Der ehrenamtliche Löschzug Paffrath/Hand feierte sein 75jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Es war bärig was los bei der Feuerwehr. Draußen alles rot vor lauter Feuerwehrautos, denn man hatte die Fahrzeughalle geräumt.

In der Halle und auf dem Hof dahinter war es schon ziemlich voller Menschen, obwohl die Feier erst seit ca. einer Stunde zugange war, als ich dort eintraf.

Unter dem Dach hinten wurde gegrillt

Das Programm sah ein paar interessante Attraktionen vor, die ich aber nicht mitbekommen habe. Bei der Rettungsaktion aus einem Unfallauto standen Kinder und Eltern in so dicken Trauben, dass ich keinen Blick drauf werfen konnte.

Die Fettexplosion passte nicht zu meinen Busabfahrtzeiten. Aber ich habe mir sagen lassen, dass es eine gewaltige Flammenexplosion war, denn man habe Wasser aufs Fett gekippt, als es brannte, um zu demonstrieren, dass man das niemals tun sollte.

Ich hätte auch superlecker aussehende Kuchen essen können, die Schlangen am Bonverkauf wirkten jedoch abschreckend auf mich.

Aber die Festrede des Bürgermeisters hab ich mitbekommen.

So bin ich also herumgelaufen und hab mich in meine Kindheit versetzen lassen, mit Erinnerungen an meinen Opa, der Feuerwehrmann war. Wir wohnten neben dem Spritzenhäuschen, das aussah, wie eine kleine Kapelle, mit einem Türmchen oben drauf, in dem die Sirene wohnte.

Die Oma war die Herrin über den Schalter, der das Ding zum Heulen brachte. Sie handelte natürlich nur auf Opas Befehl. Und im Spritzenhäuschen stand das alte Feuerwehrauto und der Anhänger für die Schläuche. Solche Erinnerungen kamen beim Anblick der alten Ausrüstung und Gerätschaften.

Die Technik von heute sieht anders aus, hat auch anderen Ansprüchen gerecht zu werden. Opa kannte damals noch keine Chemieunfälle.

Ein Fahrzeug, randvoll mit Spezialausrüstungen

In diesem Anzug kommt nichts an den Feuerwehrmann ran, darin braucht er aber auch ein Atemgerät.

Die leichtere Version eines Schutzanzuges

Ein sehr geduldiger Feuerwehrmann war umringt von ziemlich kleinen Kindern, denen er an diesem Modell erklärte, warum man die Zimmertüren geschlossen halten muss, wenn es irgendwo im Haus qualmt. Das machte er sehr kindgerecht.

Unten rechts qualmt es.

So mancher raucht im Bette,
die letzte Zigarette.
Wird die Feuerwehr geholt,
ist er meistens schon verkohlt!
Quelle

Erstaunt hat mich, dass erst 1990 die erste Feuerwehrfrau ihren Dienst antreten durfte. Bis dahin war der Löschzug eine Männerdomäne.

Ach guck? Da hats also auch schon einmal schwer gebrannt? Daran konnte ich mich nicht erinnern. Es stand auch keine Jahreszahl bei den Bildern: Kardinal Schulte Haus / Thomas Morus Akademie.

Aber an dieses Inferno erinnere ich mich. Das hat die Innenstadt zum Leuchten gebracht und war auch darüber hinaus im Umland zu sehen: Der Brand bei der Holzfabrik Berghaus 1987.

Höllenfeuer

Und dann war da noch die Notfallseelsorge, Seelentröster bei Unfällen, mit den besten Helfern und Trostspendern für Kinder: Teddybären. Aber ich glaube, Teddies helfen dann auch bei Erwachsenen.

Ich habe in den Ankündigungen gelesen, dass eventuell auch „Christoph” der Rettungshubschrauber da wäre, aber der hatte wohl keine Zeit. Der war jedenfalls (noch) nicht da. (Edit sagt, er sei am Nachmittag gekommen, der Christoph.)

Es war eine gut besuchte Veranstaltung und Kinder durften alles. Alles ausprobieren, alles anziehen und alles fragen. Die Feuerwehr hat sich viel Arbeit mit den Vorbereitungen gemacht.

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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