Eine Spende von 1000 Euro erhielt das Patenschaftsprojekt von der Stiftung „Town & Contry“: Manfred Lenthe (Patenprojekt), Ingrid Weinrath-Colo (Town-Country Stiftung), Angelika Krell u. Dietmar Nuhn (jPatenprojekt). Foto: Kinderschutzbund RheinBerg

Was 2006 als einfache, aber wirkungsvolle Idee begann, ist heute fester Bestandteil sozialer Unterstützung: Das Patenprojekt „Große helfen Kleinen“ des Kinderschutzbundes Rheinisch-Bergischer Kreis e. V. feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Kinderschutzbundes RheinBerg

Seit seiner Gründung hat das Patenschaftsprojekt des Kinderschutzbundes rund 1.800 Kindern und Jugendlichen gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und dabei 2.200 individuelle Maßnahmen umgesetzt.

Ziel des Patenprojekts ist es, Kindern aus Familien, die Sozialleistungen beziehen, den Zugang zum sozialen und kulturellen Leben zu ermöglichen und Ausgrenzung entgegenzuwirken.

Sport, Musikunterricht oder andere Freizeitaktivitäten – Angebote, die viele Familien aufgrund geringer Einkommen nicht finanzieren können – werden durch das Projekt zugänglich gemacht.

Die Hilfe erfolgt schnell und unbürokratisch, was für viele Familien entscheidend ist. Anfragen kommen von Erziehungsberechtigten, Schulsozialarbeitern, Jugendämtern und karitativen Organisationen.

Finanziert wird das Projekt durch Spenden von Privatpersonen, Initiativen und Stiftungen sowie durch den Härtefallfonds der Stadt Bergisch Gladbach. Dabei gilt ausdrücklich: Sämtliche Spenden werden ausschließlich für die Fördermaßnahmen eingesetzt und fließen nicht in Verwaltungskosten.

Wo Kinder ankommen dürfen

Das Patenprojekt richtet sich seit Beginn an alle jungen Menschen, die aus finanziellen Gründen außen vor bleiben – unabhängig von Herkunft oder Hintergrund.

Für Kinder aus einkommensschwachen Familien bedeutet die Unterstützung mehr Chancen und soziale Zugehörigkeit. Für Kinder geflüchteter Familien, von denen in den vergangenen Jahren viele nach Bergisch Gladbach gekommen sind, geht es zusätzlich um Integration und Sprachförderung.

Das Patenprojekt trägt dazu bei, dass sie schneller Anschluss finden und sich als Teil der Gesellschaft erleben können.

Stimmen aus dem Projekt

Angelika Krell, stellvertretende Vorsitzende des Kinderschutzbundes und ehrenamtliche Mitarbeiterin im Patenprojekt, fasst zusammen:

„Rund 2.200 Maßnahmen konnten in den vergangenen zwei Jahrzehnten begleitet und gefördert werden. Hinter jeder einzelnen Zahl steht eine persönliche Geschichte – von neuem Selbstvertrauen, besseren Bildungschancen und dem Gefühl, dazuzugehören.“

Der langjährige Ehrenamtler Dr. Manfred Lenthe ergänzt:

„Jedes einzelne Schicksal bewegt – besonders, wenn finanzielle Not zur Ausgrenzung führt. Es ist großartig, sich nach dem Berufsleben zu engagieren und die eigenen Stärken fürs Gemeinwohl einzusetzen.“

Mitarbeiterin Dorothea Grönke erinnert sich an einen Jungen, dem die Teilnahme an einem langersehnten Fußballcamp ermöglicht werden konnte. Innerhalb kürzester Zeit beobachtete seine Mutter, wie sich sein Selbstbewusstsein spürbar stärkte – mit wie viel Freude er das Trikot trug und wie selbstverständlich er sich plötzlich zugehörig fühlte.

„Genau diese kleinen Geschichten machen uns stolz und treiben uns in unserer Arbeit als Team immer wieder an.“

Wachsender Bedarf – Projekt sucht Unterstützung

Seit seiner Gründung verzeichnet das Patenprojekt jedes Jahr steigende Förderzahlen. Aktuell engagieren sich acht Ehrenamtliche, die sich regelmäßig treffen, um Anfragen zu prüfen und schnell zu helfen.

Für die Zukunft plant der Kinderschutzbund, das Angebot im Rheinisch-Bergischen Kreis noch bekannter zu machen und mehr Familien zu erreichen.

Das Projekt ist auf Unterstützung angewiesen – durch Spenden ebenso wie durch neue Mitglieder im Kinderschutzbund. Jede Hilfe trägt dazu bei, Kindern Chancen zu eröffnen, die sonst vielleicht unerreichbar blieben.

20 Jahre Patenprojekt bedeuten 20 Jahre gelebte Solidarität – für Kinder, für Familien und für eine Gesellschaft, in der niemand außen vor bleiben darf.

Der Deutsche Kinderschutzbund e. V. hat seit über 40 Jahren einen festen Platz als sozialer Träger in Rhein-Berg. Wir sind ein Zusammenschluss von engagierten Menschen, mit dem Ziel, die Lebenssituation von Kindern, Jugendlichen und Familien in unserer Gesellschaft zu verbessern. Wir freuen uns über...

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