht, um sich an renommierter Stelle mit Kunst, Musik, Theater und Ballett in Szene zu setzen. Anlass war der Museumstag der Schule, der in diesem Jahr im Städtischen Kunstmuseum Villa Zanders stattfand.

Zum Abschluss der Kooperation in diesem Schuljahr präsentierten Schülerinnen und Schüler in zwei Ausstellungsräumen die Ergebnisse ihrer Arbeit im Kunstunterricht. Eine Premiere war in diesem Jahr, dass zum ersten Mal im Rahmen eines Museumstages auch Exponate aus Klassen der Erprobungsstufen zu sehen waren.

Während eine Klasse 5 sich mit Höhlenmalereien am Projekttag beteiligte, präsentierte eine Klasse 6 Scherenschnitte unter dem Titel „Alienorgane“.

Daneben fanden Bleistiftzeichnungen eines Kurses aus der Einführungsphase Platz. Unter der Überschrift „Metamorphosen“ konnten die Besucherinnen und Besucher Insektenköper, die in Haushaltsgeräte übergehen, oder einen Vogel Strauß mit Regenschirmkopf bestaunen.

Im selben Raum zeigten schließlich noch Schülerinnen und Schüler eines Englischoberstufenkurses die Ergebnisse ihrer Beschäftigung mit dem Werk des englischen Dichters und Dramatikers Shakespeare. Dessen Sonette wurden z. B. in Collagen kreativ umgesetzt, die berühmte Balkonszene aus „Romeo und Julia“ gemalt, für Interessierte waren kleine Zettel mit Shakespearezitaten als Give-aways vorbereitet.

Der Kunstleistungskurs der Q1 hat das Thema „In Szene gesetzt“ fotografisch bearbeitet.

Der zweite Ausstellungsraum war für die Vernissage von Fotographien des Leistungskurses Kunst der Jahrgangsstufe Q1 reserviert. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich sehr individuell dem offenen Projekttitel „In Szene gesetzt“ angenähert: Die Ergebnisse spiegeln z. B. deutlich die (Fern-)Sehgewohnheiten der jungen Künstlerinnen und Künstler wider, denn es tummelt sich eine Reihe von Kreaturen in den Fotos, die einem Horror- oder Gangsterfilm entsprungen zu sein scheinen.

In anderen Fotographien zeichnet sich dagegen die Sehnsucht nach einer gelungenen Zweierbeziehung ab. Wieder andere setzen sich kritisch mit den Essgewohnheiten der Junk-food-Konsumenten oder gängigen Schönheitsidealen auseinander, wenn sich die fotografierte Person hastig und mit verbundenen Augen über rohes Fleisch hermacht oder eine Schülerin sich vor einem Schminkspiegel so positioniert, dass Fleischabfälle ihre Frisur bilden.

Eine letzte Gruppe von Bildern zeigte Schülerinnen und Schüler, die offensichtlich noch auf der Suche danach sind, was sie selbst und ihre Identität eigentlich ausmacht. Großes Erstaunen äußerten die Besucherinnen und Besucher jedenfalls angesichts der Breite der Ergebnisse und Herangehensweise an das Thema.

Die Ausstellung wurde wie in jedem Jahr von einem bunten Rahmenprogramm begleitet. Nach kurzen Begrüßungsworten von Museumsleiterin Dr. Petra Oelschlägel und Jörg Schmitter von Seiten der Schule machte hierbei die Ballett-AG des NCG den Anfang, die verschiedene Szenen aus der Nussknackersuite tanzte.

Die folgenden musikalischen Beiträge zeigten die große Bandbreite der Schule auch auf diesem Gebiet. Ein Streicherduo von Bach, Variationen über Schuberts „Forelle“ an der Solotrompete und der grandios gespielte erste Satz aus Brahms Sonate für Klavier und Cello trafen auf moderne Filmmusik und schließlich auf Songs aus den aktuellen Charts, die zum Abschluss dieses Programmteils die Musiker der Schülerband bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse der Villa Zanders spielten.

Im weiteren Verlauf des Nachmittages führte im ersten Stock der Villa eine Theatergruppe aus der Jahrgangsstufe 9 eine deutsche Kurzversion einer römischen Komödie (die „Mostellaria“ des Dichters Plautus) auf, wobei gerade die dortigen Räumlichkeiten mit antik anmutenden Säulen und Statuen den passenden Rahmen abgaben. Das hervorragend gespielte Stück um einen über die Strenge schlagenden Jugendlichen und einen dreisten Sklaven, die mit einem immer groteskeren Lügengebilde den Vater und Herrn des Hauses hinters Licht zu führen versuchen, hätte sicherlich einige Zuschauer mehr verdient gehabt.

Den Abschluss des Programms bildeten Werkgespräche der Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses mit den Besuchern und – ebenfalls wieder auf der Terrasse der Villa – eine kleine Jazz-Jam.

Durch die Mithilfe vieler Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen und durch die hervorragende Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums konnte wieder ein sehr gelungener Tag im Museum realisiert werden. Die Schülerwerke können übrigens noch bis einschließlich Sonntag, den 29.05.2016, in den beiden Ausstellungsräumen im Erdgeschoss des Museums besichtigt werden.

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