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„Ratssitzung” der Schüler im Ratssaal Bensberg

Was gefällt mir an Bergisch Gladbach? Und was nicht? Was wünschen sich Schüler, damit die Stadt jugendfreundlicher wird? Da gibt es einiges – ganz oben auf der Wunschliste steht eine Verbesserung des Kombibads in Paffrath.

Eine Woche lang hatten sich 23 Schüler des Sowi-Kurses der 8. Klasse der Realschule im Kleefeld damit beschäftigt, wie die Stadt besser werden könnte. Zum Schluss haben sie sich für sechs Vorschläge entschieden. Diese präsentieren sie dem stellvertretenden Bürgermeister Michael Zalfen in einer nachgestellten Ratssitzung in Bensberg:

  1. Mehr Events für Jugendliche in Bergisch Gladbach
  2. Jugendkino im Q1
  3. Mehr Hilfe für sozialschwache Menschen
  4. Kunstrasen statt Ascheplatz
  5. Bessere Integration von Flüchtlingen
  6. Verbesserung des Kombibad Paffrath
Die ersten Überlegungen der Schüler

Die ersten Überlegungen der Schüler

Mit gut überlegten Argumenten versuchen die Schüler Michael Zalfen davon zu überzeugen, den Wünschen nachzugehen. Sie haben klare Vorstellungen von dem, was sie möchten. Über die Kosten und Finanzierungen haben sie sich natürlich auch Gedanken gemacht und haben direkt auf alles eine Antwort parat. Spenden sammeln, Sponsoren anwerben, Unterschriften sammeln. Oder Verbesserungen vonehmen, die dann im nachhinein mehr Geld einbringen können.

Ideen wie „mehr Events für Jungendliche in Bergisch Gladbach” und „bessere Integration von Flüchtlingen” findet Michael Zalfen sehr gut. Die Schüler sollten aber Eigeninitiative zeigen und sich an die Jugendzentren wenden. Um dann mit denen die Ideen umsetzten.

Bei der Integration von Flüchtlingen sind die Schüler der Meinung, dass Flüchtlinge von Jugendlichen besser lernen können als von Erwachsenen. Deshalb würden sie es besser finden, wenn es mehr Deutschkurse geben würde, die von Jugendlichen gegeben werden. Um diese Idee umzusetzen, empfiehlt Zalfen, sollten sich die Schüler an die einschlägigen Initiativen wenden, die die Hilfsangebote koordinieren.

Michael Zalfen, Vizebürgermeister der Stadt, mit den Schülern. Foto: Realschule im Kleefeld

Michael Zalfen, Vizebürgermeister der Stadt, mit den Schülern. Foto: Realschule im Kleefeld

Ein neues Kino in Bergisch Gladbach zu eröffnen ist schon lange ein Thema und wird immer wieder gewünscht. Laut Zalfen ist es aber eine Sache von privaten Unternehmen, bei der die Stadt selber nicht viel machen könne. Ohnehin könne die Stadt kein Kino finanzieren. Ein Jugendkino im Q1 wäre aber eine gute Alternative, findet Zalfen. Eine Möglichkeit wäre vielleicht eine Cinemathek, die Filme an Veranstalter wie das Q1 ausleiht. Eine Idee, die Zalfen mit in den Stadtrat nehmen will.

An erster Stelle auf der Liste steht nach einer Abstimmung jedoch die Verbesserung des Kombibads. Dies wünschen sich mit großem Abstand die meisten Schüler. Es solle mehr Attraktionen, bessere Rutschen, eine größerer Auswahl an Essen und vieles mehr geben.

Da der Erhalt eines Schwimmbades sehr kostspielig ist, könne man nicht alle Wünsche für ein besseres Schwimmbad erfüllen, sagt Zalfen. Verbesserungen, die nicht zu teuer sind, wie kleine Attraktionen und Verbesserungen der Rutschen, würde der stellvertretende Bürgermeister aber befürworten.

Präsentation der Gruppe

Präsentation der Gruppen

Durchgeführt wurde die Projektwoche nun schon zum 8. mal in Kooperation zwischen Schule, dem städtischem Jugendamt und UFO, dem Jugendkulturhaus der AWO.

Einen Bericht zu der Veranstaltung gibt es auch auf der Website der Realschule im Kleefeld.

Caren Schwarz

Schülerin an der HöHa Bergisch Gladbach

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1 Kommentar

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  1. Ein interessantes Projekt mit einer Vorschlagsliste, die beweist, dass die jungen Menschen sowohl ihre Bedürfnisse artikulieren als auch über den Tellerrand dieser eigenen Bedürfnisse hinausblicken können.

    Ich schätze, die simulierte „Ratssitzung“ hat allen Teilnehmern gut gefallen.

    Wenn im Falle einer Wiederholung der Termin der Abschlussveranstaltung etwas „arbeitnehmerfreundlicher“ ausfällt, werden wahrscheinlich mehr Ratsmitglieder teilnehmen können, um sich anzuhören, was die Schüler zu sagen haben.