Seit Monaten machen sich die Eltern in Bergisch Gladbach massiv für eine bessere Kinderbetreuung stark – und zwar für Kinder aller Altersgruppen. „Besser“ – das bedeutet für sie im ersten Schritt überhaupt die Verfügbarkeit eines KiTa-Platzes oder eines Platzes in einer Offenen Ganztagsschule – und zwar mit Öffnungszeiten, die eine stressfreie Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch ermöglichen. Die Refrather Eltern sind dafür sogar bereits auf die Straße gegangen – darüber wurde allenthalben ausführlich berichtet.

Für unsere Partei insgesamt – und für unsere Landtagskandidatin und Ortsvorsitzende Anita Rick-Blunck hier vor Ort – war das im Landtagswahlkampf ein herausragendes Anliegen und sicher auch ein Teil unseres Erfolgs. So wurde es ja nun auch Bestandteil des Koalitionsvertrages zwischen CDU und FDP. Und somit ist nun auch Besserung in Sicht.

Rechtsanspruch auf Platz in der Offenen Ganztagsschule

Anita Rick-Blunck

Die Unterfinanzierung der Kindertagesbetreuung soll beseitigt werden, die Rahmenbedingungen verbessert und die Zahl der Plätze erhöht – mit dem Ziel eines Rechtsanspruchs auf einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Nicht umsonst ist diesem Bereich der erste und breiteste Platz im Koalitionsvertrag gewidmet – nachzulesen auf den Seiten 2 folgende (pfd).

Nach der hier vorgesehen Ressortverteilung wird dieser Bereich in die Zuständigkeit unserer Partei fallen. Unser Parteifreund, der 1. Beigeordnete von Overath Bernd Sassenhof war Teil des Experten-Teams Schule bei den Koalitionsverhandlungen. Er versicherte uns, die Anliegen der Eltern würden nicht nur überaus ernst genommen; die geplanten Verbesserungen seien auch bereits auf ihre Finanzierbarkeit hin überprüft. Die Zusammenarbeit mit den Kommunen und deren pragmatische Unterstützung habe oberste Priorität.

Modell für die Randstundenbetreuung entwickeln

Wir würden jedoch in Bergisch Gladbach nun weitere wertvolle Zeit verlieren, wenn wir uns nun fürs Erste damit begnügen würden, Forderungen an die neue Landesregierung zu richten und uns dann abwartend zurück zu lehnen. Entsprechende Vorbereitungen können hier vor Ort schon jetzt getroffen werden.

Jörg Krell

So hatte unser Fraktionschef Jörg Krell bereits am 30.1.2017 einen Antrag im Rat gestellt, in dem wir forderten, den Bedarf an Randstundenbetreuungen unter den Bergisch Gladbacher Eltern von 2- bis 6-jährigen Kindern zu ermitteln. Außerdem sollte die Verwaltung ein Modell für eine bedarfsgerechte Randstundenbetreuung inkl. einer auskömmlichen Finanzierung für die Träger entwickeln und dem Rat vorzulegen.

Dieser Antrag wurde letztendlich verwiesen an den Jugendhilfeausschuss – und dort abgelehnt. Dieses Anliegen bekräftigen wir nun erneut angesichts der veränderten Situation!

Randstundenbetreuung – das Mindeste für Schulkinder

Eine belastbare Bedarfsschätzung als Basis der erhofften Finanzierungshilfe aus Düsseldorf war ebenfalls Teil eines Antrages unserer Stadträtin Annette Glamann an den Rat vom 16.5.2017: Bezüglich der Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen war die Verwaltung ja lange Zeit nicht „auf dem Punkt“, wie die Bedarfssituation in Refrath deutlich zeigt und wie ja in den vergangenen Tagen auch allenthalben eingeräumt wurde.

Um diese Situation etwas zu entschärfen, hatten wir zumindest eine zuverlässige Randstundenbetreuung für die Grundschulkinder beantragt. Bestandteil unseres Antrags war weiterhin, eine zuverlässige Bedarfsermittlung für OGS-Plätze zu erstellen und ein Konzept zu entwickeln, wie eine ausreichende Versorgung in Kooperation mit den einzelnen Schulträgern gewährleistet werden kann.

Mit einer dynamischen Bedarfsermittlung jetzt beginnen

Diesen Antrag hatten wir mit einer hohen Dringlichkeit versehen, denn den Eltern läuft die Zeit davon. Auch dieser Antrag landete im Jugendhilfeausschuss.

Unser Appell daher: Die Chance hier in Bergisch Gladbach durch die neue Regierung in unserem Land zu nutzen, für die der Elternwunsch auf eine bessere Kinderbetreuung und auf eine gelingende Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht nur hohle Worte sind – und von unserer Seite schon einmal mit der nötigen vorbereitenden Konzeptionierung und einer dynamischen belastbaren Bedarfsermittlung zu beginnen. Damit wir im Sinne der Eltern „loslegen“ können, sobald das zugesagte Geld aus Düsseldorf fließt.

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Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge. Kontakt: Anita Rick-Blunck, Parteivorsitzende. Mail: rick-blunck@fdp-bergischgladbach.de

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